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Archiv der Blogeinträge von: Alfred Pradel

Neuigkeiten aus Kanada – Canada News 0

Neuigkeiten aus Kanada – Canada News

Neu­ig­kei­ten aus Kanada — Canada News im

Kanada-Newsletter 11+12/2016, 15. März 2016

  • Trudeau gibt neue Klimaschutz-Initiativen bekannt
  • Geschlechtergerechtigkeit Kernwert Kanadas
  • Neuer Kaufhof-Besitzer HBC will investieren
  • Brain Prize für Wissenschaftler der University of Toronto
  • eTA: Neue Einreiseregelungen für Kanada
  • IRTG schreibt Post-Doc-Stelle in deutsch-kanadischem Forschungsprogramm aus
  • Praktikantenprogramme der Kanadischen Botschaft
  • Termine
  • Kunst aus Kanada in Deutschland

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Trudeau gibt neue Klimaschutz-Initiativen bekannt

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Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat Anfang März zwei neue Initiativen zur Klimapolitik angekündigt. Der kanadische Städtebund, die Federation of Canadian Municipalities (FCM), erhält 75 Millionen Dollar, die auf lokaler Ebene eingesetzt werden sollen, um die Treibhausgasemissonen zu senken und die Widerstandsfähigkeit der Kommunen gegen den Klimawandel zu erhöhen.

Weitere 50 Millionen stellt die kanadische Regierung für die Verbesserung von Gebäude- und Infrastrukturbestimmungen in Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel bereit. Dabei geht es vor allem darum, die Lebensdauer von Infrastrukturprojekten wie Brücken, Gebäuden und Wasser- und Abwasseranlagen zu verlängern. Die Bestimmungen sind auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit ausgerichtet.

Die Investitionen, so Trudeau, werden zukünftige Architekten mit Richtlinien, Standards und Daten ausstatten, die sie benötigten, um die kanadischen Gemeinden und die kanadische Industrie gegen den Klimawandel zu rüsten.

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Geschlechtergerechtigkeit Kernwert Kanadas

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Geschlechtergerechtigkeit gehört zu den Kernwerten Kanadas. Am Internationalen Frauentag zeigte Kanadas Premierminister Justin Trudeau erneut, dass er überzeugter Feminist ist. In einem Editorial für die kanadische Zeitung Globe and Mail erklärte Trudeau, dass seine feministische Überzeugung zu seiner Identität gehöre und dass seine Frau und er ihre gemeinsamen Kinder mit diesen Werten erziehen würden. „Immer noch wird viel zu vielen Frauen und Mädchen Bildung vorenthalten, sie werden zu frühen Ehen gezwungen oder verdienen viel weniger als ihre männlichen Kollegen“, schrieb Trudeau.

Geschlechtergerechtigkeit ist für Trudeau sowohl eine Selbstverständlichkeit als auch eine Herzensangelegenheit. Auf die Frage, warum es ihm so wichtig gewesen sei, dass sein Kabinett mit gleich vielen Frauen wie Männern besetzt sei, hatte er nach der Wahl nur geantwortet: „Weil wir das Jahr 2015 haben!“ In der Globe and Mail schrieb er, er habe ein Zeichen setzen wollen für die Gesellschaft, und er forderte jeden Einzelnen auf, sich ebenfalls auf persönlicher und beruflicher Ebene für die Gleichheit der Geschlechter einzusetzen.

Pünktlich zum Internationalen Frauentag am 8. März setzte auch der Premierminister ein weiteres Zeichen seiner Regierung und stellte, gemeinsam mit mehreren Kabinettsmitgliedern und bekannten Frauen, eine neue Ein-Dollar-Münze – einen Looney – vor, der das Wahlrecht für Frauen feiert. Die Münze zeigt eine Frau, die in Begleitung ihrer Tochter ihrem Stimmzettel in eine Wahlurne wirft. Manitoba war 1916 die erste kanadische Provinz, die das aktive und passive Wahlrecht für Frauen einführte.

Ebenfalls vorgestellt wurde eine Briefmarke zur Feier des Frauenwahlrechts. Darüber hinaus soll 2018 eine Dollarnote mit dem Bild einer Frau in Umlauf gehen. Welche Frau auf dem Geldschein geehrt werden soll, werden die Kanadier bis dahin selbst mitbestimmen können.

