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Archiv der Blogeinträge von: Tobias Barth

Mai 09
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Reisen

Tag 7 – Die Rückreise und mein Fazit vom Iceroad-Abenteuer 0

Iceroad Tuktoyaktuk

Iceroad Tuktoyaktuk

Am nächsten Morgen brechen wir wiederum gegen 10 Uhr auf. Einige werfen noch Postkarten ein, um den begehrten Poststempel von Tuktoyaktuk zu bekommen. Dann geht es zurück Richtung Inuvik. Natürlich auf der Iceroad, die auch heute wieder tief blau erstrahlt. Das Wetter zeigt sich dabei auch wieder von seiner besten Seite.

Die Rückfahrt, die ebenso spektakulär wie die Hinfahrt ist, bringt uns die kargen, verschneiten Landschaften im Delta näher. Die Hoffnung, einige der vor einigen Tagen über die Iceroad gewanderten Cariboos zu sehen, stirbt leider und somit müssen wir uns mit einem Red Fox begnügen, der sich am Rande der Straße aufhält.

In Inuvik angekommen geht es zur letzten Attraktion der Tour – Dog Sledding oder Snowmobiling. Die Mitreisenden entscheiden sich alle für die Hunde, ich versuche mich mit dem Ski-doo. Die Begeisterung aller ist riesig. Beim abschließenden Abendessen im Hotel wird viel geschwärmt und es werden Bilder ausgetauscht.

In der Nacht gehe ich nochmals auf Spaziergang. Es ist bewölkt, das helle Licht des Mondes trotzdem zu erkennen. Ich laufe ca. 1,5 Kilometer in Richtung Tuk. Auf der Eisstraße ist es ruhig und dunkel. Die Faszination ist geblieben. Mit einem guten Gefühl und großer Zufriedenheit gehe ich ins Bett.

Die Rückreise am achten Tag geht mittels Flugzeug von Inuvik nach Whitehorse. Von dort weiter nach Vancouver, von wo weitere Abenteuer auf mich warten.

Fazit meiner Reise

Mein langer Traum von der Icestraße und dem Community Deep Freezer in Tuktoyaktuk ist in Erfüllung gegangen. Alle Erwartungen wurden erfüllt, sogar stark übertroffen. Den Yukon erleben viele nur im Sommer. Im Winter aber ist dieses Erlebnis ein anderes. Die verschneiten Landschaften, die Kälte – die Atmosphäre ist Wahnsinn. Vor fünf Jahren bin ich den Dempster Highway nach Inuvik gefahren. Bis zu dieser Reise jetzt war das mein absolutes Highlight. Nun gibt es eine neue Nummer 1. Von Whitehorse bis nach Tuk gab es so viele Wow-Effekte wie niemals zuvor. Ich kann meine Gefühle und die Faszination darüber nicht in Worte fassen. Man muss es erleben. Es lohnt sich absolut!

Hinweis in eigener Sache

Derzeit wird an einer geschotterten Straße von Inuvik nach Tuktoyaktuk gearbeitet. Diese wird voraussichtlich 2017/2018 fertiggestellt. Dies bedeutet gleichzeitig das Aus für einen Teil der Iceroad.

Mai 08
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Reisen

Tag 6 – Die Eisstraße nach Tuktoyaktuk 0

Auf der Iceroad nach Tuktoyatuk

Auf der Iceroad nach Tuktoyatuk

Nun war es so weit. Der eigentliche Grund unserer Reise war erreicht. Die Iceroad von Inuvik nach Tuktoyaktuk. Die Eisstraße, die meist auf dem Eis des Mackenzie-Deltas verläuft, hat eine Länge von 180 Kilometern und ist zwischen 25 bis 40 Meter breit. Also genug Platz für Trucks und Autos, die tagtäglich diese Straße passieren.

Meist gefriert bereits im Oktober der Mackenzie-River zu, ebenso der Teil im arktischen Ozean, unmittelbar vor Tuktoyaktuk. Die Arbeiten an der Straße beginnen dann im November, ehe die Straße dann ab Anfang Dezember befahren werden kann. Täglich fahren mehrere Snowblower und Wartungsmaschinen die Straße ab, um mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen. Ebenso werden in die Straße teilweise Rillen geschnitten, um nicht auf blankem Eis fahren zu müssen, was das Fahren auf dieser Straße zu einer gefährlichen Sache machen würde.
Die Straße hat je nach Frühlingsanfang bis Mitte April / Anfang Mai geöffnet. Eine Maximalbelastung von ca. 64 Tonnen ist zu den besten Zeiten möglich, dann wenn das Eis ca. 1,5 Meter dick ist.

