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Archiv für das Schlagwort: Aurora Borealis

Aug 19
Themen
Natur

Aurora Borealis in den Northwest Territories 0

Klassiker im Winter – Geheimtipp im Sommer!

Ein Hundeschlitten auf einem verschneiten Pfad und am Himmel die legendären Nordlichter – sostellen sich die meisten Besucher die Northwest Territories vor. Ein Winter-Wunderland, das in einem wirbelnden Licht aus bunten Farben erstrahlt. Doch die Northwest Territories können auch anders: Dass sich die Aurora Borealis im hohen Norden Kanadas auch im Sommer zeigen, ist für viele noch ein echter Geheimtipp.

Aurora Borealis in den Northwest Territories

Sommer Aurora am Fourmile Lake, NWT © Yuichi Takasaka

Wir räumen auf mit den Vorurteilen, die uns glauben lassen, Nordlichter tanzen nur durch eiskalte, klare Winternächte!

Mythos 1 : Die Nordlichter halten Sommerschlaf
Die Nordlichter sind – entgegen der allgemeinen Annahme – keine saisonale Himmelsdekoration. Sie tanzen eigentlich das ganze Jahr über durch die Atmosphäre, wenn Sonnenteilchen von den Magnetfeldern der Erde eingefangen und Richtung Nordpol geschickt werden und dabei auf ihrem Weg mit Luftteilchen zusammenprallen. Mal sind sie ganz blass und kaum erkennbar, ein einzelner grüner Streifen vielleicht, ein anderes Mal leuchten sie wie ein kunterbuntes Feuerwerk und färben den Himmel in orange, pink und violett. Und in den Northwest Territories, der „Aurora Capital of the
World“, kann man sie fast ganzjährig bestaunen.

Mythos 2 : Im Sommer ist es zu hell, um die Aurora zu beobachten
Zugegeben, wenn es im Juni oder Juli kaum dunkel wird in den Northwest Territories, ist es ein bisschen schwierig, die Polarlichter am taghellen Himmel auszumachen. Ab August gibt es aber schon wieder bis zu vier Stunden Dunkelheit, im September sogar zwölf Stunden. Beste Bedingungen also, um das leuchtend bunte Spektakel bei angenehm milden Temperaturen zu bestaunen. Wobei die länger werdenden Nächte natürlich auch äußerst kurz ausfallen können für Nordlicht-hungrige Urlauber, die ihren Blick nonstop in den Himmel richten.

Mythos 3 : Im Sommer ist der Himmel über den Northwest Territories oft zu bedeckt
Stimmt schon, dass die klirrend kalten, trockenen Winter hoch oben im Norden eine glasklare Sicht bis ins Unendliche mit sich bringen. Aber auch die Sommertage in Yellowknife sind oft sonnig und vor allem wolkenlos, selbst im September ist der Himmel hier nur zu 30 Prozent des Monats bedeckt. Mit dem Oktober kommen dann allerdings verstärkt Nebel und Wolken zurück, deshalb ist bis Mitte November Pause beim Aurora-Watching.

Mythos 4 : Es gibt keine geführten Aurora-Touren im Sommer
Doch, unbedingt! Die Aurora-Touren haben sozusagen zweimal Hauptsaison. Von August bis Anfang Oktober und dann von November bis Mitte April. Je nachdem, wie abenteuerlustig Sie sind und was Ihr Zeit- und Reisebudget hergeben, gibt es verschiedene kleine Touren in und um Yellowknife. Oder aber, Sie fliegen für eine Mehrtagestour zu einer abgelegenen Wildnislodge und machen nebenbei noch Lieblingsfotos von Bären, Karibus, Bisons und Elchen für Ihre Urlaubsgalerie.

Mythos 5: Nordlichter im Winter sind der Klassiker
Ok, das stimmt. Aber die Sommer-Nordlichter sind ein Geheimtipp! Noch. Beides hat seinen ganz eigenen Reiz, wenn die Landschaft der Northwest Territories einmal in eine weiße Schneedecke gehüllt ist und das andere Mal blüht und alles an Farben auffährt, was die Natur zu bieten hat. Stellen Sie sich einen perfekten Sommertag vor: Sie verbringen die Zeit am See, campen, fahren Kajak, wandern, angeln. Und abends beim Lagerfeuer oder auf einem Boot kommen die Aurora dazu und knipsen die zauberhafte Farbenshow am Himmel an. Wenn die himmlische Tanzfläche für ein atemberaubendes Feuerwerk der Natur eröffnet ist, dann darf einem ruhig auch mal der Atem
stocken.