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Neuer Kaufhof-Besitzer HBC will investieren

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Eine Milliarde Euro will der neue Kaufhof-Besitzer aus Kanada, die Hudson’s Bay Company (HBC), in den kommenden Jahren in die deutsche Warenhauskette investieren. Ausgebaut werden soll vor allem das Online-Geschäft, aber auch die Filialen sollen in den nächsten fünf bis sieben Jahren modernisiert werden. HBC-Chef Jerry Storch sagte, dass Warenhausunternehmen überall auf der Welt viel zu lange viel zu wenig investiert hätten und manche Kaufhäuser – wie ihre Kunden – in die Jahre gekommen seien. Mit manchen Umbauarbeiten solle daher schon im Frühjahr begonnen werden; erste Ergebnisse seien im Herbst zu erwarten.

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Brain Prize für Wissenschaftler der University of Toronto

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Graham Collingridge, Leiter der Physiology an der University of Toronto, hat für seine Forschung über das Gedächtnis den sogenannten „Nobelpreis der Neurowissenschaften“ erhalten. Der mit einer Million Euro dotierte Preis wird von der Grete Lundbeck European Brain Research Foundation in Kopenhagen vergeben. Teilen muss sich Collingridge seinen preis mit dem Engländer Tim Bliss und dem Schotten Richard Morris.

Ihre gemeinsame Arbeit habe das Verständnis darüber, wie Erinnerungen funktionieren, geformt und behalten werden oder verloren gehen revolutioniert, hieß es in der Begründung. Die Forschungen der Wissenschaftler basieren auf einem Mechanismus des Gehirns, der Langzeit-Potenzierung genannt wird und sozusagen die Speicherkarte des Gehirns ist. Sie konnten nachweisen, dass das Gedächtnis gestärkt werden kann, wenn man die Verbindungen zwischen zwei Nervenzellen, die Synapsen, im Hippocampus – das ist der älteste Teil des Gehirns – stimuliert. Für die weitere Forschung zur Behandlung von Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer könnten diese Ergebnisse wichtig sein.

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eTA: Neue Einreiseregelungen für Kanada

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Kanada führt eine elektronische Einreise-Erlaubnis (electronic Travel Authorization, eTA) ein. Sie gilt verbindlich für alle Bürger aus Staaten, die kein Visum für Kanada benötigen. All diese müssen eine eTA einholen, die gegen eine Gebühr von derzeit 7 kanadische Dollar im Internet beantragt werden kann.

Die Regelungen gelten für:

· Personen, die ihren ständigen Wohnsitz in Kanada haben (permanent residents). Sie benötigen keine eTA, müssen aber ihre permanent resident card bei Einreise vorweisen.

· Personen, die ihren ständigen Wohnsitz in den USA haben (U.S. permanent residents). Sie benötigen eine eTA und ihre U.S. Green Card zur Einreise nach Kanada.

· Studenten und ausländische Arbeitskräfte aus Ländern mit eTA-Pflicht, die ihr Studenten- oder Arbeitsvisum vor dem 1. August 2015 erhalten haben und die ihre Ein- und Ausreise nach und von Kanada per Flugzeug planen. Sie benötigen eine eTA.

· Kanadier, die neben der kanadischen Staatsbürgerschaft auch die Staatsbürgerschaft eines von der Visumspflicht befreiten Landes besitzen. Sie brauchen derzeit noch keine eTA, sollten aber bei ihrer Einreise ihren kanadischen Pass mitführen!

Die Formulare finden sich hier: http://www.cic.gc.ca/english/visit/eta.asp. Die Formulare stehen nur auf englisch und französisch zur Verfügung; es gibt allerdings eine deutsche Ausfüllhilfe: http://www.cic.gc.ca/english/pdf/eta/german.pdf

Antragsteller müssen einige Angaben zur eigenen Person machen, die anschließend mit den Datenbanken der kanadischen Behörden abgeglichen werden. In der Regel wird die Einreisegenehmigung innerhalb kürzester Zeit danach erteilt – die kanadische Regierung verspricht, dass es in den allermeisten Fällen nur wenige Minuten dauern wird. Die erteilte Genehmigung wird elektronisch mit dem Reisepass verlinkt und gilt bis zu fünf Jahre bzw. bis zum Ablauf des Reisepasses, sollte dieser vor der Fünfjahresfrist auslaufen.

