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Archiv der Blogeinträge von: Tobias Barth

Sep 23
Themen
Natur

Naturwunder Carcross desert – die kleinste Wüste der Welt 0

Ein besonderes Naturereignis im kanadischen Yukon

Sie misst gerade einmal 2,6 Quadratkilometer und ist damit vollkommen zu Recht die „kleinste Wüste der Welt“. Die Rede ist von der legendären Carcross desert im kanadischen Yukon. Zu finden ist die Attraktion mitten in der Prärie Yukons, nördlich der gleichnamigen Ortschaft Carcross, einem kleinen kanadischen Dorf mit gerade einmal 290 Einwohnern.

Naturwunder Carcross desert - die kleinste Wüste der Welt

Carcross desert, Yukon, Kanada. Wknight94/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Carcross Desert – die Wüste, die eigentlich keine Wüste ist

Als die „kleinste Wüste der Welt“ ist sie in die Geschichtsbücher eingegangen. Doch der Name ist häufig irreführend. Eine richtige Wüste wie die Sahara, die Patagonische Wüste oder die Syrische Wüste ist Carcross desert nämlich nicht. Klimatisch gesehen ist es hier für eine richtige Wüste viel zu feucht. Lediglich ihrer Optik hat sie ihren Namen zu verdanken. So findet man hier eine Ansammlung von Sanddünen vor, die im Laufe der Jahrhunderte aus den getrockneten Sedimenten eines eiszeitlichen Sees hervorgegangen sind. Die sandige und für kanadische Verhältnisse ausgesprochen trockene Umgebung macht sie einer Wüstenlandschaft  zum Verwechseln ähnlich, sodass die Bezeichnung „Carcross desert“ durchaus Sinn ergibt. Die Wüste, die eigentlich keine Wüste ist, zieht jährlich Besucher aus aller Welt an, die sich das ungewöhnliche Naturschauspiel inmitten Kanadas keinesfalls entgehen lassen wollen. Gerade für sportliche Aktivitäten wie Hiking, Snowboarden und Skifahren scheint sie wie gemacht.

Carcross Desert – ihre Entstehungsgeschichte

Entstanden ist das Naturspektakel vor rund 115.000 bis 110.000 Jahren in der letzten Eiszeit, auch Kältezeit genannt, als sich Gletscherseen gebildet und dabei große Mengen an Schwemmsand hinterlassen haben. Nach der Austrocknung der Seen blieben lediglich große Sanddünen zurück. Heute stammt der Sand hauptsächlich vom nahegelegenem Bennett Lake, der regelmäßig vom Wind in die „kleine Wüste“ geweht wird. Neben ihrem vergleichsweise milden Klima unterscheidet sich die Region auch hinsichtlich ihrer Vegetation von einer richtigen Wüstenlandschaft. So wachsen in den Dünen zahlreiche Pflanzenarten wie etwa Lupinen und Walzen-Seggen, die nicht gerade als gewöhnlich zu bezeichnen sind.
Insgesamt ist die Landschaft der Carcross desert aber wesentlich karger und trockener als die von umliegenden Gebieten. Das lässt sich auf den sogenannten „rain shadow effect“ zurückführen. Wegen der nahegelegenen Berge bekommt die „kanadische Wüste“ Yukons weitaus weniger Regen ab als benachbarte Bereiche. Mit diesem außergewöhnlichen geologischen Effekt lässt sich auch die spezielle Vegetation erklären. Insbesondere die Walzen-Segge, eine seltene eurasische Pflanzenart, die in Nordamerika in lediglich vier weiteren Regionen vorkommt, scheint von den ungewöhnlichen Klimabedingungen zu profitieren.

Naturwunder Carcross desert - die kleinste Wüste der Welt

Die Carcross Desert im Winter.

„Die kleinste Wüste der Welt“ – ein Naturschutzgebiet?

Wegen ihrer einzigartigen Konditionen würde man vermuten, die „kleinste Wüste der Welt“ wäre längst zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Doch dem ist nicht so. Im Jahre 1992 hatte die Regierung Yukons zwar versucht, sie offiziell zum Naturschutzgebiet erklären zu lassen, Sandboarder hatten das Vorhaben aber erfolgreich abgewehrt, um in den Sanddünen weiterhin ihrer sportlichen Aktivität „Sandboarding“ nachgehen zu können. Dennoch ist die Carcross desert als eine der größten Attraktionen Kanadas inzwischen ein gut geschütztes Gebiet, das sich ausgezeichnet zum Wandern, Picknicken sowie im Winter zum Skifahren und Snowboarden eignet.