Wir beginnen den Tag mit einem ausgiebigen kanadischen Frühstück und starten dann bei herrlichem Sonnenschein gegen 10 Uhr auf die Eisstraße nach Tuktoyaktuk. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir den gefrorenen Mackenzie-River und den Beginn der Iceroad.

Start der Iceroad in Inuvik nach Tuk

Start der Iceroad in Inuvik nach Tuk

Eisstraße zwischen Inuvik und Tuktoyaktuk

Eisstraße zwischen Inuvik und Tuktoyaktuk

Der Fluss ist hier bereits sehr breit, was sofort ein besonderes Gefühl aufkommen lässt. Das meist blau glitzernde Eis, das teilweise von Schnee bedeckt ist, fasziniert alle Mitfahrer. Nach ca. 30 Kilometer erreichen wir die einzige „Kreuzung“ auf der Straße. Die Abzweigung führt nach Aklavik. Dieses kleine Dorf ist ebenso auf einer Eisstraße erreichbar.
Wir machen auf der ca. 3,5 stündigen Fahrt nach Tuk einige Pausen, um die Weite des Deltas, die Kälte und das Eis zu genießen. Zahlreiche Fotos werden geschossen und die Faszination Eisstraße hat alle ergriffen.
Es begegnen uns auf der Fahrt nur zwei Trucks und vier Autos. Wir alle hatten einen „dichteren“ Verkehr erwartet. Auf der Iceroad nach Tuktoyaktuk wird / wurde auch die Dokuserie „Iceroad Truckers“ gedreht.

Iceroad

Iceroad

Bis zu 2 Meter dick ist das Eis der Iceroad

Bis zu 2 Meter dick ist das Eis der Iceroad

Angekommen in Tuk erwartet uns der „Bürgermeister“ des kleines Dorfes und führt uns mit einem Schulbus in zwei Stunden durch das Dorf. Es ist sehr interessant zu erfahren, wie man bei acht Monaten „Eiszeit“ und Temperaturen von bis zu -50°C im Jahr, dort überleben und leben kann. Unsere Tour führt uns auch in den zehn Meter tief im Permafrost liegenden „Community Deep Freezer“, den ehemaligen Gefrierschrank der First Nations. Heute wird dieser kaum noch benutzt, da die meisten Haushalte inzwischen elektrische Tiefkühlschränke besitzen. Es ist eigentlich schade, da dieser Kühlschrank doch eine ganz besondere Sache ist. Insgesamt 19 Räume a 2,5×4 Metern sind in drei Tunnels zu finden Die Raumhöhe beträgt zwischen 1,5 – 2 Meter. Überall an den Wänden hängen große Eiskristalle. Die Temperatur beträgt ca. -20°C.

Welcome to Tuktoyaktuk, NWT

Welcome to Tuktoyaktuk, NWT

10 Meter in der Tiefe - Die Tiefkühltruhe der Einheimischen

10 Meter in der Tiefe – Die Tiefkühltruhe der Einheimischen – Community Deep Freezer

Nach Ende der Tour checken wir in unsere privaten Unterkünfte ein und treffen uns kurz darauf zum gemeinsamen Kochen. In der ruhigen Nacht gehen einige unserer Iceroad-Freunde wieder raus. Bei -30°C muss man die Aurora beobachten, die sich natürlich auch zeigt. Noch ein so besonderes Erlebnis, das einen bis auf die Knochen frieren lässt.

Mai 07
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Reisen

Tag 5 – Eagle Plains – Inuvik – Dempster Highway Teil 2 0

Arctic Circle - Polarkreis

Arctic Circle – Polarkreis

Gestern Abend waren wir mit dem Wissen ins Bett gegangen, dass unsere Reise vorerst nicht weitergehen würde, da der Highway aufgrund Schneeverwehungen und starkem Wind gesperrt war. Dies war auch am Vormittag noch so.

Gegen 11 Uhr entschieden wir dann, noch eine weitere Nacht zu bleiben, da auch die Fahrtzeit von Eagle Plains nach Inuvik rund sechs Stunden beträgt.

