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Mrz 25

Aber bitte mit Zeh!

Wer in den Yukon fährt, kann die Robust­heit sei­nes Magens mit einer Trink-Tradition der beson­de­ren Art auf die Probe stel­len: Wer einen Sour­toe Cock­tail bestellt, wird darin schwim­mend näm­lich eine Zehe vor­fin­den. Und dabei han­delt es sich nicht um einen Scherzartikel.

Alles begann im Jahr 1973. Damals erwarb Cap­tain Ste­ven­son eine Block­hütte am 60-Mile-River, in der er eine in Alko­hol kon­ser­vier­tes Fuß­glied fand: es han­delte sich um den in den 1920er Jah­ren ampu­tier­ten gro­ßen Zeh des Rum-Schmugglers Louie Liken. Als er sei­nen Fund im Daw­so­ner Eldo­rado Hotel prä­sen­tierte, kam eins zum ande­ren und Alko­hol spielte dabei sicher­lich auch eine Rolle.

Heute ist der Cock­tail, der aus 4cl Whis­key oder Wodka und einem ech­ten Zeh besteht, legen­där und ihn zu trin­ken eine Mut­probe, für die man ein lus­ti­ges Zer­ti­fi­kat erhält und in den „Sourtoe-Club“ auf­ge­nom­men wird. Aller­dings nur, wenn die unap­pe­tit­li­che Drink-Einlage min­des­tens ein­mal die Lip­pen berührt. Und tat­säch­lich hat der Club schon meh­rere tau­send Mitglieder!

Manch­mal bil­det sich am Tre­sen des „Down­town Hotel & Saloon“ in Daw­son eine regel­rechte Schlange – obwohl dort inzwi­schen meh­rere gespen­dete Zehen zur Ver­fü­gung ste­hen… Übri­gens: Wer im Eifer des Gefechts ver­se­hent­lich das ganze Glas leert, ver­pflich­tet sich dazu, nach sei­nem Tod einen sei­ner Zehen abzutreten.

Wer sich schon­mal Appe­tit holen möchte (und einen star­ken Magen hat) kli­cke hier.…

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