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Archiv für das Schlagwort: Auswandern

Sep 22
Themen
Reisen

Die grundlegende Erneuerung des kanadischen Einwanderungssystems 0

Von Gerd Damitz, North York (Ontario)

In Deutschland gibt es aufgrund des demographischen Strukturwandels intensive Diskussionen über erfolgreiche Einwanderungskonzepte, um die Problematik fehlender qualifizierter Arbeitskräfte und Bevölkerungsschwund abzuschwächen. Auf der Suche nach erfolgreichen Modellen wurde des öfteren auch nach Kanada geschaut.

Kanadas Einwanderungssystem hatte allerdings selber seit laengerem mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, die im Laufe der Jahre immer größer wurden. Dazu gehörten eine Warteschlange von ungefähr 1 Million Einwanderungsanträgen, Bearbeitungszeiten bis zu 10 Jahren, laxe Abschiebung nicht qualifizierter Antragsteller,  ein Asylantragsgesetz das zu Missbrauch einlud, ein höherer Arbeitslosigkeitsanteil bei neu eingewanderten Arbeitnehmern und eine ungleichmäßige Zirkulierung von Einwanderungsinvestmentgeldern unter den kanadischen Provinzen. (mehr …)

Gekommen um zu bleiben: Leben und arbeiten in Toronto 2

Karin Wells (re.) mit ihrer Schwester Eva (c) Astrid Hofer

Karin Wells (re.) mit ihrer Schwester Eva (c) Astrid Hofer

Viele träumen davon, Karin Wells (36) hat den Schritt gewagt: 1998 wanderte sie mit ihrem Freund von Österreich nach Kanada aus. Die Beziehung ging in die Brüche, doch Wells blieb ihrer neuen Heimatstadt Toronto treu. 13 Jahre später lebt sie immer noch in Nordamerika, fühlt sich inzwischen als echte Kanadierin. „Home is where the heart is – und mein Herz ist hier“, sagt die Auswanderin, die als Krankenschwester in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Downtown Toronto arbeitet – und inzwischen glücklich mit einem Kanadier liiert ist. Neben guten beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten und flachen Hierarchien am Arbeitsplatz schätzt sie in Toronto vor allem ihren internationalen Freundeskreis. Eine Rückkehr nach Österreich kann sie sich derzeit nicht vorstellen – auch wenn sie ihre Familie immer noch vermisst.

Im Interview mit 360° Kanada-Autorin Astrid Hofer verrät Karin Wells, wie sie Einwanderungsdschungel und Arbeitssuche in Toronto gemeistert hat, was sie an ihrer neuen Heimat schätzt – und an ihrer alten bis heute vermisst.

360°: Wie kam es dazu, dass Sie 1998 nach Kanada ausgewandert sind?

Karin Wells: Mich hat das Ausland schon immer gereizt. Allerdings habe ich eher an Schweden gedacht. Dass es dann Kanada wurde, war eher Zufall. Ich bin im April 1998 mit meinem damaligen Freund und mit Hab und Gut – inklusive Hund – ausgewandert. Er ist in Österreich geboren und aufgewachsen, doch seine Familie lebte bereits in Kanada. Und auch er hatte schon eine Aufenthaltsgenehmigung. Ich war 21 Jahre alt und flog nach Kanada mit dem Gedanken „schauen wir mal“. Nun bin ich immer noch hier.

360°: Hatten Sie vor dem Umzug schon eine Beziehung zum Land, durch frühere Aufenthalte etwa oder durch Verwandte?

Wells: Ja, 1997 war ich in Kanada auf Urlaub, um die Familie meines damaligen Freundes zu besuchen. Es war mein erstes Mal in Nordamerika und Toronto, der CN Tower, die Niagarafälle und der Mix von Leuten aus unterschiedlichen Ländern haben mir gleich sehr gut gefallen.

360°: Wie haben Sie den Einwanderungsprozess erlebt? Welche Tipps würden Sie Leuten geben, die ebenfalls von einem Leben in Kanada träumen?

