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Archiv der Blogeinträge von: Tobias Barth

Die “Canadian National Exhibition 2017” in Toronto 0

Jedes Jahr im Sommer findet in Toronto eine großartige Messe mit vielen Attraktionen statt, die “Canadian National Exhibition” oder auch CNE. Die CNE erhielt sogar das “Eco Logo” ,welches dafür steht, dass sie die ökologischste und “grünste” Messe in Nordamerika ist.
Sie eine der größten Messen in Kanada bekannt und lockt jährlich mehrere Millionen Besucher nach Toronto. Auf dem Programm steht auch in diesem Jahr – zwischen dem 18. August und dem 4. September – eine unglaubliche Vielfalt von bunten und zum Teil interaktiven Erlebnissen. Überall gibt es Live Konzerte, Comedy Shows, kulinarische Köstlichkeiten, man kann sein Glück im Casino versuchen und danach die Gewinne nach Herzenslust auf dieser Veranstaltung ausgeben. Für Kinder gibt es die Kids World mit lustigen Figuren und Tieren.

Das Programm kann sich sehen lassen

Die Auswahl an Karussells und Achterbahnen im Kirmes Bereich ist beeindruckend. Eine dieser Achterbahnen ist das “Himalaya” und ist – wie man sich bei diesem Namen schon vorstellen kann – schwindelerregend hoch. Der Wagen fährt mit extremer Geschwindigkeit durch Gipfel und Täler, vorwärts und rückwärts, begleitet von Sirenen, blinkenden Lichter und lauter Musik. Ganz sicher nichts für schwache Nerven! Der “Sky Ride” ist eine sehr viel gemächlichere Alternative. Bis zu 40 Fuß über dem Boden schweben die Gondeln, die die Besucher quer über die Veranstaltungsfläche transportieren. Natürlich gibt es auch verschiedene Riesenräder und unzählige tolle Karussells, Autoscooter und viele andere unterhaltsame Angebote für Kinder.
Ein riesiger Erfolg war im letzten Jahr eine spektakuläre Show mit einer Mischung aus Luftakrobatik und Eistanz. Auch dieses Jahr können sich die Besucher auf diese großartige Darbietung freuen. Auch die Flug Show über dem Lake Ontario ist ein absolutes Spektakel. Flugzeuge der kanadischen Airforce werden hier am Labour Day Wochenende dem staunenden Publikum ihre Kunststücke vorführen.

Das CNE Casino und die “Gaming Garage”

Ein Besuch im CNE Casino lohnt sich in jedem Fall: Dort gibt es auch in diesem Jahr wieder Blackjack, Roulette und verschiedene Pokerspiele – und das Casino verfügt sogar über einen privaten Texas Hold ‚em Pokersaal. Hier findet ein hochklassiges Hold´em Pokerturnier mit einem Preisgeld von 160.000 Dollar statt. Während der CNE ist auch der Patio des Casinos geöffnet, in dem sich ein Restaurant befindet und Live Unterhaltung stattfindet.
Zum ersten mal auf der CNE wird es an drei Tagen spannend für die Freunde von Videospielen. Die “CNE Gaming Garage” wird der Ort sein, an dem die Fans E-Sports und Pinball spielen und tolle Preise gewinnen können. An diesen Tagen werden auf der CNE auch Entwickler von Videospielen vorgestellt, es gibt eine gigantische Auswahl von Spielen zum Ausprobieren. Wer Casino Spiele im Allslots Online Casino mag, wird hier auf seine Kosten kommen. In der Gaming Garage wird auch die “Grandmaster Challenge” im Schach stattfinden, bei der man als Besucher gegen einen professionellen Schachspieler antreten kann.

Ein kulinarisches Paradies

Auch in Sachen “Food” ist die CNE das reinste Paradies. An jeder Ecke findet man Spezialitäten und Köstlichkeiten und es gibt zahlreiche Themen Veranstaltungen, zum Beispiel ein Showkochen mit bekannten Chefs, eine Party mit traditionellen Gerichten von der “East Coast”, und das “Ribs Fest” präsentiert leckerste Spare Ribs. Es findet ein VIP Lobster Dinner statt – und natürlich darf ein Bierfest nicht fehlen!

