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Mrz 09
Themen
Reisen

Ontario – Die Großen Seen: Eine Reise durch den Indian Summer (Teil 2) 0

© Gottschalk

© Gottschalk

Von Anna Lena Gottschalk
Überwältigende Dimensionen. Leuchtende Farben. Unendliche Weiten, einsame Gegenden und belebte Metropolen. Kanada ist ein Land der Superlative. Mitten im Landesinnern: Die Großen Seen, immer an der Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Zusammen nehmen sie eine Fläche von ungefähr 245 000 Quadratkilometern ein – fast so groß wie Großbritannien – und bilden damit nicht nur die größte Süßwasserfläche der Welt, sondern decken auch 20 Prozent des Süßwasserbedarfs weltweit. Es sind Seen so groß wie Meere. Über schmale Kanäle und Flüsse gehen sie ineinander über. Der Lake Michigan, Lake Superior, Lake Huron, Lake Erie und Lake Ontario. Über den Sankt-Lorenz-Seeweg sind sie mit dem Atlantik verbunden. Auf der kanadischen Seite zieht sich Kanadas zweitgrößte Provinz Ontario an den Seeufern entlang. Ontario bedeutet übersetzt so viel wie „glitzerndes Wasser“. Dieses Wasser macht den Reiz der Gegend aus.

Im September und Oktober, wenn der Indian Summer seine ganze, gewaltige Farbpracht entfaltet, ist dies eine Reise, die sich lohnt. Die Bäume leuchten golden, purpurn, beinahe unnatürlich kräftig – ein Kunstwerk der Natur, an dem man sich kaum sattsehen kann.

Zwei Wochen lang bereise ich die fünf Seen per Schiff, von Chicago bis Toronto mit zahlreichen Zwischenstopps – eine Reise durch den Indian Summer. Den Lake Michigan, Chicago, Traverse City, Mackinac Island und Duluth in den USA, sowie Thunder Bay am Nordostufer des Lake Superior haben wir hinter uns gelassen. Wir haben die Soo-Schleuse passiert und erreichen nun unser nächstes Ziel, einen Ort an der Stelle, wo der Lake Superior in den Lake Huron übergeht.

Mehr lest ihr in der Ausgabe 1/2015 von 360° Kanada, die ihr hier bestellen könnt: http://360grad-medienshop.de/360-Kanada-1_2015

Mrz 07
Themen
Natur

Québec – Gute Nacht, Wolf 0

© Christ

© Christ

Von Alexa Christ
Rechts und links auf meiner Schulter liegt jeweils eine große Pfote. Ich blicke in ein Paar bernsteinfarbene Augen, starre auf große, spitze Zähne, sehe der rosigen, weichen Zunge entgegen, die in diesem Moment blitzschnell ausfährt und mir einmal genüsslich quer durchs Gesicht schleckt. So macht das Hector, der Hund meiner Eltern, auch gern, wenn er mich begrüßt. Bloß, dass ich nicht mit einem Hund kuschele, sondern mit Luna, einer ausgewachsenen Polarwölfin. Im nächsten Moment wirft sich das große weiße Fellbündel auf den Rücken und streckt mir auffordernd den schmalen Bauch entgegen. Also gut. Lunas Lieblings-Streichelstellen sind schnell gefunden, und währenddessen kann man ja den Ausführungen von Gilles Granal lauschen.

Vor zehn Jahren hat der gebürtige Südfranzose in der Region Saguenay-Lac-Saint-Jean das größte Wolfsbeobachtungszentrum der Provinz Québec gegründet. Um dorthin zu gelangen, muss man eine Schotterstraße entlang fahren, die mitten ins Nirgendwo zu führen scheint. Vorbei an dichtem Baumbestand, durch den immer mal wieder das Blau kleiner Flüsschen schimmert, die den riesigen Lac Saint-Jean speisen. Auf dem Weg zu Gilles‘ Wölfen passiert man das „Maison du Père Noel“, also das Haus des Weihnachtsmanns, was bei 30 Grad Celsius im Hochsommer und inmitten dieser ländlichen Abgeschiedenheit einigermaßen unwirklich erscheint. Ist das hier auch der richtige Weg? Ehe die Unsicherheit uns dazu bringt, eine 180-Grad-Kehrtwende zu vollführen, taucht Gott sei Dank das erlösende Schild auf: „Aventuraid/Parc Mahikan“.