Wells: Bei mir war es einfacher, da ich in Kanada geheiratet habe. Bei der Einreise bekam ich ein Touristenvisum für ein halbes Jahr, nach fünf Monaten hatte ich dann die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Ich musste viele Formulare für die Immigrationsbehörde ausfüllen und Fotos mitschicken, um zu beweisen, dass es sich um keine Scheinehe handelt. Ich habe auch um eine Arbeitsgenehmigung angesucht. Ich war damals Behindertenbetreuerin und habe bei einer Einrichtung in Toronto freiwillig gearbeitet, oft jeden Tag. Ich hatte deshalb keine Probleme mit dem Jobangebot, das ich für die Arbeitsgenehmigung brauchte. Inzwischen hat sich der Prozess aber geändert, dauert nun viel länger. Potenzielle Einwanderer sollten sich deshalb gründlich über die Bestimmungen und das Punktesystem informieren und erkundigen, ob ihre Ausbildung und Schulabschlüsse in Kanada anerkannt werden. Manchmal muss man Kurse und Prüfungen nachmachen, zum Beispiel wenn man als Arzt praktizieren will.

Das vollständige Interview und viele weitere Beiträge aus den Ressorts Travel & Outdoors, Emigration & Working Holidays, Culture & Lifestyle lesen Sie in der neuen Ausgabe von 360° Kanada (Nr. 3/2012). Ab 14. Juni im Zeitschriftenhandel erhältlich oder unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz (als Printmagazin oder PDF).

Welcome to Canada: Tipps zum Neuanfang 2

Ein Erfahrungsbericht von Susanne Ackermann

Zwei Jahre dauerte der Antrag auf ein „Skilled Worker Visum“ für Kanada. Die Kommunikation mit der Botschaft in Berlin war im Prinzip problemlos. Man erhält nach und nach ziemlich genaue Anweisungen über die Unterlagen, die zu einer bestimmten Frist eingereicht werden müssen. Solange man sich daran hält, kann man sich die Gebühren für einen Einwanderungs-Anwalt durchaus sparen. Die hinlänglich bekannten Internetseiten liefern alle Informationen, die man benötigt – es kostet allerdings einige Zeit und Geduld, sich intensiv durch die Seiten zu lesen. Spezifische Fragen, die sich aus den Anforderungen der Botschaft ergeben, können per E-Mail an die Botschaft gerichtet werden und werden auch zeitnah beantwortet.

Im Juli 2010 kam schlussendlich ein Schreiben mit der Bitte, meinen Pass (und Gebühren) nach Berlin zu senden und eine Woche später war das Visum da. Das permanent resident Visum (PR) besteht aus zwei Teilen: Teil 1 ist in den Pass eingeklebt und hatte bei mir eine Gültigkeit bis März 2011. Bis zu diesem Zeitpunkt musste ich in Kanada eingereist sein. Der 2. Teil ist ein Einreiseformular, das erst am Einwanderungsschalter in Kanada auszufüllen ist. Dem Einreiseformular ist ein Begleitschreiben beigefügt, das besagt, dass man genauestens auflisten muss, welche persönlichen Gegenstände und Werte nach Kanada mitgebracht werden. Dies ist sicherlich relevant, wenn man direkt mit Sack und Pack umsiedelt.

Da ich selbst die nächsten Jahre zwischen Deutschland und Kanada pendeln werde, habe ich mich auf das Nötigste beschränkt: Einen Koffer mit den üblichen Habseligkeiten. Die Liste habe ich einfach weggelassen. Weiterhin hatte ich zumindest die letzten Unterlagen meiner Visa-Akte, Kopien vom Lebenslauf und ein paar Zeugnissen dabei. Das meiste war jedoch elektronisch auf einem Laptop geparkt.

Den ganzen Erfahrungsbericht von Susanne Ackermann und vier Portraits von „Auswanderern auf Zeit“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „360° Kanada“. Das Heft ist ab 8. März im Zeitschriftenhandel erhältlich oder direkt bestellen unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz.

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