Sep 21
Themen
Natur

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden 0

Ein gewaltiger Wegbegleiter vom Great Slave Lake bis zur Beaufort See

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden

Die Karte zeigt das gewaltige Einzugsgebiet des Mackenzie Rivers. Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2

Flüsse in Deutschland und auch in den meisten Gebieten Europas sind Zwerge gegen die Seen- und Flusslandschaft Kanadas. Einer der eindrucksvollsten unter ihnen ist der Mackenzie River, der längste und größte Fluss Kanadas. Überhaupt gibt es nur einen einzigen größeren Fluss in Nordamerika, den Mississippi.

Das Einzugsgebiet des 1903 Kilometer langen Stromes beträgt 1.805.200 km²

Der Mackenzie River beginnt an der westlichen Spitze des Großen Sklavensees. Er hat etliche Nebenflüsse und viele große Seen in seinem riesigen Einzugsgebiet. Sein Ende ist erst der arktische Ozean (Beaufort See) im Norden. Ortschaften am Mackenzie River sind zwar rar und eher klein, reichen aber dem Kanada-Touristen, denn in dieser rauen Gegend geht es in der Regel nicht um Städteurlaub, sondern um Erlebnisse und Begegnungen mit der weiten Natur.
Tsiigehtchic („Öffnung des Eisenflusses“) und Tulita sind die einzigen Gemeinden, die heute, durch die Anbindung von Straßen, wachsen. Andere Siedlungen wie das Fort Good Hope oder Wrigley wachsen nicht. Die Natur ist hier in all ihrer Ursprünglichkeit nahezu unberührt und gerade Good Hope erfreut sich an (verhältnismäßig) regem Tourismus. Die größte Siedlung, Fort Simpson, hat 1200 Einwohner und eignet sich gut für Übernachtungen und um Vorräte aufzufüllen.

Viele Ortschaften entlang des Mackenzie Rivers sind im Winter über die berühmten Iceroads erreichbar

Viele dieser Ortschaften sind im Winter über Eisbrücken oder sogenannte „Iceroads“ zu erreichen, über die vorher unbedingt Erkundungen eingeholt werden sollten. Leichter ist die Anreise in der Regel mit dem Flugzeug. Dies ist schneller und tendenziell bequemer, dazu kommt die Aussicht über das Land. Die Perspektive aus dem Auto ist eine ganz andere und zuweilen schönere: Die Fahrt an den Flussufern und entlang der Szenerie dieser mal weißen, oft grünen Landschaften ist ein weltweit einzigartiges Erlebnis. Er durchquert im Norden die Küstenebene und das Delta, genannt „Beaufortsee“, und schlängelt sich Richtung Süden durch einen Teil der Rocky Mountains, sowie durch die Franklin Mountains und teilt sich in den Athabasca River und den Finlay River, die, je nach Interpretation, zur Gesamtlänge des Mackenzie gezählt werden. Dann ist der Strom stolze 4241 km lang.

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden

Die gewaltigen Uferböschungen des Mackenzie Rivers beeindrucken den Besucher des Stromes. Foto: Adam Jones, Ph.D./https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Am Ufer des Stroms zieht der majestätische Weißkopf-Seeadler seine Kreise, Elche, Bärenmarder und Wölfe können  hier angetroffen und beobachtet werden. Das Gebiet um dem Mackenzie River ist daher bei Hobbyfotografen, Naturfilmern und Wandertouristen sehr beliebt. Ansonsten ist die Befahrung des Mackenzie River vor allem für geübten Kanu- und Kajaksportlern ein besonderes Abenteuer.

