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Archiv für das Schlagwort: Great Slave Lake

Sep 21
Themen
Natur

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden 0

Ein gewaltiger Wegbegleiter vom Great Slave Lake bis zur Beaufort See

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden

Die Karte zeigt das gewaltige Einzugsgebiet des Mackenzie Rivers. Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2

Flüsse in Deutschland und auch in den meisten Gebieten Europas sind Zwerge gegen die Seen- und Flusslandschaft Kanadas. Einer der eindrucksvollsten unter ihnen ist der Mackenzie River, der längste und größte Fluss Kanadas. Überhaupt gibt es nur einen einzigen größeren Fluss in Nordamerika, den Mississippi.

Das Einzugsgebiet des 1903 Kilometer langen Stromes beträgt 1.805.200 km²

Der Mackenzie River beginnt an der westlichen Spitze des Großen Sklavensees. Er hat etliche Nebenflüsse und viele große Seen in seinem riesigen Einzugsgebiet. Sein Ende ist erst der arktische Ozean (Beaufort See) im Norden. Ortschaften am Mackenzie River sind zwar rar und eher klein, reichen aber dem Kanada-Touristen, denn in dieser rauen Gegend geht es in der Regel nicht um Städteurlaub, sondern um Erlebnisse und Begegnungen mit der weiten Natur.
Tsiigehtchic („Öffnung des Eisenflusses“) und Tulita sind die einzigen Gemeinden, die heute, durch die Anbindung von Straßen, wachsen. Andere Siedlungen wie das Fort Good Hope oder Wrigley wachsen nicht. Die Natur ist hier in all ihrer Ursprünglichkeit nahezu unberührt und gerade Good Hope erfreut sich an (verhältnismäßig) regem Tourismus. Die größte Siedlung, Fort Simpson, hat 1200 Einwohner und eignet sich gut für Übernachtungen und um Vorräte aufzufüllen.

Viele Ortschaften entlang des Mackenzie Rivers sind im Winter über die berühmten Iceroads erreichbar

Viele dieser Ortschaften sind im Winter über Eisbrücken oder sogenannte „Iceroads“ zu erreichen, über die vorher unbedingt Erkundungen eingeholt werden sollten. Leichter ist die Anreise in der Regel mit dem Flugzeug. Dies ist schneller und tendenziell bequemer, dazu kommt die Aussicht über das Land. Die Perspektive aus dem Auto ist eine ganz andere und zuweilen schönere: Die Fahrt an den Flussufern und entlang der Szenerie dieser mal weißen, oft grünen Landschaften ist ein weltweit einzigartiges Erlebnis. Er durchquert im Norden die Küstenebene und das Delta, genannt „Beaufortsee“, und schlängelt sich Richtung Süden durch einen Teil der Rocky Mountains, sowie durch die Franklin Mountains und teilt sich in den Athabasca River und den Finlay River, die, je nach Interpretation, zur Gesamtlänge des Mackenzie gezählt werden. Dann ist der Strom stolze 4241 km lang.

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden

Die gewaltigen Uferböschungen des Mackenzie Rivers beeindrucken den Besucher des Stromes. Foto: Adam Jones, Ph.D./https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Am Ufer des Stroms zieht der majestätische Weißkopf-Seeadler seine Kreise, Elche, Bärenmarder und Wölfe können  hier angetroffen und beobachtet werden. Das Gebiet um dem Mackenzie River ist daher bei Hobbyfotografen, Naturfilmern und Wandertouristen sehr beliebt. Ansonsten ist die Befahrung des Mackenzie River vor allem für geübten Kanu- und Kajaksportlern ein besonderes Abenteuer.

 

Jul 20
Themen
Reisen

Große Fische, großes Abenteuer 0

Über einen Meter lange Fische an der Angel: in den North West Territories keine Seltenheit (c) Tourism NWT

Über einen Meter lange Fische an der Angel: in den North West Territories keine Seltenheit (c) Tourism NWT

von Michaela Arnold

Ich hatte schon immer eine recht romantische Vorstellung vom Angeln. Abschalten und die Gedanken schweifen lassen. Um einen herum nur Natur und vor allem eins: Stille! Der totale Gegensatz zum hektischen Alltag in dem Termine, PC und Mobiltelefon den Ablauf bestimmen.