Die CNE ist in jedem Fall einen Besuch wert! Viel Spaß in Toronto!

Sommerbeginn mit Hindernissen im Norden Manitobas

Galerie

Diese Galerie enthält 14 Fotos.

Autorin: Claudia Grill, Churchill, Manitoba Seit einigen Tagen ist es “offiziell”: die ersten Belugawale sind aus ihren Winterquartieren nach Churchill zurückgekehrt. Alljährlich ziehen die weißen Wale in den Sommermonaten in den Churchill River, wo sie ihre Jungen bekommen. Noch sieht man nur einzelne Tiere, in den nächsten Wochen werden sie den Bereich der Flussmündung in die Hudson Bay jedoch zu Tausenden bevölkern und sowohl Einheimische als auch Gäste verzücken. Belugas sind die (Vor)Boten des Sommers, einer aufregenden Zeit hier im …

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Mrz 16
Themen
Natur

Vor dem Schneesturm ist nach dem Schneesturm: Blizzard in Manitoba 1

Laverendrye Avenue ist nach dem Blizzard gerade breit genug für den Schulbus; Claudia Grill

Laverendrye Avenue ist gerade breit genug für den Schulbus, Foto: Claudia Grill

Text und Bilder: Claudia Grill

Während in großen Teilen Europas langsam Frühlingsstimmung einkehrt, stellen sich die Leute im Norden Manitobas auf ein paar weitere Wintermonate ein und machen sich daran, die Spuren des letzten großen Schneesturms zu beseitigen. Die Auswanderin Claudia Grill hat diesen Blizzard vor Ort miterlebt.

Als Environment Canada Anfang März eine Blizzard-Warnung herausbringt, denken sich die meisten BewohnerInnen von Churchill, Manitoba nicht viel. Es ist bereits die fünfte solche offizielle Ankündigung seit Dezember, völlig normal in der Stadt der Eisbären. Kaum jemand rechnet damit, dass sich der vorausgesagte Sturm zu einem Jahrhundertereignis auswachsen wird. Noch vor wenigen Wochen wurde nach einer ebensolchen Warnung gescherzt, wo denn bitte Wind und Schnee blieben. Nun ist die Stadt unter Schneemassen begraben, wie man sie seit über fünfzig Jahren nicht gesehen hat.

Schneeverwehungen ziehen sich über ganze Straßenzüge, Foto: Claudia Grill

Schneeverwehungen ziehen sich über ganze Straßenzüge, Foto: Claudia Grill

Die Sicht reicht nicht einmal bis zur anderen Straßenseite; Claudia Grill

Die Sicht reicht nicht einmal bis zur anderen Straßenseite, Foto: Claudia Grill

In Churchill – v.a. bekannt als „Polar Bear Capital of the World“ – ist man lange, harte Winter gewöhnt. Alljährlich stellt man sich hier auf Temperaturen unter minus 45 Grad, gefrierende Wasserleitungen, nicht starten wollende Autos und Wetterkapriolen ein. Eine Warnung vor einem Blizzard – d.h.  Windstärken von über 40km/h und weniger als 400 Meter Sichtweite über mehr als sechs Stunden – versetzt in Churchill also niemanden in Aufregung. Diesmal wird allerdings nach und nach klar, dass dieser Sturm kein gewöhnlicher ist. Er bauscht sich innerhalb eines Tages auf bis zu 130km/h auf und bringt die Stadt zum Stillstand. Neben der Schule und allen anderen öffentlichen Einrichtungen schließt auch der Supermarkt. Der Zug, der morgens aus Winnipeg ankommt und abends wieder zurückfahren soll, bleibt in der Station (und steht dort heute noch); der Flugverkehr ist sowieso ausgesetzt. Die Stadtverwaltung rät allen BewohnerInnen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Lediglich die Notaufnahme des örtlichen Spitals ist in Betrieb.