 

Sep 19
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Reisen

Abgelegene Wildnis – ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss 0

Cabin Abenteuer im Yukon Territory bei Timberlane Wilderness Adventures

Wer einmal ein besonderes Abenteuer erleben will, dem kann man nur eine geraume Zeit im Yukon Territory empfehlen. Der Urlauber findet eine absolut abgelegene Wildnis, die keine Kompromisse zulässt und doch eine familiäre Umgebung vor. Wo man dies alles findet? Bei Kelly und Heather Hougen und ihren Cabins der Timberlane Wilderness Adventures. Beide sind im Yukon geboren und aufgewachsen, kennen und lieben die Umgebung, in denen ein urbaner Mensch zurück zur Natur kehren kann.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Winterlicher Blick auf die Lodge von Kelly und Heather Hougen. Foto: T.Barth

Einen Tag bevor das Cabin Abenteuer begann, kamen wir in Whitehorse an. Nach einer Nacht im Hotel vor Ort holte uns Kelly persönlich ab. Auf ging’s, rund eine Stunde Fahrzeit in Richtung Haines Junction am Alaska Highway. Aber, dann waren wir immer noch nicht da. Es geht noch ungefähr 16 Kilometer weit in die Wildnis zu den Cabins. Im Winter kommt man mit dem Skidoo bei Kelly und Heather an, im Sommer mit dem Quad. Noch besser, aber kostspieliger geht’s direkt mit dem Wasserflugzeug von Whitehorse an den See. Das kostet dann 500 Can$ pro Person. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, einmal die Umgebung aus der Luft zu erkunden.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Herzlich Willkommen bei Timberlane Wilderness Adventures. Foto: T.Barth

Bei uns ist es Winter, zu 95 Prozent fuhren wir mit dem Skidoo durch traumhafte Wälder. Es ging auf und ab, alle Konzentration war auf das Fahrzeug fokusiert. Aber es war spannend und machte Spaß auf mehr. Angekommen bei den Cabins, erkundeten wir das erste Mal die Umgebung. Wir entdeckten das Private Cabin, das von Kelly und Heather und ihrer Familie bewohnt wird. Hier gab es für die Gäste Leckeres zu Essen, auf Wunsch gibt es bei den Beiden Vollverpflegung. Im Sommer kann man sich selbst verpflegen, zum Beispiel mit leckerem Fisch aus dem See. Ein Kühlschrank sowie eine kleine Küche mit Gasherd sind vorhanden.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Die Cabins sind gemütlich eingerichtet und ausgestattet. Foto: T.Barth

Auch das Cabin selbst verspricht für einen verwöhnten Menschen Abenteuer, es wird mit Holz beheizt, fließend kaltes Wasser gibt’s im Sommer, sonst holt man sich sein Wasser aus dem See. Im Winter gibt es das Naß erst, nachdem man ein Loch in’s Eis gebohrt hat. Will heißen, wir haben uns ein Loch gebohrt und
schön freigehalten.
Zwei Queensize-Betten und zwei Einzelbetten laden im Cabin bis zu sechs Personen ein. Wir waren angekommen in einer wunderschönen Umgebung, wir genossen die Stille und die Ruhe auf der Cabin-Lodge, die im Jahr 2012 gestartet ist. Kelly und Heather haben aber schon vorher über Jahre hinweg Gäste bei sich privat aufgenommen.

Bei unserem Wintertrip sind wir am zweiten Tag zu einem Skidoo-Trip aufgebrochen, der uns zu einem schönen Aussichtspunkt gebracht hat. Von hier aus konnten wir Bisons, Elche und Dallschafe beobachten und fotografieren. Mittags und Abends verbrachten wir gemeinsam am Lagerfeuer. Heather, eine First Nation kann wunderbare Geschichten aus und über den Yukon erzählen, dazu genossen wir einen kleinen Snack. Die erlebten Eindrücke gingen so tief, dass wir gerne die Ruhezeit am Mittag annahmen. Es musste erst alles verarbeitet werden, was wir fernab der Zivilisation erleben. Abends genossen wir ein leckeres Dinner, auch hier ging der Gesprächsstoff nie aus.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Abenteuer ist im Sommer und im Winter garantiert. Foto: T.Barth