Nach wie vor gilt für Deutsche, Österreicher und Schweizer für die Einreise nach Kanada, dass der Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.

Weitere Informationen zu den eTA-Regelungen finden sich hier: http://www.cic.gc.ca/ftp/eta/pdf/factsheet-feuilleinfo/german-low.pdf

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IRTG schreibt Post-Doc-Stelle in deutsch-kanadischem Forschungsprogramm aus

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Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte International Research Training Group (IRTG) „Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces“ (Trier, Montréal, Saarbrücken), hat eine Postdoktorandenstelle (TVL 13, 50%) an der Universität Trier oder an der Universität des Saarlands ausgeschrieben. Die Stelle kann sofort angetreten werden und ist bis zum 30. September 2017 befristet. Eine Verlängerung um weitere 18 Monate ist möglich und hängt von der weiteren Förderung durch die DFG ab.

Die International Research Training Group (IRTG) „Diversity“ ist ein deutsch-kanadisches Postdoc-Programm der Uni Trier, der Universität des Saarlands und der Université de Montréal. Geforscht wird auf dem Feld Diversity, Multikulturalismus und Transnationalismus.

Die Bewerbungen können bis zum 15. April 2016 eingereicht werden. Weitere Informationen und Details: http://irtg-diversity.com/index.php?page=now-and-upcoming&article=163

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Praktikantenprogramme der Kanadischen Botschaft

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Die Botschaft von Kanada bietet über das ganze Jahr mehrere Praktikantenstellen in diversen Abteilungen an: Kultur, Medien, Öffentlichkeitsarbeit und akademische Beziehungen, Politik, Wirtschaft- und Finanzwesen. Die Praktika dauern drei Monate (Vollzeit) und laufen, in der Regel, von Januar bis März, von April bis Juni und von Juli bis September und von Oktober bis Dezember. Alle Praktika werden mit 450 Euro monatlich vergütet.

Die Praktika richten sich an Bachelor- oder Masterabsolventen mit geeigneten Studienfächern sowie ersten praktischen Erfahrungen.Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind in der Regel für alle Praktika unabdingbar.

Die konkreten Anforderungen, Inhalte und Bewerbungsmodalitäten der verschiedenen Bereiche sind auf unserer Homepage www.kanada.de unter Praktika zu finden.

Noch können sich Interessenten für Praktika im Jahr 2016 bewerben.

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Termine

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16. März – Tübingen – Gerd Braune stellt im Rahmen der Ausstellung „Kanadas Arktis“ sein Buch „Die Arktis – Porträt einer Weltregion“ vor. 20.15 Uhr, Deutsch-Amerikanisches Institut, Karlstraße 3, 72070 Tübingen

18. März – Leipzig – Gerd Braune präsentiert auf der Leipziger Buchmesse sein Buch „Die Arktis – Porträt einer Weltregion“. 12 Uhr im Sachbuchforum, Halle 3/ E211, Messe-Allee 1.

21. März – Berlin – Der Deutsch-Kanadische Business Club lädt ein zum Stammtisch mit einem Vortrag des Cryptografen und IT-Vorstand Tony Yustein zum Thema „Apple vs. FBI“. 19 Uhr im Midtown Grill des Berlin Marriott Hotel, Inge-Beisheim-Platz 1, 10785 Berlin.

22. März – Berlin – Gerd Braune stellt in der Berliner Urania sein Buch „Die Arktis – Porträt einer Weltregion“. 19.30 Uhr in der URANIA BERLIN, An der Urania 17, 10787 Berlin.

8. April – Bonn – Die Deutsch-kanadische Gesellschaft lädt zum rheinischen Canadian Maple Table ein. Ab 19 Uhr im Restaurant Bundeshäuschen. Anmeldungen sind noch bis zum 29. März möglich unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz. Weitere Informationen: http://www.dkg-online.de/the-events/5106/dkg-maple-table-treff/?lang=de

Noch bis zum 15. April – Tübingen – Fotoausstellung „Canada’s Arctic: Vibrant and Thriving“. In Partnerschaft mit der Royal Canadian Geographical Society und in Kooperation mit der Botschaft von Kanada, der German Canadian Trade Alliance, Canadian Geographic, Leica Boutique Foto Walter Tübingen, The Royal Canadian Geographical Society, Hotel und Restaurant Schloss Weitenburg zeigt das Deutsch-Amerikanische Institut Tübingen Fotos aus dem kanadischen Norden. Jeweils Dienstags bis Freitags 9-18 Uhr. Karlstraße 3, 72072 Tübingen
KUNST AUS KANADA IN DEUTSCHLAND

