Sie möchten an dieser Stelle Ihren Banner sehen? Werben Sie auf Faszination-Kanada.com

Archiv für das Schlagwort: Dempster Highway

Mai 07
Themen
Reisen

Tag 5 – Eagle Plains – Inuvik – Dempster Highway Teil 2 0

Arctic Circle - Polarkreis

Arctic Circle – Polarkreis

Gestern Abend waren wir mit dem Wissen ins Bett gegangen, dass unsere Reise vorerst nicht weitergehen würde, da der Highway aufgrund Schneeverwehungen und starkem Wind gesperrt war. Dies war auch am Vormittag noch so.

Gegen 11 Uhr entschieden wir dann, noch eine weitere Nacht zu bleiben, da auch die Fahrtzeit von Eagle Plains nach Inuvik rund sechs Stunden beträgt.

Also mussten wir versuchen, mit dem angebrochenen Tag etwas anzufangen. Da es in und um Eagle Plains nichts gibt, was man hätte tun können, versuchten sich einige an einem Puzzle, manche lasen ein Buch und andere wiederum diskutierten über dies und das. Es kann ganz schnell langweilig werden, wenn man in Kanadas Norden nichts zu tun hat.

Gegen 15 Uhr wird es dann plötzlich hektisch. Einige Trucker springen auf, bezahlen ihren Kaffee und rennen zu ihrem Truck. Was war passiert? Wenige Sekunden zuvor wurde der Dempster Highway kurzfristig geöffnet, um all die Wartenden die Weiterfahrt nach Inuvik zu ermöglichen. Also packten wir schnell unsere Sachen, checkten aus und fuhren los. Nur wenige Minuten später war der Highway wieder geschlossen.

Das war auch nicht weiter verwunderlich, da es unterwegs zum Teil heftig windete und die freigeräumten Verwehungen schon wieder beachtliche Ausmaße erreicht hatten.
Der Schnee fegte über die Straße, die Trucks kämpften gegen den starken Seitenwind.

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Wir machten Halt am Arctic Circle, am Polarkreis, der mit einem Hinweisschild und einigen Informationen dazu, angezeigt wurde. Aufgrund der Kälte und des Windes verbrachten wir dort aber nur wenige Minuten, ehe wir dann wieder auf der Highway waren. Kurz danach erreichten wir auch die Grenze vom Yukon und den Northwest Territories. Auch dort konnten wir nur wenige Augenblicke nutzen, um einige Bilder zu schießen.

Wir machten Halt in Fort McPherson, einem kleinen Dorf mitten im Nichts, überquerten den Peel und Mackenzie River über die jeweiligen Eisbrücken und erfreuten uns einer „Nebensonne“, einem vertikalen Regenbogen.

Fort McPherson

Fort McPherson

Icebridge mit Truck

Icebridge mit Truck

Die Fahrt war nach dem windigen Gebiet sehr angenehm und gegen 22 Uhr erreichten wir Inuvik. Zum Abendessen gab es für einige noch einen Moschusochsen-Burger, dann legten wir uns schlafen.

Welcome to Inuvik, NWT

Welcome to Inuvik, NWT

Mai 06
Themen
Reisen

Tag 4 – Dawson City – Eagle Plains – Dempster Highway Teil 1 0

Dempster Highway Hinweisschild

Dempster Highway Hinweisschild

Um 7 Uhr klingelt der Wecker. Eine kurze Nacht für die erschöpften Aurora-Jäger .

Wieder beginnen wir mit einem wunderbaren Frühstück, ehe wir gegen halb neun Dawson City in Richtung Süden verlassen. Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Abzweigung Richtung Inuvik. Hier beginnt der Dempster-Highway. Vom gut geteerten Klondike Highway geht es auf eine Schotterpiste, die in großen Teilen von Schnee bedeckt ist.

Die nächsten 370 Kilometer bis Eagle Plains, der einzigen Tankstelle auf dem Weg nach Invuik (insgesamt 770km), haben es in sich. Wir durchqueren den Tombstone Territorial Park, der mit seinen schneebedeckten Bergen und der Weitläufigkeit alles bisher Gesehene in den Schatten stellt. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie schön diese Fahrt ist. Es sind Eindrücke der Superlative. Nach jeder Kurve, nach jeder Kuppe wartet eine neue Überraschung. Wenn man denkt, es geht nicht mehr schöner, setzt dieser Highway mit seinen verschiedenen Landschaften und Aussichten noch einen drauf. Selbst die Aurora-Verrückten spüren aufgrund der grenzenlosen Faszination über das Gesehene die Müdigkeit nicht mehr.

Tombstone Territorial Park

Tombstone Territorial Park

Tombstone Mountains

Tombstone Mountains

Die Schönheit des Yukons

Die Schönheit des Yukons

Auf der Piste begegnen wir nur wenigen Autos und Trucks, weil die Straße hinter Eagle Plains aufgrund starker Schneeverwehungen gesperrt ist. Der Schotterweg wird von den „wilden“ Ptarmigans, den Schneehühnern ebenfalls benutzt. An diesem Tag sollten diese sich perfekt im Schnee tarnenden Tiere die einzigen in der weiten Natur des Yukons bleiben.