Also mussten wir versuchen, mit dem angebrochenen Tag etwas anzufangen. Da es in und um Eagle Plains nichts gibt, was man hätte tun können, versuchten sich einige an einem Puzzle, manche lasen ein Buch und andere wiederum diskutierten über dies und das. Es kann ganz schnell langweilig werden, wenn man in Kanadas Norden nichts zu tun hat.

Gegen 15 Uhr wird es dann plötzlich hektisch. Einige Trucker springen auf, bezahlen ihren Kaffee und rennen zu ihrem Truck. Was war passiert? Wenige Sekunden zuvor wurde der Dempster Highway kurzfristig geöffnet, um all die Wartenden die Weiterfahrt nach Inuvik zu ermöglichen. Also packten wir schnell unsere Sachen, checkten aus und fuhren los. Nur wenige Minuten später war der Highway wieder geschlossen.

Das war auch nicht weiter verwunderlich, da es unterwegs zum Teil heftig windete und die freigeräumten Verwehungen schon wieder beachtliche Ausmaße erreicht hatten.
Der Schnee fegte über die Straße, die Trucks kämpften gegen den starken Seitenwind.

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Wir machten Halt am Arctic Circle, am Polarkreis, der mit einem Hinweisschild und einigen Informationen dazu, angezeigt wurde. Aufgrund der Kälte und des Windes verbrachten wir dort aber nur wenige Minuten, ehe wir dann wieder auf der Highway waren. Kurz danach erreichten wir auch die Grenze vom Yukon und den Northwest Territories. Auch dort konnten wir nur wenige Augenblicke nutzen, um einige Bilder zu schießen.

Wir machten Halt in Fort McPherson, einem kleinen Dorf mitten im Nichts, überquerten den Peel und Mackenzie River über die jeweiligen Eisbrücken und erfreuten uns einer „Nebensonne“, einem vertikalen Regenbogen.

Fort McPherson

Fort McPherson

Icebridge mit Truck

Icebridge mit Truck

Die Fahrt war nach dem windigen Gebiet sehr angenehm und gegen 22 Uhr erreichten wir Inuvik. Zum Abendessen gab es für einige noch einen Moschusochsen-Burger, dann legten wir uns schlafen.

Welcome to Inuvik, NWT

Welcome to Inuvik, NWT

Mai 06
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Reisen

Tag 4 – Dawson City – Eagle Plains – Dempster Highway Teil 1 0

Dempster Highway Hinweisschild

Dempster Highway Hinweisschild

Um 7 Uhr klingelt der Wecker. Eine kurze Nacht für die erschöpften Aurora-Jäger .

Wieder beginnen wir mit einem wunderbaren Frühstück, ehe wir gegen halb neun Dawson City in Richtung Süden verlassen. Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Abzweigung Richtung Inuvik. Hier beginnt der Dempster-Highway. Vom gut geteerten Klondike Highway geht es auf eine Schotterpiste, die in großen Teilen von Schnee bedeckt ist.

Die nächsten 370 Kilometer bis Eagle Plains, der einzigen Tankstelle auf dem Weg nach Invuik (insgesamt 770km), haben es in sich. Wir durchqueren den Tombstone Territorial Park, der mit seinen schneebedeckten Bergen und der Weitläufigkeit alles bisher Gesehene in den Schatten stellt. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie schön diese Fahrt ist. Es sind Eindrücke der Superlative. Nach jeder Kurve, nach jeder Kuppe wartet eine neue Überraschung. Wenn man denkt, es geht nicht mehr schöner, setzt dieser Highway mit seinen verschiedenen Landschaften und Aussichten noch einen drauf. Selbst die Aurora-Verrückten spüren aufgrund der grenzenlosen Faszination über das Gesehene die Müdigkeit nicht mehr.

Tombstone Territorial Park

Tombstone Territorial Park

Tombstone Mountains

Tombstone Mountains

Die Schönheit des Yukons

Die Schönheit des Yukons

Auf der Piste begegnen wir nur wenigen Autos und Trucks, weil die Straße hinter Eagle Plains aufgrund starker Schneeverwehungen gesperrt ist. Der Schotterweg wird von den „wilden“ Ptarmigans, den Schneehühnern ebenfalls benutzt. An diesem Tag sollten diese sich perfekt im Schnee tarnenden Tiere die einzigen in der weiten Natur des Yukons bleiben.