Noch bis 24. März – Berlin – Normand Rajotte „Empreintes“ in einer Doppelausstellung. Alfred-Ehrhardt-Stiftung, Auguststraße 75, 10117 Berlin. www.alfred-ehrhardt-stiftung.de

30. März – Berlin – Lesung von Anna Szaflarski aus ihrem Buch „Letters to the Editors“. 18 bis 22 Uhr im Ashley Berlin, Oranienstraße 37, 10999 Berlin, www.ashleyberlin.de

Noch bis 2. April – Berlin – Jon Rafman „Dreaming Mirrors Dreaming Screens“. Gruppenausstellung. Sprüth Magers Berlin, Oranienburger Straße 18, 10178 Berlin. www.spruethmagers.com

Noch bis 9. April – München – Doppelausstellung von AA Bronson mit Keith Boadwee „Plaid“. Deborah Schamoni, Mauerkircherstraße 186, 1925 München 
www.deborahschamoni.com

Noch bis 10. April – Hamburg – Melanie Gilligan mit „Fluidity“. Kunstverein Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg. www.kunstverein.de

Noch bis 23. April – München – Retrospektive von Rodney Graham. Sammlung Goetz, Oberföhringer Straße 103, 81925 München. www.sammlung-goetz.de

Noch bis 1. Mai – Münster – Jon Rafman in einer Einzelausstellung. Westfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, 48143 Münster. www.westfaelischer-kunstverein.de

VORSCHAU

8. April – Bonn – MapleTable der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft ab 19 Uhr im Bonner „Bundeshäuschen“. Oberkasseler Ufer 4. Anmeldung bis zum 29. März über E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz

10. April – Düsseldorf – „MEETUP FOR CANADIANS“. Alle Kanadierinnen und Kanadier und natürlich auch alle diejenigen mit einer doppelten kanadischen Staatsbürgerschaft sind herzlich eingeladen, sich bei einem sonntäglichen Brunch im Eigelstein im Düsseldorfer Medienhafen (Hammer Straße) untereinander auszutauschen und kennenzulernen. Der Brunch kostet 17,90 Euro / Person. Die Bezahlung erfolgt vor Ort. Anschließend besteht zum Beispiel die Möglichkeit an einer Bootsrundfahrt auf dem Rhein mit der Weißen Flotte. Anmeldungen über http://www.kanadatreff.com/events/meetup-for-canadians-kickoff-in-duesseldorf/. Anmeldeschluss ist der 3. April 2016!

REGELMÄßIGE VERANSTALTUNGEN

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet in Hamburg der MapleTable statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Deichgraf in der Deichstraße 23. Die Kanada-Freunde treffen sich zum gemütlichen Stammtisch mit Themen rund um Kanada. Anmeldung und Informationen unter www.mapletable.de oder per E-Mail an E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz

Stammtische des Freundeskreises Québec-Deutschland: München: Jeden ersten und dritten Freitag im Simplicissimus, Balanstr. 12. Kontakt: Michaël Constantin (E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz, 0176 / 9926 8839. Frankfurt: Jeden letzten Dienstag des Monats, Kontakt: Claudie Mahn (E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz). Berlin: Jeden letzten Mittwoch im Monat (außer Dezember) im Aufsturz, Oranienburger Straße 67, 10117 Berlin. Kontakt: Patrick Sawyer (E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz)
Impressum

BOTSCHAFT VON KANADA

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und akademische Beziehungen

Redaktion Kanada-Newsletter: Melanie Wieland (E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz), Jennifer Broadbridge, Pressestelle, Botschaft von Kanada

Leipziger Platz 17, 10117 Berlin 
Tel: (030) 20312-0, Fax: (030) 20312-121 
Internet: www.kanada-info.de, www.kanada.de, www.canada.de

Mrz 15
Themen
Natur

Bay of Fundy: Elephant Rock an den Hopewell Rocks kollabiert 0

Eine der bekanntesten Naturlandschaft in New Brunswick hat sich für immer verändert. Der Elephant Rock, einer der berühmten Felsen der Hopewell Rock ist am gestrigen Montag in zwei Hälften zerfallen.