Häuser sind teilweise ganz unter den Schneemassen begraben; Claudia Grill

Häuser sind teilweise ganz unter den Schneemassen begraben, Foto: Claudia Grill

"Caribou Hall" unter den Schneemassen, Foto: Claudia Grill

„Caribou Hall“ unter den Schneemassen, Foto: Claudia Grill

Nach einigen Stunden haben sich Schneeverwehungen gebildet, die das Passieren der meisten Straßen und Wege unmöglich machen. Über 56 Stunden dauert der Schneesturm; danach sind einige Personen in ihren Häusern eingeschlossen und die Schneeberge höher als viele Gebäude. In manchen Haushalten werden Nahrungsmittel knapp und teilweise geben Heizungen den Geist auf. Einige mutige Frauen und Männer machen sich auf den Weg um NachbarInnen mit Lebensmitteln zu versorgen. Im Schneesturm verliert man schnell die Orientierung, deshalb werden Seile zwischen Häusern gespannt; so kann man sich etwas besser zurechtfinden.

Trotz allem hatten die BewohnerInnen von Churchill Glück im Unglück: die Stromversorgung blieb intakt und niemand wurde ernsthaft verletzt. Viele können sich noch an den letzten großen Schneesturm von 1999 erinnern. Damals brach das Stromnetz zusammen und die EinwohnerInnen mussten sich in den Town Complex, der mit Generatoren betrieben werden kann, begeben.

Aufräumarbeiten; der Schnee ist teilweise hart wie Beton, Foto: Claudia Grill

Aufräumarbeiten; der Schnee ist teilweise hart wie Beton, Foto: Claudia Grill

Aufräumarbeiten. Der Schnee ist vom Wind zusammengepresst hart wie Beton; Claudia Grill

Aufräumarbeiten; der hartgepackte Schnee ist einige Meter hoch, Foto: Claudia Grill

Unter dem Schnee befindet sich eine der Seitengassen

Unter dem Schnee befindet sich eine der Seitengassen, Foto: Claudia Grill

Nach über drei Tagen kehrt wieder Leben in Churchill ein. Insgesamt fielen rund achtzig Zentimeter Schnee – nicht besonders viel, möchte man sagen. Der starke Wind hat den Schnee aber aufgetürmt und zusammengepresst, die meterhohen Schneeverwehungen sind hart wie Beton. Dieser Tage herrscht großer Gemeinschaftssinn und wer kann, hilft mit: Hauseingänge werden freigeschaufelt, Fahrzeuge ausgebuddelt, Straßen geräumt, Schäden begutachtet. Die Bediensteten der Stadt sind rund um die Uhr mit Baggern und Lastwägen im Einsatz. Es wurde ein lokaler Ausnahmezustand ausgerufen, alle verfügbaren Ressourcen wurden mobilisiert Der Supermarkt ist wieder offen, aufgrund des fehlenden Nachschubs gibt es jedoch in der ganzen Stadt keine Milch, kein Brot und kein frisches Gemüse mehr. Auch rund eine Woche nach dem Spektakel sind noch nicht alle Wege wieder befahrbar, noch nicht alle Leitungen repariert, nicht alle Gebäude vollständig vom Schnee befreit. Dennoch herrscht großteils gute Laune in der Stadt: Wer in der „Welthauptstadt der Eisbären“ leben kann, für den/die ist auch ein Jahrhundert-Blizzard kein Problem.

Mrz 12
Themen
Natur

Es gibt sie noch, die Bisons… Tobi’s Roadtrip Teil 2 0

9 Uhr, Fort Nelson, bewölkter Himmel – Teil 2 des Roadtrips beginnt. Ziel unbekannt.
Schon kurz nach Fort Nelson die erste Werbeanzeige für Bisons auf dem Highway… da sind wir aber mal gespannt.
Bei meiner letzten Fahrt auf dem Alaska Highway hatte ich tatsächlich welche gesehen. Ob dies heute auch der Fall sein wird?

Lange Strecken auf dem Alaska Highway

Lange Strecken auf dem Alaska Highway

Vorsicht Bison - Hinweisschild auf dem Alaska Highway

Vorsicht Bison – Hinweisschild auf dem Alaska Highway

Der Highway ist frei. Anfangs noch etwas mit Schnee und Eis bedeckt, aber dies wurde nach und nach besser. Wie immer zu dieser Jahreszeit sind nicht sonderlich viele Autos unterwegs. Jedoch einige sehr schnell fahrende LKWs. Klar, wir in Whitehorse brauchen ja schließlich was zu essen :-).

