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Jun 12

Welcome to Canada“: Das kanadische Museum of Immigration am Pier 21

Das Kanadische Museum of Immigration am Pier 21 in Halifax (c) Wolfgang Opel

Das Kana­di­sche Museum of Immi­gra­tion am Pier 21 in Hali­fax © Wolf­gang Opel

von Mech­tild Opel

Die Water­front fas­zi­niert wohl jeden Besu­cher von Hali­fax, der Haupt­stadt der Pro­vinz Nova Sco­tia am kana­di­schen Atlan­tik. Hier kann man die mari­time Atmo­sphäre der Hafen­stadt auf sich wir­ken las­sen: den gro­ßen Natur­ha­fen, in des­sen Mitte, wie aus einem Bil­der­buch, eine Insel mit Leucht­turm auf­ragt; an den Piers die Aus­flugs­boote, ob mit oder ohne Segel; das Ter­mi­nal für die Fäh­ren, die regel­mä­ßig das Hafen­be­cken über­que­ren, um die gegen­über­lie­gende Schwes­ter­stadt Dart­mouth zu errei­chen; und nicht sel­ten auch grö­ßere Schiffe – Frach­ter, viel­leicht auch mal ein Kriegs­schiff oder eines der luxu­riö­sen Kreuz­fahrt­schiffe – im letz­ten Jahr waren es 122, die am Ter­mi­nal anlegten.

Auf dem Har­bour­walk, einer über drei Kilo­me­ter lan­gen Pro­me­nade ent­lang der Kai­mauer, die am Casino beginnt und sich in Rich­tung Süden zieht – vor­bei an den Piers, an Restau­rants, Ticket­ver­kaufs­stel­len, Sou­ve­nir­lä­den, klei­nen Plät­zen und Park­an­la­gen, bis fast zum Bahn­hof – begeg­net man fla­nie­ren­den Tou­ris­ten wie auch geschäf­ti­gen Einheimischen.

Viele der Gebäude am Har­bour­walk ver­kör­pern Geschichte – seien es die Gemäuer der His­to­ric Pro­per­ties, alte Spei­cher oder Lager­hal­len, heute restau­riert und umfunk­tio­niert; sei es das berühmte Mari­time Museum of the Atlan­tic mit sei­nen viel­fäl­ti­gen Aus­stel­lun­gen und Samm­lun­gen – oder eben Kana­das Ein­wan­de­rungs­mu­seum am Pier 21.

In Deutsch­land erin­nern zwei Museen an Aus­wan­de­rer – eins befin­det sich im Ham­bur­ger Hafen­vier­tel, das grö­ßere und berühm­tere aber ist das Deut­sche Aus­wan­der­er­haus in Bre­mer­ha­ven. Über ein Museum der Ein­wan­de­rung nach Deutsch­land wird zwar seit Jah­ren dis­ku­tiert, aber dabei blieb es bis­her auch – anders als etwa in Aus­tra­lien (Mel­bourne), den USA (New York – Ellis Island), in Argen­ti­nien (Bue­nos Aires), in Frank­reich (Paris) und auch in Kanada.

Das kana­di­sche Natio­nal Museum Pier 21 ist vor­nehm­lich der Ein­wan­de­rung gewidmet

Anders als das ein­drucks­volle Gebäude in Bre­mer­ha­ven, ein Glanz­stück moder­ner Archi­tek­tur aus Sicht­be­ton und Holz, wirkt das das ehe­ma­lige Schiffs­ter­mi­nal am Sou­thend in Hali­fax unauf­fäl­lig und schlicht. Neu ist nur ein moder­nes Por­tal aus Edel­me­tall, das heute den Mit­tel­teil der gro­ßen Halle am Pier 21, einen roten Back­stein­bau aus den 1920er-Jahren, ziert. Es han­delt sich hier um den authen­ti­schen Ort, an dem bis circa 1970 – bevor das Flug­zeug zum haupt­säch­li­chen Ver­kehrs­mit­tel wurde – die Mehr­heit der aus Europa ankom­men­den Rei­sen­den erst­mals das Land jen­seits des Oze­ans betrat.

Im Inne­ren aber fin­den sich dann doch vie­ler­lei Par­al­le­len zum Bre­mer­ha­ve­ner Museum: näm­lich in dem Bemü­hen, die cha­rak­te­ris­ti­sche Atmo­sphäre wie­der ent­ste­hen zu las­sen, in der die Rei­sen­den in der Ver­gan­gen­heit die Orts­ver­än­de­run­gen erleb­ten. Beide Museen ver­mö­gen, wenigs­tens im Kopf des Besu­chers, die ent­spre­chen­den Bil­der, Anbli­cke, Geräu­sche, Geruchs­phan­ta­sien, Gedan­ken und Gefühle zu erzeu­gen, sofern diese nicht sogar durch tat­säch­li­che phy­si­sche Expo­nate erfahr­bar gemacht werden.

Den voll­stän­di­gen Arti­kel von Mech­tild Opel und viele wei­tere Bei­träge aus den Res­sorts Tra­vel & Out­doors, Emi­gra­tion & Working Holi­days, Cul­ture & Life­style lesen Sie in der neuen Aus­gabe von 360° Kanada (Nr. 3/2012). Ab 14. Juni im Zeit­schrif­ten­han­del erhält­lich oder unter E-Mail Adresse ver­steckt zum Spam­schutz (als Print­ma­ga­zin oder PDF).

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