Bay of Fundy: Elephant Rock an den Hopewell Rocks kollabiert

Die Erosionskräfte der Gezeiten, des Windes und des Regens haben gesiegt. Am Elephant Rock sind 100 bis 200 Tonnen Gestein abgestürzt. Foto: Hopewell Rocks Park

Der Elephant Rock ist eine der am meisten fotografierten Felsformationen am Ufer der Bay of Fundy. Beamte von Parks Canada sagten nach eine ersten Begutachtung, dass etwa 100 bis 200 Tonnen Gestein abgestürzt sind. „Irgendwann nach der Flut am Montagmorgen ging ein erheblicher Teil des Elephant Rock ab. Wir haben die Passage vorerst geschlossen“, sagte Kevin Snair vom Informationszentrum an den Hopewell Rocks. Die Felsformationen an der Bay of Fundy locken in jedem Jahr tausende von Besucher an.

Traurig, aber demütig

Die Blumentopf-Felsen, wie sie auch genannt werden, wurden von den Kräften der höchsten Gezeiten der Welt geschaffen. Die Zeit, die Gezeiten und der Wind haben die Hopewell Rocks aus den Klippen geschnitzt. Den Elementen der Natur ausgesetzt, wird die Formation irgendwann wieder vergehen. Insbesondere in der Frühjahrszeit, wenn Wasser in Ritzen eindringt, die Tage warm und die Nächte frostig sind, kann Gestein abgehen, verändern sich die Felsformationen.

Bay of Fundy: Elephant Rock an den Hopewell Rocks kollabiert

Dieses Foto zeigt, wie drastisch der Unterschied zwischen Ebbe und Flut der Bucht von Fundy an den Hopewell Rocks ist. (Kevin Snair)

„Es ist sicherlich traurig für uns, wenn wir eine der Formationen verlieren, aber es ist auch spannend, den Lauf der Zeit, die Kräfte der Natur zu beobachten, da sind wir demütig“, sagt Kevin Snair. „Der Park verändert sich durch Vorkommnisse wie am Elephant Rock, diese Entwicklung ist vorgegeben.“  Der Elephant Rock ist einer von 17 stehenden Formationen in der Bay of Fundy. Die Felsen gehören zum Rocks Provincial Park, der 1958 eröffnet wurde. Bei Niedrigwasser können die Felsen vom Meeresboden aus besichtigt werden.

Weitere Informationen hier.

Wird Lukas Podolski ein Torontonian? 0

Toronto FC mit Angebot für Galatasaray-Stürmer Podolski

Wird Lukas Podolski ein Torontonian?

Lukas Podolski. Foto: Новикова Юлия/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Wie tranfermarkt.de berichtet, liegt Lukas Podolski nach „Express“-Informationen ein Angebot aus der MLS vor. Demnach will der Toronto FC den 30-jährigen, der derzeit beim türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul unter Vertrag steht, verpflichten.
Und das zu durchaus fürstlichen Bedingungen. So soll Toronto FC dem Stürmer einen
Vierjahres-Vertrag angeboten haben, mit einem Verdienst von acht Millionen Euro pro Saison. Sein aktuelles Gehalt bei Galatasaray beträgt drei Millionen Euro netto. Podolski, 126-facher Nationalspieler war zu Beginn der laufenden Saison für 2,5 Millionen Euro von Arsenal London an den Bosporus gewechselt. Dort hat er in 31 Pflichtspielen 12 Tore geschossen. Nachdem Galatasaray von der UEFA für die Teilnahme am Europapokal gesperrt wurde, ist ein Verbleib von Lukas Podolski in der Türkei eher unwahrscheinlich.

Wird Lukas Podolski ein Torontonian?

Wird Toronto die neue Heimat des deutschen Stürmers Lukas Podolski?

Nachdem der Verein aufgrund der durch die Sperre fehlenden Finanzmittel sparen muss, werden Verkäufe teurer Spieler wahrscheinlich. So musste der amtierende türkische Meister schon Burak Yilmaz verkaufen. Da Podolskis Vertrag bei Galatasaray bis 2018 läuft, müsste Toronto eine Ablöse zahlen. Das Transferfenster der MLS schließt am 12. Mai. Man darf gespannt sein, ob Lukas Podolski zukünftig für den Fußballklub der größten Stadt Kanadas die Kickstiefel schnürt.