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Mrz 05
Themen
Reisen

Winter in Whistler? Skifahren im Nr. 1 Skigebiet Whistler Blackcomb 0

Whistler Blackcomb

Whistler Blackcomb

Stell Dir vor es ist Winter, und es gibt wenig, fast keinen (natürlichen) Schnee…

Whistler Stadt, 8.30 Uhr am morgen. Menschen mit Snowboards und Ski marschieren hin und her, suchen nach Tickets, steigen in die verschiedenen Lifte, die Richtung Whistler und Blackcomb Mountain fahren. Es ist Samstag, die Sonne scheint, es ist keine Wolke am Himmel zu finden, die Vorfreude auf einen tollen Skitag ist groß.

Meine erste Fahrt geht auf den Blackcomb Mountain, eine Gondel transportiert mich bis zur Mittelstation. Es ist wie immer in Kanada – die Menschen stehen brav an, warten geduldig. Kein Gedränge und Geschupse. Wundervoll.
Von der Mittelstation geht es weiter mit einem Sessellift durch sehr windigen Schatten. Es ist noch kalt und der eisige Wind peitscht mir ins Gesicht. Das Thermometer zeigt -9° C.
Um den Gletscher letztendlich zu erklimmen, stelle ich mich beim Schlepplift an, der mich bis ganz nach oben bringt.

Wow! Atemberaubende Aussicht, klar und weit. Hier möchte man nicht mehr weg.

Dann gehts aber doch los. Ich fahre die gut preparierten, teilweise mit viel Kunstschnee beschneiten Pisten abwärts. Die Auswahl der Abfahrten ist riesig. Und der harte Untergrund, der fast überall besten Grip bietet, ist für Racecarver ideal. Ich habe unheimlich viel Spaß, genieße die Freiheit auf den Pisten und die kalte, saubere Luft.

Nach dem Lunch geht es mit der Peak2Peak Gondola, die Längste freischwebende Seilbahn der Welt, auf die andere Seite – Whistler Mountain.
Auf dieser Seite ist mehr los, es reicht aber trotzdem nicht für mehr als 5 Minuten Wartezeit an den größeren Sesselliften.
Die Pisten auf dieser Seite sind nicht weniger schlecht als auf der Blackcomb Seite und der Spaß kennt nach wie vor keine Grenzen.

Bis zum Ende nutze ich die Zeit, nehme zum Abschluss die Abfahrt ins Tal. wow! Was für ein Tag.

Trotz der offensichtlichen Schneeknappheit hat Whistler perfekte Pistenverhältnisse geschaffen, das Wetter war spitze und mein Whistler-Skierlebnis war ein ganz besonderes.

Seit Jahren zählt Whistler zu den besten Skigebieten der Welt. Und das zurecht. Es ist problemlos möglich, in zwei Tagen keine Piste doppelt nehmen zu müssen. Und die Auswahl an verschiedenen Abfahrten in allen Schwierigkeitsgraden ist riesig.

Blackcomb Glacier

Blackcomb Glacier

Whistler

Whistler

 

Mrz 03
Themen
Reisen

Québec – Luxusgut Wildnis: Auf den Spuren der Mi‘kmaq 0

Trapper Schneeschuhe - wie gehäkelte Tennisschläger, Québec, Kanada © Hippe

Trapper Schneeschuhe – wie gehäkelte Tennisschläger, Québec, Kanada © Hippe

Von Monika Hippe
Unter den Schneeschuhen knirscht der Winter Kanadas. Bei jedem Schritt baumeln die Fransen an Marcels Wildlederjacke von links nach rechts. „Ein Smartphone?“ fragt der Trapper und beginnt zu lachen. Ganz langsam wie eine Pendeluhr schwingt sein Lachen von einem Ahornbaum zum andern. Dabei glätten sich die feinen Falten in seinem Lex-Barker-Gesicht, die Augen verengen sich zu Schlitzen. In Marcels Welt hat man Zeit, langsam zu lachen.