Schneehühner auf dem Dempster Highway

Schneehühner auf dem Dempster Highway

Nach sieben Stunden Fahrt erreichen wir Eagle Plains. Viele Trucks stehen bereits in Wartestellung, um bei Öffnung des Highways durchzustarten. Wir beziehen unser Zimmer im Motel und genießen das Abendessen mit einem Bierchen.

Road Closed - Sperrung des Dempster Highways bei Eagle Plains

Road Closed – Sperrung des Dempster Highways bei Eagle Plains

Die Nordlichter spielen bei den Tischgesprächen wieder eine große Rolle. Vorhersage für diese ist wieder vielversprechend, das Wetter muss sich noch etwas bessern, da es zu diesem Zeitpunkt noch bewölkt ist.
Ob der Highway am Morgen öffnet, weiß keiner. Es bleibt zu hoffen, dass wir in Eagle Plains nicht allzulange „festhängen“ und unsere Fahrt wie geplant in Richtung Inuvik und Tuktoyaktuk fortsetzen können.

Mai 05
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Reisen

Ice Road nach Tuktoyaktuk – Tag 1-3 – Whitehorse nach Dawson City 1

zugefrorener See auf dem Weg nach Dawson City

5555 zugefrorener See auf dem Weg nach Dawson City

Freitag Abend, 17 Uhr. Wir treffen uns mit unserem Tourguide Reinhard, der uns in die anstehende Tour und deren Verlauf einführt und auf Besonderheiten hinweist. Unsere Gruppe, bestehend aus fünf Kanadiern (3x Calgary, 2x Ottawa), einer Neuseeländerin, einer Südtirolerin und drei Deutschen, lernt sich kennen und kommt von Anfang an bestens miteinander aus. Großartige Voraussetzung für eine 7-tägige Reise in einem kleinen Van.

Die Einführung geht schnell, die Vorfreude bei allen ist groß. Ein paar Mitreisende waren schon im Yukon, teilweise sogar in Inuvik und Tuk. Am Abend gehen einige der Gruppe zum gemeinsamen Abendessen, bevor dann gegen 22.30 Uhr das erste Highlight ansteht: Die Nordlichter, ein unglaublich schönes Naturphänomen. Sie sind vor allem in den nördlichen Provinzen Kanadas eine große Attraktion und in den Wintermonaten sehr gut zu sehen. Wir fahren mit einem Kleinbus 30 Kilometer Richtung Süden. Dort befindet sich ein großartiger Aussichtspunkt für die Aurora Borealis. Neben zwei Yurten, in denen man sich wärmen kann und Snacks bekommt, gibt es noch ein Tipi, in dem ein Lagerfeuer brennt. Die Atmosphäre ist großartig. Kein künstliches Licht weit und breit, nur die Sterne, der Mond und die wundervollen Nordlichter. Wir haben Glück und sehen dieses Naturschauspiel am Himmel tanzen. Gegen 2 Uhr in der Nacht endet der Ausflug und wir werden zurück ins Hotel gebracht.

 

Aurora Borealis bei Whitehorse

Aurora Borealis bei Whitehorse, © Mirko Thiele, 2015

Aurora Borealis bei Whitehorse

Aurora Borealis bei Whitehorse, © Mirko Thiele, 2015

Die Tour nach Tuktoyaktuk startet am Samstag morgen um 9 Uhr. Nach einer kurzen Fahrt durch Whitehorse geht es sofort auf den Alaska Highway, nach wenigen Kilometern biegen wir auf den Klondike Highway ab, der uns direkt nach Dawson City bringen wird. Unterwegs sehen wir beeindruckende, in Schnee gehüllte Landschaften. Wir machen Stopp in Braeburn, um uns das „famous cinnamon bun“ zu kaufen. Immer wieder stoppen wir für Fotos und genießen die weitläufigen Landschaften.