Quelle: Express/Transfermarkt.de

Mrz 11
Themen
Reisen

Percé – Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet 0

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Das Stadtwappen von Percé

Percé – Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Es ist ein besonderer Ort, Percé in der kanadischen Provinz Québec im Osten der Halbinsel Gaspésie gelegen. Die Nachbarprovinz Neufundland vor Augen mündet hier der mächtige St. Lorenz-Strom in den St. Lorenz-Golf und somit in den Atlantik.

Wahrzeichen des Ortes ist der bei Ebbe zu Fuß erreichbare 88 m hohe und 438 m lange Kalksteinfelsen Rocher Percé.

Der Felsen ist jedoch derzeit aufgrund massiver Felsabbrüche nahezu vollständig gesperrt. Der Zugang auf die Besucherplattform ist jedoch möglich.
Percé ist als Tourismusort Ausgangspunkt für viele Unternehmungen, seien es Walbeobachtungsfahrten oder eine Exkursion zur nahegelegenen Vogelinsel Bonaventure. Die dort heimische Basstölpelkolonie umfasst ungefähr 50.000 Tiere und ist damit die größte Basstölpelkolonie Amerikas.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Die größte Basstölpel-Population Amerikas findet sich auf der Insel Bonaventure. Foto: bodoklecksel/GFDL

Aber ein Urlaub in Percé bietet noch viel mehr. Fahrten mit dem Seekajak, eine Hummerfangexkursion mit einem phantastischen Seafood-Essen, wer möchte sich das entgehen lassen? Sporttauchen im Meer vor der Hafenstadt? Kein Problem, ob allein oder mit einem Tauchguide, es wird spannend. Im Sommer Baden, oder am Strand nach Achat und Jaspis suchen. Vielfältige Aktivitäten sind im Osten Québecs möglich.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Natur pur in Percé auf der Gaspesie-Halbinsel.

Für Freunde historischer Gebäude bietet Percé einen Rundgang zu architektonischen Gebäudeschönheiten des 19. und 20. Jahrhunderts an. Es kann gewandert werden, Radfahrer kommen auf ihre Kosten. Wie wäre es mit einem Hubschrauberrundflug?
Im Winter warten Motorschlitten und Hundeschlitten auf den Urlauber. Abenteuer pur.
Aber auch die Höhepunkte für Seele, Geist und Magen fehlen nicht. Nach einem ausgiebigen Wellness-Erlebnis laden Restaurants zum kulinarischen Verwöhnen ein.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Der Rocher-Percé ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar.

Weitere Informationen:

Die Internetseite der Stadt: http://www.rocherperce.com/

Die Karte von Percé:

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Percé und die Halbinsel Gaspesie sind auch ein Paradies für Wanderer:

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Eine Rundwanderung zu den historischen, architektonischen Sehenswürdigkeiten:

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Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Perce, aus der Luft gesehen.

Mrz 09
Themen
Reisen

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada 0

Die Ursprünge der Schneeschuhe liegen im Dunkeln der Geschichte. Viele Historiker glauben jedoch, dass sie vor 4000 bis 6000 Jahren im Kaukasus und in Zentralasien zum ersten Mal genutzt wurden. Sicherlich haben die Jäger, die die ersten Schneeschuhe gebaut haben, Beispiele in der Natur beobachtet. 

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Die klassische Form der Schneeschuhe. Foto: Anagoria/https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2

So den Schneehasen, der im Laufe der Zeit viel Fell um die Pfoten entwickelt hat, so dass seine Füße wie mit Schneeschuhen besetzt nicht im tiefen Schnee einsanken und so die Flucht vor Feinden verbesserte.
Auch bei der Gletschermumie Ötzi sind einige Forscher der Meinung, dass ein bei ihr gefundener Rahmen Teil eines Schneeschuhes ist. Die ersten Schneeschuhmodelle waren große Fellflecken oder Holzblöcke, die mit Fell bespannt waren. Die heutige bekannte Form des Rahmens mit eingeflochtenem Fell oder Leder hat seine Ursprünge bei den nordamerikanischen Ureinwohner, etwa der Huron oder den Cree.
So beschrieb Samuel de Champlain, dass die Huron und Algonquin First Nations im Winter mit großen Schneeschuhen, mit denen sie nicht im Schnee einsinken, auf die Jagd gehen.