Zeit, den Vögeln hinterher zu schauen und zu beobachten, wie morgens der Wald im Sonnenaufgang errötet. Man kann die Natur in sich aufzusaugen – ganz in Ruhe. „Technik brauche ich hier nicht“, sagt Marcel, nachdem sein Lachen verebbt ist. Für ihn sind ganz andere Dinge wichtig: Er weiß wovon man sich im Wald ernährt, wie man einen Bären erlegt – und welche Felle die wärmsten sind. Marcel Banville ist Halbindianer vom Stamm der Mi‘kmaq und lebt in Maurice, zwischen Montréal und Québec City im Osten Kanadas. Sein Jagdgebiet ist etwa halb so groß wie der Nationalpark Bayerischer Wald und gespickt mit 29 Seen.

Die französischsprachige Provinz Québec ist reich an Wäldern und Seen. Reich an Zeit, Raum, und Stille – den Luxusgütern der Zivilisation. Der Mensch ist hier Mangelware. Rein rechnerisch teilen sich sechs Einwohner einen ganzen Fluss. Der Norden des Landes ist kaum erschlossen. Lange vor den ersten Europäern siedelten die Mi’kmaq südlich und östlich vom mächtigen Sankt-Lorenz-Strom, der tief ins Land schneidet. Heute leben in Québec ca. 70 000 Ureinwohner, davon sind 4500 Mi’kmaqs, die verschiedenen Stämmen angehören. So wie viele der Aboriginals in Kanada, müssen auch sie für ihre Rechte kämpfen. Der zahlenmäßig größte Mi‘kmaq Stamm hat erst 2011 die Anerkennung als First Nation erhalten.

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Feb 28
Themen
Natur

Manitoba – Zwischen Bären und Belugas 0

Hudson Bay © Wolter

Hudson Bay © Wolter

Von Cornelia Wolter
Kein Zaun und keine Barriere trennt uns von dem Eisbären nur 20 Meter entfernt. Sein Fell ist nicht etwa weiß, sondern grün vom Herumliegen im Gras. Und als er uns kommen hört, hebt das angeblich gefährlichste Landraubtier der Welt nur träge den Kopf, blinzelt kurz und döst dann weiter. Es sind die letzten Sommertage an der kanadischen Hudson Bay in Manitoba. Über 25 Grad Celsius zeigt das Thermometer an, das ist ungewöhnlich heiß und auch der Grund, warum der Eisbär so lethargisch herumliegt: „Unter dieser Hitze leiden die Tiere. Guckt nur, wie er das Maul öffnet, um Wärme loszuwerden“, sagt Terry Elliott, der aus Toronto kommt, aber mit seinem zauseligen Bart, der fast sein gesamtes Gesicht bedeckt und den langen zu einem Zopf gebundenen, roten Haaren aussieht, als habe er schon immer in der Wildnis gelebt.

Wir sind für einige Tage Gäste der Seal River Lodge, dem einzigen Ort der Welt, an dem man „Walking Safaris“ mit Eisbären unternehmen kann. Als Betreiber Mike Reimer vor 20 Jahren die Idee hatte, mitten in der Wildnis außerhalb der Stadt Churchill solche Touren anzubieten, lachten ihn die Leute aus: viel zu gefährlich. Nur eine Frage der Zeit, bis der erste Tourist verspeist wird. Im gesamten ersten Jahr kam gerade einmal ein Gast. Heute sind es in der Saison bis zu 15 pro Woche, die Touren sind schon frühzeitig ausgebucht. Die Sehnsucht nach dieser Art von Urlaub, bei der man wilde Tiere wie Eisbären oder auch Wale beobachtet – sie rührt wohl auch von dem Wissen her, dass diese Tiere womöglich bald verschwunden sein könnten.

Mehr lest ihr in der Ausgabe 1/2015 von 360° Kanada, die ihr hier bestellen könnt: http://360grad-medienshop.de/360-Kanada-1_2015

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