Weitere Informationen über die Northwest Territories gibt es unter www.spectacularnwt.de

© Destination Canada

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Feb 10
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Natur

Dream Team aus Kanadas Norden 0

Dream Team aus Kanadas Norden

Dream Team aus Kanadas Norden

Zauberhaftes Farbspektakel der Superlative Aurora Borealis und die Northwest Territories
Wenn es Nacht wird in den Northwest Territories und abermillionen Sterne in der Dunkelheit funkeln, wird die himmlische Tanzfläche eröffnet. Hoch über unseren Köpfen entflammt ein atemberaubendes Feuerwerk der Natur, wenn sich der sternenklare Himmel wie von Geisterhand mit schwirrenden Lichtern aus bunten Farben füllt. Das magische Spektakel hat verschiedenste Namen: Aurora Borealis, Nordlichter oder auch Polarlichter. Doch egal wie wir sie nennen, Fakt ist: Keiner kann sich ihrem Bann entziehen. (mehr …)

Jan 10
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Reisen

CTC prämiert Aurora-Viewing der Blachford Lake Lodge 0

CTC prämiert Aurora-Viewing der Blachford Lake Lodge

CTC prämiert Aurora-Viewing der Blachford Lake Lodge © NWTT EnviroFoto JF Bergeron

Auch in diesem Jahr hat die Canadian Tourism Commission (CTC) die Liste ihrer „Canadian Signature Experiences“ (CSE) um touristische Produkte aus ganz Kanada erweitert. Zur Gruppe der Neu-Prämierten zählt auch die Blachford Lake Lodge in den Northwest Territories. Das luxuriöse Wilderness Resort bietet Gästen mit Hang zum Exklusiven ausgezeichnete Möglichkeiten zur  Beobachtung der Aurora Borealis. (mehr …)

Jun 16
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Natur
Reisen

Trekking auf den Pfaden der Inuit … und 007 lässt grüßen 3

Gipfelstürmer (c) Tourism Nunavut

Gipfelstürmer (c) Tourism Nunavut

von Michaela Arnold

Was haben moderne Tourengeher mit den Ureinwohnern Nunavuts, Led Zeppelin und James Bond gemeinsam? Na, die Begeisterung für das Trekking-Eldorado Auyuittuq National Park auf Baffin Island – ist doch klar! Und die Götter der Wikinger sind irgendwie auch noch mit im Spiel…

Hoch oben im Norden Nunavuts auf Baffin Island liegt der Auyuittuq National Park, wo gigantische Gletscher und polares Eis auf zerklüftete Granitfelswände treffen und die schroffe Landschaft der Arktis in ihrer schönsten Form zu bewundern ist. Der Park beheimatet die höchsten Gipfel des Kanadischen Schildes, die zum Teil mehr als 2000 Meter senkrecht in die Höhe aufsteigen.

Für Outdoor-Fans eröffnet sich hier ein wahres Trekking-Eldorado. Allen voran begeistert der Akshayuk Pass, ein traditioneller Reisekorridor, der seit Jahrtausenden von den Inuit zur Durchquerung des Gebietes genutzt wird. Der Pass liegt in einem ehemaligen Flussbett und erstreckt sich im Südosten der Penny-Eiskappe unterhalb der Gletscherzone über fast 100 Kilometer. Erfahrene Wanderer bezeichnen ihn als einen der spektakulärsten Trekking-Pfade unseres Planeten.

In nördlicher Richtung starten die Touren zum Akshayuk Pass in der gemütlichen Inuit-Siedlung Pangnirtung im Südosten der Baffin Island. Allein die Bootsfahrt durch den Pangnirtung Fjord zum 30 Kilometer entfernten Eingang der Schlucht verspricht viel Abwechslung – stehen doch die Chancen nicht schlecht, schwimmende Eisberge, arktische Meeresbewohner, oder sogar einen Eisbären zu entdecken.

Mit der Begehung des Akshayuk Pass zeigt sich den Wanderern eine arktische Landschaft, die spektakulärer nicht sein könnte. Riesige, steile und vielfältig gefärbte Felswände markieren die Strecke, die entlang verschneiter Gebirgskämme und senkrecht zum Himmel zeigender Berggipfel führt. Die Route wird gesäumt von zahlreichen mit Geröll übersäten Gletscherzungen und aufgeworfenen Endmoränen, Wasserfällen und kristallklaren Seen, darunter der Summit Lake – höchster Punkt des Passes und Auffangbecken von Gletscherwasser, das im Sommer blaugrün leuchtet und oft noch von schwimmendem Eis bedeckt ist. Von weitem ist die beeindruckende „Penny Ice Cap“ zu erblicken, die größte Eiskappe der Baffin Island.

Unter der „Beobachtung“ der Wikingergötter windet sich der Pass durch die Landschaft, denn viele der beeindruckenden Berggipfel haben ihre Namen aus der nordischen Mythologie erhalten. Der Mount Thor wurde nach dem „Gott des Donners“ benannt und begeistert mit der höchsten mindestens senkrechten Steilwand der Welt. Sie misst 1250 Meter und weist einen Durchschnittswinkel von 105 Grad auf.

