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Archiv für das Schlagwort: Inuvik

Dez 10
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Reisen

LAST CHANCE – Die Iceroad an den arktischen Ozean – ein Erlebnis der besonderen Art 0

Eine „Faszination Kanada“ Leserreise

Die aus Dokumentarfilmen und Fernsehen (Iceroad-Truckers) bekannte Iceroad, die Inuvik und Tuktuyaktuk(Nordwest Territorien, Kanada) verbindet, wird es ab 2018 nicht mehr geben. Eine auf Permafrost gebaute, ganzjährig befahrbare Straße, wird ab dem Frühjahr 2017 ihren Platz einnehmen.
Die letzte Chance, dieses beeindruckende und unvergessliche Erlebnis hautnah mitzuerleben, bietet sich in diesem Winter 2016/2017. Um das vergängliche und letztmalig gebotene Abenteuer Iceroad zu erleben, bieten wir ihnen 11 Tage voller Spannung und Abwechslung, voller WOW-Erlebnisse, faszinierender Landschaften und Abenteuer pur.

Tobias Barth, Gründer und Ideengeber von Faszination-Kanada.com, dem größten deutschsprachigen Kanada-Blog, seit kurzem wohnhaft in Whitehorse, Yukon, Kanada, wird Ihnen die Eisstraße und Ihre Geschichte nahebringen. Lassen Sie sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen.

Ihr Reiseverlauf

Tag 1 – 17. März 2017 – Ankunft in Whitehorse

Tobias, ihr Tourguide, holt sie am Flughafen ab und bringt sie ins Hotel. Bereits auf dem Weg von Flughafen zum Hotel wird er ihnen einiges über Whitehorse, den Yukon und über das kommende Abenteuer erzählen können. Im Hotel lernen sie bei einer Vorbesprechung alle Teilnehmer der Tour kennen (max. 10 Personen). Ihr erfahrender Tourguide wird mit ihnen über den Reiseverlauf sprechen und sie auf das Iceroad-Abenteuer vorbereiten.
Unterkunft: Hotel in Whitehorse

Tag 2 – 18. März 2017 – Fahrt nach Dawson City

Am Morgen brechen wir schon früh auf und starten unsere Fahrt nach Dawson City. Dawson war bis zum Ende der 1950er Jahre nur im Sommer mit einem Raddampfer auf dem Yukon River erreichbar. Heute führt der Klondike Highway (ca. 550km) in die einst größte Stadt westlich von Winnipeg und nördlich von San Francisco.
Unterwegs halten wir immer wieder an, sei es, um einen Kaffee zu trinken, um Fotos zu machen oder um sich die Füße zu vertreten. Auf dem Weg Richtung Norden kommen wir an kleinen Indianersiedlungen, wie Carmacks, Pelly Crossing und Steward Crossing, vorbei. Nachdem wir die Hälfte der Strecke geschafft haben, blicken wir auf die “Five Finger Rapids”, die Stromschnellen, die vielen Schiffen und Booten im Goldrausch zum Verhängnis wurden. In Dawson City angekommen haben wir die Möglichkeit, die sonst staubige und lebhafte Stadt von ihrer ruhigen Seite kennenzulernen.
Unterkunft: Hotel in Dawson

Tag 3 – 19. März 2017 – Dawson City

Dawson City hatte einst über 50.000 Einwohner, der größte Teil davon war auf das Gold scharf. Hier spielte das Leben, hier schrieben Robert Service und Jack London eindrucksvolle Literatur.
Wir verbringen heute viel Zeit in und um Dawson, besuchen die Robert Service und Jack London Cabin und genießen die frische Luft bei einem Spaziergang auf dem zugefrorenen Yukon River. Am Abend, nach einem ausgedehnten Abendessen, halten wir Ausschau nach den Nordlichtern, die bei entsprechendem Wetter vielleicht zu sehen sind.
Unterkunft: Hotel in Dawson