Den ersten Pass (Passhoehe 1070 Meter) erreiche ich nach knapp einer Stunde. Die Sonne kämpft sich nach und nach durch die Wolken und sorgt dafür, dass dieser Tag ein ganz besonderer wird. Von hier oben hat man einen wunderbaren Ausblick auf die nordlichen Rocky Mountains.

Die nördlichen Rocky Mountains

Die nördlichen Rocky Mountains

Nach über zwei Stunden noch keine Bisons in Sicht, jedoch bin ich an Pferden auf der Koppel und an Wildpferden vorbeigefahren. Aber das war es dann auch schon. Zwischendurch macht sich eine Raben-Gang auf dem Highway breit, jedoch verschwinden die aus Sicherheitsgründen wenige Bruchteile von Sekunden, ehe ich diese passiere. Die Landschaften sind gigantisch. Der Teil des Alaska Highways, genau der von Fort Nelson nach Muncho Lake Provincial Park und noch weiter, ist einer der schönsten Abschnitte der 1942 erbauten Verbindung zwischen Dawson Creek (BC) und Delta Junction (AK).

Wundervolle Landschaften entlang des Alaska Highways

Wundervolle Landschaften entlang des Alaska Highways

Muncho Lake

Muncho Lake

Wundervolle Landschaften entlang des Alaska Highways

Wundervolle Landschaften entlang des Alaska Highways

Nach über 3,5 Stunden und zahlreichen Stopps, haben sich die in großer Anzahl existierenden Bisons immer noch nicht gezeigt. Überall große Hinweisschilder, riesen große Werbebanner für diese wunderbaren Tiere. Jedoch scheinen diese mit anderen Dingen beschäftigt zu sein, als sich am Straßenrand den noch nicht auf der Straße fahrenden Touristen zu zeigen.

Die Werbetrommel für die Bisons wird fleissig gerührt...

Die Werbetrommel für die Bisons wird fleissig gerührt…

Hinweisschild auf Bisons auf dem Alaska Highway

Hinweisschild auf Bisons auf dem Alaska Highway

Doch dann ist es soweit. Wenige Kilometer vor den Liard Hot Springs liegen einige der Tiere im Schnee und graben darunter nach etwas Gras. Sieht in der Sonne und der Liegeposition sehr gechillt aus. Ein Bus mit einer Gruppe junger Menschen aus Singapur , wie sich später herausstellt, hält nur wenige Minuten nach mir an der selben Stelle an. Endlich! Die Freude ist groß, da die Bisons zu den Tieren gehören, die ich sehr gerne beobachte.

Bisons beim chillen

Bisons beim chillen

Was für ein tolles Tier - Das Bison

Was für ein tolles Tier – Das Bison

Nach einigen Minuten ist der Bison-Hype dann vorbei und es geht weiter in Richtung Liard Hot Springs. Diese heissen Quellen sind aus meiner Sicht eine der absolut schönsten Hot Springs in Kanada. Ein 700 Meter langer Holzsteeg führt über ein Moor hinweg zu diesen naturbelassenen Quellen. Dort angekommen stellt sich mir schnell die Frage, wie ich bei – 20°C mich von meinen warmen Klamotten trennen, in die Badehose schlüpfen und dann ins Wasser gehen kann… Ist das kalt! So schnell war selten so viel ausgezogen und ich im warmen Wasser. Die Liard Hot Springs haben an der Quelle ca. 65°C. Bei einem Besuch im Sommer vor einigen Jahren konnte man nicht näher als 5-7 Meter an diese Quelle heran, da es einfach zu heiss war. Heute befinden sich einige Menschen inklusive mir keine 2 Meter davon weg. Es ist warm, sagen wir heiss, aber bei der Lufttemperatur ist das auch das Beste, was einem passieren kann. Ich unterhalte mich mit einigen der Badegäste, praktisch allen. Unter anderem kommt auch die Singapur-Gruppe, die eine solche heisse Quelle noch niemals gesehen haben, weder im Winter noch im Sommer. Zumindest muss man bei dem Geräuschpegel davon ausgehen.