Kelly und Heather freuen sich, dass immer mehr junge Menschen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren das Cabin Abenteuer erleben wollen. Sie suchen eine persönliche Herausforderung, sind aber mit einem Boot, mit Angeln und Handtüchern sowie anderen Annehmlichkeiten bestens versorgt. Aber, was wollen die Besucher den in der Wildnis erleben? „Im Winter natürlich zuerst die fasziniernden Nordlichter, dann das Abenteuer Skidoo“, erzählt Kelly, „und wer still sitzen kann, und das gegebenenfalls sehr lange, der geht auch mal zum Eisfischen auf den See.“
Im Sommmer lädt ebenfalls der herrliche See ein, zum Angeln, Boot oder Kanu fahren. Auch gilt es die umliegenden Wälder und die Umgebung zu erkunden, Pilze und Beeren zu sammeln. Es ist ein besonderes Abenteuer, dass man bei Kelly und Heather erleben kann. Und man kann deren Motto bei Timberline Wilderness Adventures Ltd. in sich aufnehmen und verinnerlichen, „comfortable wilderness living at its finest.“

Mehr Informationen gibt’s unter:

www.timberlineyukon.com

Finanzen während Reisen nach Kanada 0

Kanada – Sicher und sorglos reisen

Endlose Wälder, klare Seen, schneebedeckte Berge und authentische Metropolen – ohne Zweifel gehört Kanada zu den schönsten Reisezielen der Erde. Nicht nur Individualreisende, die mit dem Mietwagen oder Wohnmobile das riesige Land erkunden, sind auf sichere Zahlungsmittel angewiesen. Auch für die Fahrt mit der Bahn, einem Schiff, für die Unterkunft oder einfach nur zum Shopping sollte man immer über die nötigen Zahlungsmittel verfügen. Das ist nicht besonders schwierig, denn es gibt zahlreiche individuelle und flexible Möglichkeiten.

Zahlungsmittel in Kanada

Vor einer Reise nach Kanada stellt sich natürlich die Frage, welche Zahlungsmittel im Land eingesetzt werden können. Und das möglichst kostensparend und geringen Kursverlusten. Gängiges Zahlungsmittel ist, wie auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent, die Kreditkarte. Natürlich wird überall Bargeld angenommen, dennoch ist es ohne Kreditkarte so gut wie unmöglich ein Hotelzimmer zu buchen oder einen Mietwagen zu leihen. Die Landeswährung ist der kanadische Dollar (CAD).
So gut wie alle Kreditkarten werden akzeptiert. Mit der Kombination Kreditkarte plus Geheimzahl kann man an jedem kanadischen Geldautomaten kanadische Dollar abheben. Dafür berechnen die Kreditkarten-Unternehmen eine Gebühr. Für Reisende ist es empfehlenswert sich vor Reiseantritt nach der Höhe der Gebühren zu erkundigen und ggf. eine Geheimzahl zu beantragen. Problematisch kann es bei alten Kreditkarten mit einem Magnetstreifen werden. Es kann sein, dass diese Karten nicht mehr funktionieren, weil die neuen Karten mit einem Mikrochip ausgestattet sind. Wichtig ist, dass V-Plus Logo auf der Karte. Ob Ihre Karte in Kanada zu verwenden ist, erfahren Sie bei ihrer Kreditkartengesellschaft. Die entsprechenden Logos sind an den Geldautomaten angebracht.
Mit der deutschen ec-Karte kommt man in der Regel nicht weit. Nur an wenigen Automaten bekommt man mit dieser Karte an Bargeld, wenn es gelingt, ist es außerdem sehr teuer. Wenig willkommen sind auch Reiseschecks, die in Kanada kaum noch angenommen werden. Preisgünstiger ist es, vor der Abreise einige kanadische Dollar von der heimischen Bank mitzunehmen und vor Ort mit der Kreditkarte zu bezahlen oder Geld aus dem Automaten zu ziehen. Kanadische Dollar gibt es in Stückelungen von 5, 10, 20, 50 und 100er Scheinen. An Geldautomaten werden Banknoten meistens nur als 20-Dollar Noten ausgegeben. An Münzen sind im Umlauf: 1, 5 (genannt: Nickel), 10 (Dime), 25 (Quarter) und 50 Cent sowie 1 (Loonie) und 2 (Toonie) Dollar. Beim Barkauf wird auf volle fünf Cent auf- oder abgerundet so dass die 1-Cent Münze praktisch überflüssig ist.
Euro in kanadische Dollar zu wechseln ist schon am Flughafen möglich, bessere Kurse bekommt man bei Banken oder Wechselstuben in den meisten Städten.