Tag 4 – 20. März 2017 – Dawson City nach Eagle Plains

Wir starten bereits sehr früh am morgen, da wir eine lange, beeindruckende Strecke vor uns haben. Der Dempster Highway beginnt ungefähr 40 Kilometer südlich von Dawson und bringt uns nach circa 770 Kilometer Fahrtstrecke nach Inuvik. Auf dieser im Sommer nur geschotterten Straße gibt es eine Tankstelle – ziemlich in der Mitte in Eagle Plains. Auf dem Weg zu dem Tankstopp, der mit einem Hotel verbunden ist, werden wir traumhafte Aussichten genießen können und viele Eindrücke erhalten.
Schon nach 1,5 Stunden erreichen wir die Tombstone Mountains. Dieser Anblick ist atemberaubend. Oft können Sie Wildtiere wie Füchse, Wölfe oder Caribous am Straßenrand beobachten. Auch Schneehühner kreuzen ab und zu unseren Weg. Wenn wir nach einigen Stunden voller beeindruckender Erlebnisse in Eagle Plains ankommen, freuen wir uns über ein warmes Zimmer und ein deftiges Abendessen.
Unterkunft: Hotel in Eagle Plains

Tag 5 – 21. März 2017 – Eagle Plains nach Inuvik

Nachdem wir gemeinsam Frühstück haben, verlassen wir Eagle Plains in Richtung Inuvik. Der zweite Teil des Dempster Highways bringt uns direkt zum Polarkreis, wo wir einen Fotostopp machen und uns diesen Augenblick mit einer Flasche Sekt versüßen. Kurz danach verlassen wir den Yukon in die Northwest Territories, wo wir Bergketten überwinden, zwei Eisbrücken über den Peel River und Mackenzie River überqueren um dann nach Fort McPherson kommen. Diese Indianersiedlung beherbergt eine historischen Handelspunkt der Hudson Bay. Zudem wurde hier die berühmte „Lost Patrol“ gefunden, über die sie im Reiseverlauf sicherlich das eine oder andere hören werden. In Inuvik (Ort der Menschen) angekommen, checken wir in unser Hotel ein und sprechen über die Erlebnisse des Tages. Zudem steigt die Spannung deutlich an, da der nächste Tag das absolute Highlight für uns bereithält.
Unterkunft: Hotel in Inuvik

Tag 6 – 22. März 2017 – Eagle Plains nach Tuktuyaktuk – Die Eisstraße

Die Iceroad, die aus Film- und Fernsehen berühmte Eisstraße, beginnt direkt in Inuvik und führt über das Flussdelta des Mackenzie Rivers nach Tuktuyaktuk, an den arktischen Ozean. Auf dem Weg nach Tuktuyaktuk begegnen uns Trucks, die meist Rohstoffe aus dem hohen Norden in südlichere Gefilde transportieren. Auf der Iceroad halten wir immer wieder an, um diesen einmaligen Tag bis ins Mark zu genießen.
Nicht weit von Tuktuyaktuk entfernt, sehen wir die ersten „Pingos“. Dies sind „kleine“ Berge aus Eis, die aus dem Permafrost über viele Jahre entstehen. Der größte dieser ist über 100m hoch!
Ein Einheimischer der hiesigen Inuits führt uns durch die Stadt und zeigt uns die interessantesten Dinge. Unter anderem besuchen wir auch den Gemeindekühlschrank, den Community Deep Freezer, der ein zu früheren Zeiten zehn Meter in den Permafrost gegrabener Tiefkühlschrank ist. Hier wurde einst Wal- und Robbenfleisch und andere verderbliche Waren gelagert. Den Abend verbringen wir bei einer einheimischen Familie, um einen tieferen Eindruck in das Leben der Menschem am arktischen Ozean zu bekommen.
Unterkunft: B&B in Tuktuyaktuk

Tag 7 – 23. März 2017 – Tuktuyaktuk nach Inuvik

Nach dem Frühstück geht es zurück auf die Eisstraße. Sie können dieses Erlebnis nochmals genießen und intensiv erleben – letztmalig und einmalig wird es unvergesslich bleiben! Der Nachmittag steht in Inuvik zur freien Verfügung. Hier gibt es die Möglichkeit, ein ganz besonderes Erlebnis mitzunehmen, mit dem Hundeschlitten fahren. Diese Erfahrung sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen.
Unterkunft: Hotel in Inuvik