Wunderschöne Schneelandschaften im Yukon Territory

Wunderschöne Schneelandschaften im Yukon Territory

Five Finger Rapids - Stromschnellen des Yukon Rivers

Five Finger Rapids – Stromschnellen des Yukon Rivers

Nach 550 Kilometer und sechs Stunden Fahrtzeit erreichen wir die Goldgräberstadt Dawson City, die nicht nur im Sommer ein beliebtes Touristenziel ist. Nachdem wir im Hotel eingecheckt sind, geht es direkt auf Erkundungstour. Die Fassaden gleichen größtenteils denen um 1900, als Dawson City mit über 60.000 Einwohnern die größte Stadt nördlich von San Fransisco und westlich von Winnipeg war. Zahlreiche Goldgräber versuchten sich beim Gold schürfen. Nur wenige waren erfolgreich. Heute ist die Stadt wie ausgestorben. Im Winter leben dort ca. 800 Menschen.
Der Yukon River, der vor den Toren der Stadt fließt, diente zu den Goldrauschzeiten als Transportweg vom südlichen Yukon nach Dawson City. Erst nach dem Bau einer Brücke bei Carmacks verlor dieser Transportweg seine Bedeutung. Heute kann man den zugefrorenen Yukon River per Eisbrücke überqueren. Zahlreiche Hundeschlittenrennen, unter anderem auch der berühmte Yukon-Quest, machen Halt in Dawson.

Unser Abendessen genießen wir im „drunken goat“, einem griechischen Restaurant. Es ist eines von drei Restaurants, die im Winter teilweise geöffnet haben. Danach besuchen wir das Downtown Hotel, das für seinen „Sourtoe Cocktail“ bekannt ist. In einem Glas mit Alkohol liegt ein echter großer Zeh, der beim Trinken die Lippen berühren muss. Dann wird man in den „Sourtoe Cocktail Club“ aufgenommen. Einige unserer Mitreisenden lassen sich diese Chance nicht entgehen.

Dawson City im Winter

Dawson City im Winter

Im Anschluss an die Zeremonie geht es weiter zu „Diamond Tooth Gerties“. Das Casino, das unter anderem auch ein Varieté ist, bietet neben zahlreichen Spieltischen (Poker, Blackjack und Roulette) auch Tanzshows auf einer Bühne. Zig-tausende Touristen lassen sich jährlich davon begeistern. Wir haben Glück, dass es geöffnet ist und genießen einige Biere, spielen ein bisschen an den Tischen und beobachten einige Einheimische an den Spielautomaten.

Der Abschluss unserer kleinen Kneipentour findet in „the pit“ statt, einer kleinen Bar, die hauptsächlich von den Einwohnern Dawson Citys besucht wird.

Inzwischen ist es nach Mitternacht und, wie könnte es anders sein, die nächsten Nordlichter kündigen sich an. Wir gehen mit unseren Kameras auf den zugefrorenen Yukon River, etwas abseits der hellen Lichter der Stadt. Von dort haben wir wieder beste Sicht auf das tanzende Spektakel am Himmel.

In unserem Hotel, dem Aurora Inn, genießen wir am nächsten Morgen ein vorzügliches Frühstück und einen starken Kaffee. Es schneit in Dawson City und wir beginnen unseren Tag mit der Icebridge-Passage über den Yukon River. Dort schauen wir uns den Camping Platz an, parken und genießen bei leichtem Schneefall einen langen Spaziergang auf dem Fluss.

Hinweis auf die max. Gesamtlast der Icebridge in Dawson City

Hinweis auf die max. Gesamtlast der Icebridge in Dawson City

Unser Van auf der Eisbrücke in Dawson City (über den Yukon River)

Unser Van auf der Eisbrücke in Dawson City (über den Yukon River)

Am Nachmittag fahren wir die schneebedeckte Straße hinauf zum „Midnight Dome“, dem Hausberg von Dawson. Leider bleibt uns ein wundervoller Blick auf die Stadt und ihre Goldfelder verwehrt, weil es inzwischen ziemlich stark schneit.

Danach wird für die Weiterfahrt nach Eagle Plains eingekauft, da es ab Dawson City bis zu dieser kleinen Tankstelle mit Motel keine weitere Einkaufsmöglichkeit gibt.

In der Nacht gehen einige von uns wieder raus. Der Himmel ist klar, die Vorhersage für Nordlichter treibt uns an.
Es ist 1 Uhr in Dawson City, ca. -6°C, windstill. Leichter Nebel liegt über dem Yukon River. Wir warten auf die Aurora, die uns ab 2 Uhr erfreut. Zuerst mit Zurückhaltung, dann ab 3 Uhr in ihrem vollen Glanz. Es ist wieder ein riesen Erlebnis. Um 4 Uhr erreichen wir durchgefroren aber glücklich das Hotel.

 

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