Was tun bei Diebstahl oder Verlust?

Verglichen mit den USA gilt Kanada als recht sicheres Reiseland. Trotzdem gelten auch hier die üblichen Sicherheitsmerkmale, wie zum Beispiel die getrennte Aufbewahrung von Karte und PIN. Bargeld sollte man tagsüber an belebten Orten abheben. Wird eine Kreditkarte gestohlen oder geht verloren, haben die Kartengesellschaften spezielle Rufnummern bereitgestellt, um die Karte unverzüglich sperren zu lassen. Natürlich sollte diese Notrufnummer immer mitgeführt werden.
Um die Zeit bis zur Ausstellung einer neuen Karte und damit einen finanziellen Engpass zu überbrücken, kann man sich zum Beispiel Finanztransferdienste wie Western Union oder Azimo in Anspruch nehmen. Mit Azimo kann man Geld an private Personen, Unternehmen schicken. Das funktioniert einfach, schnell und komfortabel. Für die Bezahlung der Dienstleistung können verschiedene Bankkarten benutzt werden. Reguliert wird Azimo von der britischen Finanzaufsichtsbehörde.
Eine Anweisung kann auf verschiedenen Wegen den Empfänger erreichen und kann beispielsweise an einer der mehr als 200000 Zahlstellen in Empfang genommen werden. Sobald der Transfer in die Wege geleitet wurde, ist die Transaktion auf einem Dashboard zu verfolgen. Normalerweise dauert es nicht mehr als einen Tag, bis das Geld beim Empfänger ist. Das ist in jedem Fall besser, als tagelang auf eine neue Kreditkarte zu warten.

Mai 03
Themen
Reisen

Ein Besuch bei Yukon Brewing 0

Yukon Brewing Shop

Yukon Brewing Shop

Yukon Brewing ist eine junge Brauerei. 1997 gegründet, halten sich Gründer und Braumeister an das deutsche Reinheitsgebot. Die Biere von Yukon Brewing enthalten keine Zusatzstoffe und werden nur mit Malz, Hopfen, Hefe und Wasser gebraut. Wie bei anderen Bieren auch bestimmt die Menge des zugegebenen Hopfens immer Geschmack, Aroma und die bittere Note des gebrauten Produktes.

Interessant ist, die Brauerei arbeitet auch mit wiederverwendbaren Flaschen, es gibt eine Flaschen-Putzmaschine, mit der die Flaschen bei 85°C unter Zugabe von Chemikalien sauber gewaschen werden. Alle ankommenden braunen Flaschen werden gewaschen und verwendet, auch wenn sie nicht aus der Yukon Brewing stammen. Weiße Flaschen und solche mit einer falschen Form werden ausgesondert und dem Recycling zugeführt. So verzeichnet die Yukon Brewing mit 97 Prozent Rückgaberate die höchste in Nordamerika.

Yukon Brewing - Hier wird der Whiskey gelagert

Yukon Brewing – Hier wird der Whiskey gelagert

In der Brauerei können derzeit bis zu
10.000 Dosen pro Tag abgefüllt werden.

Aber auch bei den Dosen gehen die Brauer innovativ vor, die Sechser- oder Zwölfergebinde werden von einem Dosenhalter zusammengehalten, der zu 96 Prozent aus recyceltem Material besteht und als Müll keine Wildtiere gefährdet. Diese Technologie ist zwar teurer als die konventionelle, aber der Schutz der Ressourcen gehört zur Philosophie der Brauerei. Derzeit können 10.000 Dosen am Tag abgefüllt werden.
Dreizehn Tanks stehen der Brauerei für die Fermentation des Bieres zur Verfügung, in weiteren Tanks wird das Bier zur Reife gelagert, bevor es abgefüllt wird.
Mit 67 Prozent Marktanteil gehört das Yukon Gold zum meistverkauften Bier im Yukon.