Inspiration pur, nicht nur für Sportler: Die britische Band Led Zeppelin zeigt den Berg in ihrem Konzert-Film „The Song Remains the Same“ aus dem Jahr 1973 in einer Traumsequenz, während das Lied „No Quarter“ spielt, das vom nordischen Gott Thor handelt.

Auch der Mount Asgard, nach dem Wohnort der nordgermanischen Götter benannt, hat die Medienszene inspiriert: Im Juli 1976 diente er als Drehort für die Eröffnungsszene des James Bond-Films „Der Spion, der mich liebte“. Rick Sylvester, das Stuntdouble von Hauptdarsteller Roger Moore, springt in dieser Szene mit Skiern von einer Bergklippe in die Tiefe, um im freien Fall einen Fallschirm zu öffnen. Ein spektakulär gut gewählter Drehort!

Mit 2147 Metern ist der Mount Odin der höchste Berg auf Baffin Island. Benannt ist er nach dem Vater aller Wikingergötter Odin.

Rund acht Tage lang sind die Tourengeher auf dem Akshayuk Pass unterwegs. Übernachtet wird in Zelten unter freiem Himmel. Krönendes i-Tüpfelchen für erschöpfte, aber glückliche Wanderer sind die Polarlichter, Aurora Borealis, die sich in klaren Nächten am Himmel zeigen – eine imposante und ganz kostenlose Lichtershow der Natur.
Die beste Zeit für eine Tour über den Akshayuk Pass ist Mitte Juli bis Ende August. Wanderer sollten jedoch auch in dieser sommerlichen Jahreszeit auf ungemütliche Wetterbedingungen vorbereitet sein. Plötzlicher Temperaturabfall, starke Winde, Regen oder sogar Schneefall sind durchaus möglich. Ein Zeitpuffer bei der Routenplanung ist also unbedingt erforderlich.

Wem der Akshayuk Pass zu extrem erscheint, für den hat Nunavut auch Sanfteres zu bieten: Touren in und um Cambridge Bay auf Victoria Island führt die Wanderer beispielsweise zu riesigen Vogelbiotopen, wunderschönen arktischen Küstenabschnitten, tollen Fischgründen und bedeutungsvollen archäologischen Stätten. Wer auf den Spuren der Polarforscher Amundsen und Franklin wandeln bzw. wandern möchte, der kommt im Northwest Passage Historical Park nahe der Gemeinde Goja Haven auf seine Kosten.

Auch der Quttinirpaaq National Park auf Ellesmere Island oder der Katannilik Territorial Park sind äußerst beliebte Destinationen für Wandertouren. Von Tagesausflügen bis zu zweiwöchigen Expeditionen mit landeskundigen Führern ist alles möglich. Die Parks bieten ausgezeichnete Wandermöglichkeiten auf markierten Pfaden, die das Ökosystem schützen. Auch auf diesen „öffentlichen“ Wegen ist die Sichtung arktischer Wildfauna wie Karibus und Polarwölfe wahrscheinlicher als das Zusammentreffen mit anderen Wanderern. Nunavut ist also genau das Richtige für all jene, die die Einsamkeit der arktischen Natur zu schätzen wissen. Oftmals zeugen nur Inuksuks – von den Inuits als Wegweiser in der Landschaft aufgestellte Steinmännchen – davon, dass hier bereits Menschen unterwegs waren.

Zu einer echten Wandertour – zumal wenn sie mehrtägig ist – gehört natürlich auch die Übernachtung im Zelt. Ausgewiesene Campingplätze sind selten in Nunavut. Camper sind gewöhnlich sich selbst überlassen, sodass Campingtouren am besten mit einem landeskundigen Führer unternommen werden. Diese kennen die günstigsten Plätze zum Campen, die zum Beispiel besonders geschützt liegen, über ausreichendes Frischwasser verfügen oder exzellenter Aussichtspunkt für Tierbeobachtungen sind. In Nationalparks müssen stets die ausgewiesenen Campingplätze aufgesucht werden.

Etwas knifflig ist die Tatsache, dass normale Heringe aufgrund des steinigen Untergrunds oftmals nicht genutzt werden können. Spezielle Stahlheringe oder Halteseile, mit denen das Zelt festgebunden wird, sind unumgänglich, um gegen den starken arktischen Wind standzuhalten.

Alle startklar?!? Dann kann Ihr Nunavut-Abenteuer beginnen!

Diesen und viele weitere Beiträge aus den Ressorts Travel & Outdoors, Emigration & Working Holidays, Culture & Lifestyle lesen Sie in der neuen Ausgabe von 360° Kanada (Nr. 3/2012). Ab 14. Juni im Zeitschriftenhandel erhältlich oder unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz (als Printmagazin oder PDF).

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