Liard Hot Springs - die schönsten heissen Quellen in Kanada

Liard Hot Springs – die schönsten heissen Quellen in Kanada

Liard Hot Springs

Liard Hot Springs

Nach knapp 2 Stunden mache ich mich völlig aufgeweicht auf den Weg aus dem Wasser. Stopp! Was jetzt? Nass aus dem Wasser? Die Haare sind aufgrund der Kälte bereits weiss wie Schnee, was erwartet mich jetzt da draussen? So schnell wie ich ausgezogen war, bin ich abgetrocknet und angezogen. Den schwefeligen Geruch an meinem Körper nehme ich in Kauf, der darf bis zur nächsten Dusche bei mir bleiben.

Der Weg zu den Liard Hot Springs

Der Weg zu den Liard Hot Springs

Die Fahrt geht weiter Richtung Watson Lake. Nochmals ca 2,5 Stunden und 220 Kilometer bis zu einer möglichen Übernachtungs-Location. Noch immer sind wir im Bison-Gebiet. Sehe ich etwa noch mehr? Tatsächlich. Mehrmals halte ich an, bestaune und fotografiere die Tiere.

Kleine Herde Bisons am Straßenrand

Kleine Herde Bisons am Straßenrand

Wood Bison

Wood Bison

Dann kommt etwas, wovon jeder Tierfreund träumt. Eine Herde Bisons, ca. 120 Tiere nach meiner Zählung, sucht sich etwas zu essen am Straßenrand. Ich bin mitten drin (statt nur dabei). Wie bereits vor einigen Jahren stehen die Tiere keine zwei Meter von mir weg. Gemütlich schauen diese zu mir auf, lassen sich jedoch nicht beirren auf ihrer Suche nach etwas essbarem. Einige der großen Bisons kreuzen die Straße; ist das Gras auf der anderern Seite vielleicht grüner und schmackhafter?

Bisons am Alaska Highway

Bisons am Alaska Highway

Beeindruckendes Tier - Ein Bison am Straßenrand

Beeindruckendes Tier – Ein Bison am Straßenrand

Auf der weiteren Fahrt Richtung Watson Lake sehe ich immer wieder einzelne und kleinere Gruppen von Bisons. Unglaublich, wie viele Tiere es hier hat.
Um 6 Uhr am Abend erreiche ich Watson Lake. Was war da gleich nochmals? Richtig! Der berühmte Schilderwald, der Sign Post Forest. 1942 wurde dieser Schilderwald mehr oder weniger von einem GI der Amerikanischen Streitkräfte während des Baus des Alaska Highways. Er hatte die Aufgabe, einen bestehenden Wegweiser zu reparieren. Stattdessen bzw zusätzlich befestigte er an dem Wegweiser ein Schild, welches in seine Heimatstadt, Danville (Illinois) zeigte. Viele andere Menschen taten es ihm gleich und heute sind mehr als 100.000 Schilder aus der ganzen Welt in diesem Schilderpark zu sehen.

Sign Post Forst Watson Lake - Ein Schilderpark

Sign Post Forst Watson Lake – Ein Schilderpark

Schilderpark in Watson Lake - über 100.000 Schilder sind dort zu sehen

Schilderpark in Watson Lake – über 100.000 Schilder sind dort zu sehen

In Watson Lake, bereits wieder im Yukon angekommen, gönnte ich mir ein leckeres Abendessen. Dabei fiel die Entscheidung, die überbleibenden 465 Kilometer nach Whitehorse doch noch zu fahren. Die Dämmerung in vollem Gange hielt mich davon nicht ab. Der Highway war nahezu eisfrei auf diesem Teilabschnitt, was das Fahren einfacher machte. Jedoch musste ich auf straßenkreuzende Wildtiere aufpassen, wie beispielsweise die 2 Rehe, die sich mitten auf der Straße nicht entscheiden konnten, wohin ihr weg sie führen sollte. Das Schauspiel dauerte zwei Minuten, dann ging es weiter.

