Sie möchten an dieser Stelle Ihren Banner sehen? Werben Sie auf Faszination-Kanada.com
Jun 20

Horne Lake Caves: Mit Nervenkitzel auf dem Hosenboden durch den Fels

Bauch einziehen und durch: Hautnahes Höhlen-Erlebnis auf Vancouver Island (c) Walter Kreuzer

Bauch ein­zie­hen und durch: Haut­na­hes Höhlen-Erlebnis auf Van­cou­ver Island © Wal­ter Kreuzer

von Wal­ter Kreuzer

Mein Lieb­lings­platz ist auf der unters­ten Ebene. Im Klet­ter­ge­schirr geht es sie­ben Stock­werke einen Was­ser­fall hin­un­ter. Dort unten gibt es einige sehr enge Abschnitte. Da musst du auf dem Bauch krie­chen wie eine Krabbe. Die Beloh­nung ist dann der Por­zel­lan­la­den. Die Kris­talle dort sind wun­der­schön und sehr weiß.“ Höh­len­füh­re­rin Carol Duval, eine quir­lige Frau im grauen Over­all und mit einem wei­ßen Helm, bekommt glän­zende Augen, wäh­rend sie von den Schön­hei­ten der River­bend Cave erzählt. Wir kön­nen ihre Fas­zi­na­tion nach­emp­fin­den – zumin­dest teil­weise. Gerade sind wir von unse­rer drei­stün­di­gen Tour mit Carol durch die drei der Öffent­lich­keit zugäng­li­chen Höh­len des Horne Lake Caves Pro­vin­cial Park auf Van­cou­ver Island zurückgekehrt.

Die River­bend Cave ist eine davon. Aller­dings haben wir uns auf die obe­ren Ebe­nen beschränkt. Ob ich über­haupt bis zu dem „China-Shop“ gekom­men wäre mit mei­nen über­schüs­si­gen Pfun­den? „Du könn­test diese Tour auch machen. Wir hat­ten schon grö­ßere und dickere Men­schen dabei“, geht Carol lachend auf meine scherz­hafte Bemer­kung ein. Viel­leicht wäre aber bereits das Absei­len und der mir völ­lig unbe­kannte Umgang mit dem Klet­ter­ge­schirr bei die­ser „Extreme Rap­pel Expe­di­tion“ zum Knack­punkt gewor­den, über­lege ich. Weil viele Besu­cher des rund um den kris­tall­kla­ren Horne Lake gele­ge­nen Parks von sol­chen Zwei­feln geplagt wer­den, bie­tet das benach­barte Out­door Centre Klet­ter– und Abseil­kurse an. So vor­be­rei­tet dürfte dem Höh­len­aben­teuer nichts im Wege stehen.

Wir haben es bei der „Ice Age Spelunking“-Tour durch die River­bend, die Main und die Lower Main Cave belas­sen. Diese sind mit gerade ein­mal bis zu knapp 400 Metern Länge zwar gera­dezu win­zig im Ver­gleich zu den gro­ßen Höh­len­sys­te­men in South Dakota, New Mexico oder Ken­tu­cky mit ihren kilo­me­ter­lan­gen – oft hell erleuch­te­ten – Gän­gen und zig Meter hohen Hal­len. Dafür ist das Höh­len­er­leb­nis in den Horne Lake Caves im wahrs­ten Sinne des Wor­tes haut­nah. Es gibt keine befes­tig­ten Fuß­bö­den, Trep­pen oder Hand­läufe und kein elek­tri­sches Licht. Dass an man­chen Pas­sa­gen etwas Über­win­dung not­wen­dig sein könnte, wird einem viel­leicht bewusst, wenn man den „Lia­bi­lity Wai­ver“, also den Haf­tungs­aus­schluss, unter­schreibt. Ande­rer­seits kann es nicht allzu gefähr­lich wer­den, wenn selbst acht­jäh­rige Knirpse dabei sein dür­fen, oder? Pas­siert ist dann auch nichts „Schlim­me­res“, als dass meine einst hel­len Hosen völ­lig ver­dreckt sind. Das kommt davon, wenn man die im Inter­net und vor Ort erhält­li­chen Hin­weise auf die nötige Aus­rüs­tung nicht beachtet.

Den voll­stän­di­gen Arti­kel von Wal­ter Kreu­zer und viele wei­tere Bei­träge aus den Res­sorts Tra­vel & Out­doors, Emi­gra­tion & Working Holi­days, Cul­ture & Life­style lesen Sie in der neuen Aus­gabe von 360° Kanada (Nr. 3/2012). Ab 14. Juni im Zeit­schrif­ten­han­del erhält­lich oder direkt bestel­len unter E-Mail Adresse ver­steckt zum Spam­schutz (als Print­ma­ga­zin oder PDF).

QR Code Business Card