Tag 8 – 24. März 2017 – Inuvik nach Eagle Plains

Auf unserem Rückweg in Richtung Süden befahren wir erneut den Dempster Highway, die Eisbrücken über die zwei großen Flüsse. Dabei können wir die Landschaft ein weiteres mal genießen. Eagle Plains bietet uns erneut Unterkunft.
Unterkunft: Hotel in Eagle Plains

Tag 9 – 25. März 2017 – Eagle Plains nach Dawson City

Es geht weiter auf dem Weg zurück in die Zivilisation – Dawson City ist nach dem wiederholt beeindruckenden Weg, vorbei an den Tombstone Mountains, unser Ziel. Eine weitere und erneute Chance, den Goldrausch ganz nah zu erleben. Auch die Nordlichter lassen wir wieder nicht aus den Augen.
Unterkunft: Hotel in Dawson City

Tag 10 – 26. März 2017 – Dawson City nach Whitehorse

Von Dawson City geht es heute wieder nach Whitehorse. Zuvor schauen wir uns jedoch noch die verschneiten Goldfelder an. Unter anderem machen wir einen Fotostopp an der Dredge No.4, einer riesigen Goldsuchmaschine, die bis in die späten 60er Jahre im Dienst war. Auch besuchen wir den Discovery Claim, in dem 1896 das erste Gold gefunden wurde, und damit der berühmte Klondike Goldrausch ausgelöst wurde.
Unterkunft: Hotel in Whitehorse

Tag 11 – 27. März 2017 – Rückflug oder Weiterreise

Heute heisst es wieder Abschied nehmen. Abschied nehmen von einer der eindrucksvollsten Reisen ihres Lebens. Die Iceroad ist nun Vergangenheit. Nicht nur für sie, auch für alle anderen gibt es vorerst keine Chance mehr, diese Erfahrung zu machen. Gratulation!

Ihr Tourguide Tobias bringt Sie zum Flughafen und verabschiedet sich von Ihnen.

Termin: 17. – 27. März 2017
Reisebüro / Veranstalter: Canada Dream Tours (http://www.kanadareise.de)

Gruppengröße: 7-10 Teilnehmer

Leistungen

  • 11 Tage Tour ab / bis Whitehorse
  • 10 Hotel-Übernachtungen im Doppelzimmer (zweckmäßig eingerichtete Hotels bis Hotels der Mittelklasse)
  • Professionelle deutschsprachige Reiseleitung während der gesamten Reise
  • Alle Transporte im beheizten Maxivan
  • Polarkreis Zeremonie
  • Notfallausrüstung (Erste-Hilfe Ausrüstung, Satelliten-Telefon)
  • Stadtrundfahrt in Whitehorse und Dawson City
  • Flughafentransfers in Whitehorse

Preis pro Person im DZ: EUR 2690.- zzgl. Flug
EZ Aufschlag: EUR 950.-

Buchbar auf Anfrage unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz oder
Telefon 07402-9109052

Nicht inbegriffen

  • Verpflegung
  • Persönliche Extras
  • Trinkgelder

Hinweis!
Kurzfristige (wetterbedingte) Änderungen im Reiseverlauf sind möglich und liegen im Ermessen des Tour-Guides.

Inuvik Tuktoyaktuk Highway 3

Der Bau des Mackenzie Valley Highway

Seit den 1960er Jahren ist er in Planung, im Jahr 2013 begannen die ersten Bauarbeiten. Der Allwetter-Highway zwischen Inuvik und Tuktoyaktuk (ITH) wurde fast fünf Jahrzehnte in alle Richtungen geplant und abgewogen, nun soll die befestigte, ganzjährig befahrbare Straßenverbindung die nur im Winter hergestellte und befahrbare Iceroad ersetzen.