Es gibt zwei Gruppen von Schneeschuhen, diejenige Form, die wir heute noch kennen und die Form aus massivem Holz, aus dem sich in Skandinavien die Ski entwickelt haben.

Nordamerikanische indigene Völker

Die Ureinwohner Nordamerikas entwickelten im Laufe der Zeit fortschrittliche Schneeschuh-Modelle, fast jeder Stamm eine eigene Form. Die Inuit verwenden zwei Formen der Schneeschuhe, eine mit einer dreieckigen Form, eine fast kreisrund, die ein rasches Fortbewegen im tiefen, lockeren und pulvrigen Schnee ermöglicht. Da sich die Inuit meist über Eis oder der Tundra fortbewegten, war die Nutzung der Schneeschuhe eher selten.

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Die Herstellung von Schneeschuhe zwischen 1905 und 1930. Foto: commons.wikimedia.org

Je weiter man sich auf dem Kontinent nach Süden bewegt, um so schmäler und länger werden die Schneeschuhe. Der größte Jagdschneeschuh der Cree ist fast 1,8 Meter lang. Die Irokesen entwickelten kleinere Modelle, die ihnen die Gewandheit der Bewegung in Waldgebieten beließen.

Bevor sie in den Besitz von Pferden kamen, verwendeten die Prärieindianer Schneeschuhe bei der Winterjagd auf Bisons.

Nutzung der Schneeschuhe durch Europäer

Im 16. und 17. Jahrhundert nutzten insbesondere Reisende in nördliche Regionen und in Gebiete des heutigen Kanada sowie den späteren Vereinigten Staaten Schneeschuhe, zunächst die Franzosen, die damit bei den Schlachten Vorteile erzielen konnten. Aber die Briten lernten schnell, ab 1674 waren auch dort Schneeschuhe ein Begriff. 1690 griff eine französisch-indianische Truppe eine Siedlung in der Nähe des heutigen New York an. Die Briten verfolgten auf Schneeschuhen die Angreifer 80 Kilometer und holten sich die entführten Menschen und Waren zurück.
Die heute bekannten „Teardrop-Schneeschuhe“ wurden vor allen Dingen von Holzfällern getragen, sie sind zwischen einem und eineinhalb Meter lang und ähneln einem Tennisschläger. Diese Form wurde zunächst von der Armee kopiert, im späten 18. Jahrhundert auch von den kanadischen Schneeschuh-Clubs. Somit kann das Schneeschuh-Laufen als eine der ältesten kanadischen Sportarten angesehen werden.

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Schneeschuhtanz der Ojibwe. Bild von George Catlin 1835. – commons.wikimedia.org

Heute sind die klassischen Schneeschuhe, die sich immer noch Beliebtheit erfreuen, kleiner und leichter. Die Spitze ist leicht nach oben gebogen, so dass das Gehen leichter fällt. Es werden meistens zwei Formen verwandt, die Teardrop (Tränen) oder die Bearpaw (Bärenpfoten) Form. Traditionelle Schneeschuhe sind aus einem einzigen Streifen zähen Holz, meist weiße Esche, gebogen  und an den Enden zusammen gebunden. In der Mitte werden sie durch einen leichte Querbalken stabilisiert. Der Raum innerhalb des Rahmens ist mit einem engen Gurtband aus Karibu- oder Rindleder-Streifen gefüllt.

Moderne Schneeschuhe

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Schneeschuhe der Marke Atlas.

Die modernen Schneeschuhe bestehen meist aus Aluminium, sind leicht zu tragen und man lernt schnell, mit ihnen umzugehen. Das Wandern mit Schneeschuhen macht Spaß und viele Wintersportgebiete in Europa, aber auch in Kanada und den USA bieten Touren mit den Schneeschuhen an. Egal ob klassisch oder modern. Mit Schneeschuhen lassen sich die traumhaften Landschaften von Kanada im Winter entdecken.

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Bergauf mit Schneeschuhen, bergab mit Ski. Foto: Chrismurf/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.en

Weitere interessante Informationen zur Geschichte der Schneeschuhe in Kanada hier

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