Nach wiederum ca. 1000 Kilometer Fahrt am zweiten und letzten Tag des Roadtrips, war ich dann gegen 11 Uhr in der Nacht zuhause in Whitehorse. Dieser zweite Tag war um ein vielfaches spannender, schöner und erlebnisreicher als Tag 1. Ich bin so unheimlich dankbar, dass ich das alles miterleben kann und darf. Es macht einen so unheimlich glücklich, diese Landschaften, Tiere, Naturschauspiele und Menschen zu sehen und kennenzulernen.

Mrz 11
Themen
Reisen

Tobi’s Roadtrip von Edmonton nach Whitehorse – Tag 1 0

Tobi hat seinen Truck übernommen und wird ihn nun in zwei Etappen von Edmonton nach Whitehorse überführen in seine neue Heimat. Hier sein Bericht vom ersten Tag.

Gestern Morgen, Freitag ging’s los. 2000 Kilometer von Edmonton in Richtung Whitehorse, und das bei angekündigtem Sturm und Schneefall. Aber ich werde in Whitehorse erwartet. Sturm und leichter Schneefall in Edmonton, was wird noch kommen? Aber der Anfang war problemlos. Nach viereinhalb Stunden und 460 Kilometer zurückgelegter Strecke erreichte ich mit Grande Prairie eine Stadt, die es nur wegen der dort lagernden Öl- und Gasvorkommen gibt.

Tobi's Roadtrip von Edmonton nach Whitehorse - Tag 1

Der Grund meines Roadtrips von Edmonton nach Whitehorse, mein neuer Truck. Foto: Tobias Barth

Noch keine Anzeichen eines Blizzards, Gott sei Dank. Gegen 15.30 Uhr Mittagessen und ich entschied mich, weiter nach Dawson Creek zu fahren. Auf halber Strecke musste die Aufmerksamkeit wieder ein paar Stufen hochgedreht werden, der bis dahin zweigeteilte Highway wird zusammengeführt, es herrscht Gegenverkehr.

Tobi's Roadtrip von Edmonton nach Whitehorse - Tag 1

Die Meile O auf dem Alaska Highway. Foto: Tobias Barth

In Dawson Creek ließ ich mir es nicht nehmen, kurz die „Meile 0“ des Alaska Highways zu besuchen. Der Highway, der im Weltkriegsjahr 1942 in Rekordzeit von Dawson Creek (BC) bis Delta Junction (Alaska) gebaut wurde, feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Es gibt also noch viele Jubiläen neben dem 150. Geburtstag Kanadas.
Ach ja, auf dem Alaska Highway kommt man immer heim, man kann sich kaum verfahren, denn es gibt auf der ganzen Strecke nur zwei Abbiegungen. Bei 1492 Kilometern Gesamtlänge dann etwas komisch anmutend. Aber die Distanzen in Kanada können sehr lang sein.

Tobi's Roadtrip von Edmonton nach Whitehorse - Tag 1

Das nächste Mal abbiegen in 393 Kilometern :-) Foto Tobias Barth

Alleine auf dem Highway, schlechtes Wetter, nicht wirklich tolle Sicht, nicht ein Tier neben der Straße, was also tun? Ich habe mich in Dawson Creek entschieden nach Fort St. John weiterzufahren, 130 Kilometer. Dort angekommen, hatte sich die Wetter- und Sichtlage nicht geändert, also nach Fort Nelson, weitere 465 Kilometer. Um 23.10 Uhr heute Nacht bin ich dort angekommen, 1150 Kilometer sind geschafft. Leider mit nur wenigen Impressionen für euch.

Tobi's Roadtrip von Edmonton nach Whitehorse - Tag 1

Nur wenig los auf dem Highway. Foto: Tobias Barth

Jetzt gut ausschlafen, dann kommt einer der schönsten Abschnitte des Alaska Highways. Northern BC, von Fort Nelson geht’s in Richtung Muncho Lake Provincial Park. Dann Liard Hot Springs und Watson Lake, das sind für mich dann die Höhepunkte des Roadtrips. Wir hören uns.

Tobi's Roadtrip von Edmonton nach Whitehorse - Tag 1

Entfernungen in Kanada. Foto: Tobias Barth

Wer hat von Euch schon den Alaska Highway befahren? Wer war bereits in den beschrieben Städten? Wenn es Fragen gibt, lasst es mich wissen. Euer Tobi.

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