ITH

Die Arbeiten am ITH gehen voran. Foto: © James MacKenzie

(360fk). Auch in der sogenannten Wildnis ist es nicht einfach, einmal so eine Straße zu bauen. Dies lässt sich an der Zeit ablesen, die seit der Planung der Allwetterstraße von Inuvik nach Tuktoyaktuk bis zu den ersten Baumaßnahmen vergangen ist, fast fünf Jahrzehnte. Technische Studien, Profile, Verlauf der Fahrbahn, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Wirtschaftlichkeitsprüfungen, die Prüfung und Genehmigung für Gesteinsabbaurechte für Schotter, Kies und andere Baumaterialien und vieles mehr gingen dem ersten Bauabschnitt voraus.
Auch der Aufbau der Straße, die allen Wetterverhältnissen trotzen und eine ganzjährige Befahrung ermöglichen soll, erforderte eine jahrelange Planung. Vorallem sorgte der vorherrschende Permafrost für reichliche Diskussionen.
Im Winter/Frühjahr 2012/2013 und im Herbst 2013 wurden erste Zufahrten von der Navy Road in Inuvik als südliche Verbindung zum Highway und die ersten 19 Kilometer der Straße ausgebaut. Derzeit warten die Straßenbauarbeiter auf kaltes Wetter, denn an der Straße kann nur vom späten Herbst bis ins kommende Frühjahr gebaut werden. (mehr …)

Mai 09
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Tag 7 – Die Rückreise und mein Fazit vom Iceroad-Abenteuer 0

Iceroad Tuktoyaktuk

Iceroad Tuktoyaktuk

Am nächsten Morgen brechen wir wiederum gegen 10 Uhr auf. Einige werfen noch Postkarten ein, um den begehrten Poststempel von Tuktoyaktuk zu bekommen. Dann geht es zurück Richtung Inuvik. Natürlich auf der Iceroad, die auch heute wieder tief blau erstrahlt. Das Wetter zeigt sich dabei auch wieder von seiner besten Seite.

Die Rückfahrt, die ebenso spektakulär wie die Hinfahrt ist, bringt uns die kargen, verschneiten Landschaften im Delta näher. Die Hoffnung, einige der vor einigen Tagen über die Iceroad gewanderten Cariboos zu sehen, stirbt leider und somit müssen wir uns mit einem Red Fox begnügen, der sich am Rande der Straße aufhält.

In Inuvik angekommen geht es zur letzten Attraktion der Tour – Dog Sledding oder Snowmobiling. Die Mitreisenden entscheiden sich alle für die Hunde, ich versuche mich mit dem Ski-doo. Die Begeisterung aller ist riesig. Beim abschließenden Abendessen im Hotel wird viel geschwärmt und es werden Bilder ausgetauscht.

In der Nacht gehe ich nochmals auf Spaziergang. Es ist bewölkt, das helle Licht des Mondes trotzdem zu erkennen. Ich laufe ca. 1,5 Kilometer in Richtung Tuk. Auf der Eisstraße ist es ruhig und dunkel. Die Faszination ist geblieben. Mit einem guten Gefühl und großer Zufriedenheit gehe ich ins Bett.

Die Rückreise am achten Tag geht mittels Flugzeug von Inuvik nach Whitehorse. Von dort weiter nach Vancouver, von wo weitere Abenteuer auf mich warten.

Fazit meiner Reise

Mein langer Traum von der Icestraße und dem Community Deep Freezer in Tuktoyaktuk ist in Erfüllung gegangen. Alle Erwartungen wurden erfüllt, sogar stark übertroffen. Den Yukon erleben viele nur im Sommer. Im Winter aber ist dieses Erlebnis ein anderes. Die verschneiten Landschaften, die Kälte – die Atmosphäre ist Wahnsinn. Vor fünf Jahren bin ich den Dempster Highway nach Inuvik gefahren. Bis zu dieser Reise jetzt war das mein absolutes Highlight. Nun gibt es eine neue Nummer 1. Von Whitehorse bis nach Tuk gab es so viele Wow-Effekte wie niemals zuvor. Ich kann meine Gefühle und die Faszination darüber nicht in Worte fassen. Man muss es erleben. Es lohnt sich absolut!

Hinweis in eigener Sache

Derzeit wird an einer geschotterten Straße von Inuvik nach Tuktoyaktuk gearbeitet. Diese wird voraussichtlich 2017/2018 fertiggestellt. Dies bedeutet gleichzeitig das Aus für einen Teil der Iceroad.