Yukon Brewing - Innovative 6-Pack-Halterung

Yukon Brewing – Innovative 6-Pack-Halterung

Mit einem Yukon Whiskey wurde ein
weiteres Standbein aufgebaut

Seit diesem Jahr gibt es von der Yukon Brewing Tochter Yukon Spirits einen Whisky im Sortiment. Am 13. Februar wurden nach 84 Monaten Lagerung die ersten 800 Flaschen abgefüllt. Innerhalb von sechseinhalb Stunden war diese erste Charge jedoch restlos ausverkauft. Nun lagern weitere 32.000 Liter Whisky in Fässern und reifen zu einem edlen Destillat. Gebrannt wird in einer Brennblase, die aus Deutschland stammt. Das Korn kommt zumeist aus Saskatoon/Saskatchewan, aber auch aus Deutschland und Großbritannien.

Connor (Yukon Brewing) und Tobias (360° Faszination Kanada) mit einer Flasche Whiskey

Connor (Yukon Brewing) und Tobias (360° Faszination Kanada) mit einer Flasche Whiskey

Wir haben Bob Baxter, dem CEO der Yukon Brewing sechs Fragen gestellt:

360° Faszination Kanada (F): Was macht das Brauen von Bier im Yukon so besonders?

Bob Baxter (A): Eindeutig das Wasser aus dem Yukon. Das macht unsere Biere so einzigartig. (Schmunzelt) ‚Wer weiss, wie das Bier mit anderen Wasser schmecken würde. Ich sage immer:’complex but trinkable‘ Wir machen nur das, was uns schmeckt. Teilweise verkosten wir auch Produkte anderer Brauereien und versuchen dann, unsere besser zu machen.“

F.: Welches eurer Biere ist dein persönlicher Favorit?

A.: Begonnen haben wir mit dem Yukon Gold, ein English Pale Ale und dem Yukon Red, einem Amber Ale, unsere Pioniere, die ich sehr gerne mag. Aber als Chef der Brauerei mag ich alle unsere Biere, es kommt aber auf meine Stimmung an, wann ich welche Sorte trinke. Ich liebe auf jeden Fall die Abwechslung.

F.: Wie viel Know how aus Deutschland steckt in Yukon Brewing?

A.: Ich denke, es ist das deutsche Reinheitsgebot, das wir in unseren Bieren umsetzen und das die Qualität der Biere stärkt. Unser Bier wird übrigens in der Yukon Bay des Zoos in Hannover verkauft.

F.: Was macht die Yukon Brewing so besonders?

A.: Wir haben zu Hause angefangen, unsere ersten Biere zu brauen. Wir sind von Haus aus Ingenieure, wir mussten uns alles beibringen, auch das Marketing. Aber aus der Privatbrauerei wurde eine Geschäftsidee, da es im Yukon keine Brauerei mehr gab. Die letzte Brauerei existierte zur Goldrausch-Zeit.

F.: Werden wir in Deutschland bald das Bier aus dem Yukon sehen?

A.: Wir leben hier im Yukon, am A… der Welt. Je länger das Bier in der Welt herumjettet, desto länger ist es in der Flasche und nicht mehr frisch. So lange die Transportwege so lang und teuer sind, sehen wir keine Möglichkeiten für den Export des Bieres zum Beispiel nach Deutschland. Unser Anspruch ist es, immer ein frisches Produkt anzubieten. Wir laden alle deutschen Kanada-Freunde ein, uns zu besuchen und das leckere Yukon Bier bei uns vor Ort zu genießen. Und vielleicht schaffen wir es ja bald, das Yukon Bier im Mein Kanada-Shop anzubieten.

F.: Wie kam’s zu der Idee mit dem Whiskey?

A.: Verschiedene Gedanken haben uns zum Thema Whisky und Spirituosen geführt. Es ist vorerst ein Hobby, denn der Whisky braucht eine lange Zeit zur Reife. Wir lagern unsere Whiskys in verschiedenen Fässern, probieren aus. Ein Whisky aus dem Yukon muss etwas besonderes sein. Unsere Philosophie lautet: „we tried to make a flavour statement with the whiskey“
Wir haben auch einen Gin probiert. Wir denken, es wird einen Yukon-Gin mit Kräutern aus der Natur unserer Heimat geben. Lasst euch überraschen.

Informationen über Yukon Brewing und deren Produkte gibt es hier: http://yukonbeer.com/

Yukon Brewing - Die Standard-Biere

Yukon Brewing – Die Standard-Biere

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