Bei meiner ersten Begegnung mit dem Angeln hatte ich noch gar kein Mobiltelefon, eigentlich hatte ich noch gar nichts. Ich war gerade 14 Jahre alt und ein Kumpel nahm mich mit an einen der umliegenden Baggerseen. Ich warf die Angel aus und war sofort erfolgreich. Ein riesiger Fang: die nur fünf Meter entfernte, dafür mindestens hundert Jahre alte und zwei Tonnen schwere Eiche. Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir damit die Angelrute wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand zu setzen.

Zwei Jahrzehnte später fand ich mich auf dem Great Slave Lake in den Northwest Territories wieder. Der Great Slave Lake erstreckt sich in Richtung des nördlichen Horizontes wie ein riesengroßes Meer im Landesinneren. Er ist einer der größten und tiefsten Süßwasserseen der Erde, der zweitgrößte See Kanadas und wird auch „Big Lake“ (Großer See) genannt. An seinem Südufer gibt es kilometerlange Sandstrände.

Angeln gehört hier zur Tagesordnung

Kanada und insbesondere die Northwest Territories sind das Königreich für Angler. Hier besitzt „Angeln“ eine undefinierbare, aber ganz besondere Qualität. Neben einer intakten Natur, der breiten Palette an Gewässern mit reichen Fischbeständen und zahlreichen Möglichkeiten der Masse und dem Alltag zu entfliehen, sorgt vor allem ein Kriterium für den guten Ruf Kanadas: die Größe der Fische!

Das „Problem“ liegt meist darin, zu entscheiden, wo man mit dem Angeln beginnen soll. Glücklicherweise haben die Kanadier das Angeln im Blut. Ganz gleich, wo man sich in den NWT aufhält, wird man einen erfahrenen Guide finden, der sein über Generationen vermitteltes Wissen mit einem teilt und somit ein erfolgreiches Angeln ermöglicht.

Jede Fischart, jedes Gewässer und jede Jahreszeit stellen an den Angler, seine Ausrüstung und seine Vorgehensweise unterschiedliche Anforderungen. Dieser Grundsatz gilt überall – auch in den fischreichen Northwest Territories.
 Obwohl es fast unmöglich ist, hier beim Angeln keine Fische zu fangen, springen sie einem auch hier nicht von selbst ins Boot.

„Mein Kanadier“ an diesem Tag hieß Carlos und steuerte das Boot durch eine bis zum Horizont ausgedehnte, endlose Seenlandschaft. Bei einem der Stopps zückte er die Angelroute – „Ready to fish?“ Es lockte gleich die Königsdisziplin: das Fliegenfischen. Nur wenige Monate sind die Gewässer hier oben im Norden eisfrei und so bleibt den Fischen nur wenig Zeit, ihren Hunger zu stillen. Die „Fliegen“ hatten eine nahezu magische Anziehungskraft auf die Fische.

Schon nach kurzer Zeit wollte ich gar nicht mehr aufhören – mehr als 16 Fische zog unsere vierköpfige Truppe an diesem Nachmittag an Land. Ordnungsgemäß haben wir alle Fische nach dem obligatorischen Beweisfoto sofort wieder ins Wasser befördert – „Catch and Release“ fördert die Erhaltung der Fischbestände.

Über einen Meter lange Fische zu fangen ist keine Seltenheit

In den NWT ist alles etwas größer und beeindruckender als im restlichen Kanada. Auch die Fische. In den kalten, klaren Gewässern wimmelt es von rekordverdächtigen Forellen, Hechten, Saiblingen und Äschen.

Mein Fazit: Unberührte Schönheit, spektakuläre Canyons, wilde Einsamkeit: Die Northwest Territories sind ein Traum für jeden Kanada-Urlauber. Angeln sollte man auf jeden Fall mal ausprobieren. Es ist leicht auszuüben (Angelschein ist erforderlich!) und unglaublich erholsam. Strahlende Augen gibt´s inklusive. Und um herumstehende Bäume muss man sich auf dem Boot auch keine Gedanken machen.

www.spectacularnwt.de

Diesen Artikel und viele weitere Beiträge aus den Ressorts Travel & Outdoors, Emigration & Working Holidays, Culture & Lifestyle lesen Sie in der neuen Ausgabe von 360° Kanada (Nr. 3/2012). Ab 14. Juni im Zeitschriftenhandel erhältlich oder unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz (als Printmagazin oder PDF).

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