Schneehühner auf dem Dempster Highway

Schneehühner auf dem Dempster Highway

Nach sieben Stunden Fahrt erreichen wir Eagle Plains. Viele Trucks stehen bereits in Wartestellung, um bei Öffnung des Highways durchzustarten. Wir beziehen unser Zimmer im Motel und genießen das Abendessen mit einem Bierchen.

Road Closed - Sperrung des Dempster Highways bei Eagle Plains

Road Closed – Sperrung des Dempster Highways bei Eagle Plains

Die Nordlichter spielen bei den Tischgesprächen wieder eine große Rolle. Vorhersage für diese ist wieder vielversprechend, das Wetter muss sich noch etwas bessern, da es zu diesem Zeitpunkt noch bewölkt ist.
Ob der Highway am Morgen öffnet, weiß keiner. Es bleibt zu hoffen, dass wir in Eagle Plains nicht allzulange „festhängen“ und unsere Fahrt wie geplant in Richtung Inuvik und Tuktoyaktuk fortsetzen können.

In einem Land vor unserer Zeit: Der Tombstone Territorial Park 0

Tombstone Territorial Park © Adam Jones, Ph.D. [CC-BY-SA-3.0]

Tombstone Territorial Park © Adam Jones, Ph.D. [CC-BY-SA-3.0]

Von Dawson City aus ist der Tombstone Territorial Park problemlos zu erreichen: Nach etwa 40 Minuten auf dem Klondike Highway trifft dieser auf den berühmten Dempster Highway Richtung Norden. Nach einer Stunde Fahrt auf der unasphaltierten Straße gelangt man zum Tombstone Interpretive Centre, in dem man sich über alle wichtigen und nützlichen Dinge des Parks (z. B. Backcountry-Camping, Wanderungen, Wildtierbeobachtungen) informieren kann. Der Tombstone Territorial Park liegt mitten in den schroffen durch tiefe Täler und Geröllfelder geprägten Ogilvie Mountains. (mehr …)

Inuvik: Dicke Hechte, Polarlichter und weiße Huskys 0

Der Dempster Highway

Der Dempster Highway © Dr. Kerstin Lötzerich Bernhard

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de
Es ist September, die Nächte werden langsam aber sicher schon deutlich kühler, und der berühmte Dempster Highway hat uns ganz hoch in den Norden der Northwest Territories, nördlich des Polarkreises, bis nach Inuvik geführt – dem arktischen Städtchen mit seiner Kirche in Iglu-Form und seinen gut 3400 Einwohnern. (mehr …)

Mrz 29
Themen
Reisen

First Nations Kunst nördlich des Polarkreises – Great Northern Arts Festival lockt im Juli nach Inuvik 0

Inuit Carving

Sie sind Inuit, Inuvialuit, Gwich’in, Dene, oder Métis und Ureinwohner vieler anderer kanadischer Stämme. Sie kommen von weit her, um ihre Arbeit zu zeigen, zu singen und zu tanzen, sich mit anderen Künstlern auszutauschen und neue Techniken zu erlernen. Und nicht zuletzt kommen sie, um die Vielfalt zu feiern, die den Norden Kanadas ausmacht.
In keiner Region des Landes haben es die Künstler schwerer als hier. Die geographische Abgeschiedenheit bedeutet nicht nur unerschwingliche Reisekosten, um die eigenen Kunstwerke in anderen Teilen Kanadas zu präsentieren. Vor allem bedeutet sie auch eine schwierige Versorgung mit den künstlerischen Werkstoffen. Auch die Deckung einfachster Grundbedürfnissen, wie beispielsweise die Ablichtung der Kunstwerke für die eigene Kunstmappe durch einen professionellen Fotografen, lässt sich hier oftmals nicht realisieren. Was im Süden des Landes als selbstverständlich hingenommen wird, ist im Norden oft gar nicht verfügbar oder aber unbezahlbar. Das Great Northern Arts Festival möchte seinen Künstlern daher eine Plattform bieten, um den eigenen Erfahrungsschatz zu erweitern.
Die Zusammenkunft einer derartig großen Anzahl an First Nations Künstlern mit ihren unterschiedlichen Traditionen, Techniken und Talenten sucht ihresgleichen. Besucher aus der ganzen Welt strömen herbei, um diese Vielfalt an einem einzigen Ort erleben zu können. Und wer Lust hat, seine künstlerischen Fähigkeiten einmal selbst auszuprobieren und die Techniken der Ureinwohner des Nordens zu erlernen, der kann an einem der angebotenen Workshops teilnehmen.
Als besonderes Highlight darf man sich auf das große 25-jährige Jubiläum des Great Northern Arts Festivals freuen, das vom 12. bis 21. Juli 2013 in Inuvik stattfinden wird. Weitere Infos über das Great Northern Arts Festivals gibt es unter: www.gnaf.org

QR Code Business Card