Mai 08
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Reisen

Tag 6 – Die Eisstraße nach Tuktoyaktuk 0

Auf der Iceroad nach Tuktoyatuk

Auf der Iceroad nach Tuktoyatuk

Nun war es so weit. Der eigentliche Grund unserer Reise war erreicht. Die Iceroad von Inuvik nach Tuktoyaktuk. Die Eisstraße, die meist auf dem Eis des Mackenzie-Deltas verläuft, hat eine Länge von 180 Kilometern und ist zwischen 25 bis 40 Meter breit. Also genug Platz für Trucks und Autos, die tagtäglich diese Straße passieren.

Meist gefriert bereits im Oktober der Mackenzie-River zu, ebenso der Teil im arktischen Ozean, unmittelbar vor Tuktoyaktuk. Die Arbeiten an der Straße beginnen dann im November, ehe die Straße dann ab Anfang Dezember befahren werden kann. Täglich fahren mehrere Snowblower und Wartungsmaschinen die Straße ab, um mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen. Ebenso werden in die Straße teilweise Rillen geschnitten, um nicht auf blankem Eis fahren zu müssen, was das Fahren auf dieser Straße zu einer gefährlichen Sache machen würde.
Die Straße hat je nach Frühlingsanfang bis Mitte April / Anfang Mai geöffnet. Eine Maximalbelastung von ca. 64 Tonnen ist zu den besten Zeiten möglich, dann wenn das Eis ca. 1,5 Meter dick ist.

Wir beginnen den Tag mit einem ausgiebigen kanadischen Frühstück und starten dann bei herrlichem Sonnenschein gegen 10 Uhr auf die Eisstraße nach Tuktoyaktuk. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir den gefrorenen Mackenzie-River und den Beginn der Iceroad.

Start der Iceroad in Inuvik nach Tuk

Start der Iceroad in Inuvik nach Tuk

Eisstraße zwischen Inuvik und Tuktoyaktuk

Eisstraße zwischen Inuvik und Tuktoyaktuk

Der Fluss ist hier bereits sehr breit, was sofort ein besonderes Gefühl aufkommen lässt. Das meist blau glitzernde Eis, das teilweise von Schnee bedeckt ist, fasziniert alle Mitfahrer. Nach ca. 30 Kilometer erreichen wir die einzige „Kreuzung“ auf der Straße. Die Abzweigung führt nach Aklavik. Dieses kleine Dorf ist ebenso auf einer Eisstraße erreichbar.
Wir machen auf der ca. 3,5 stündigen Fahrt nach Tuk einige Pausen, um die Weite des Deltas, die Kälte und das Eis zu genießen. Zahlreiche Fotos werden geschossen und die Faszination Eisstraße hat alle ergriffen.
Es begegnen uns auf der Fahrt nur zwei Trucks und vier Autos. Wir alle hatten einen „dichteren“ Verkehr erwartet. Auf der Iceroad nach Tuktoyaktuk wird / wurde auch die Dokuserie „Iceroad Truckers“ gedreht.

Iceroad

Iceroad

Bis zu 2 Meter dick ist das Eis der Iceroad

Bis zu 2 Meter dick ist das Eis der Iceroad

Angekommen in Tuk erwartet uns der „Bürgermeister“ des kleines Dorfes und führt uns mit einem Schulbus in zwei Stunden durch das Dorf. Es ist sehr interessant zu erfahren, wie man bei acht Monaten „Eiszeit“ und Temperaturen von bis zu -50°C im Jahr, dort überleben und leben kann. Unsere Tour führt uns auch in den zehn Meter tief im Permafrost liegenden „Community Deep Freezer“, den ehemaligen Gefrierschrank der First Nations. Heute wird dieser kaum noch benutzt, da die meisten Haushalte inzwischen elektrische Tiefkühlschränke besitzen. Es ist eigentlich schade, da dieser Kühlschrank doch eine ganz besondere Sache ist. Insgesamt 19 Räume a 2,5×4 Metern sind in drei Tunnels zu finden Die Raumhöhe beträgt zwischen 1,5 – 2 Meter. Überall an den Wänden hängen große Eiskristalle. Die Temperatur beträgt ca. -20°C.

Welcome to Tuktoyaktuk, NWT

Welcome to Tuktoyaktuk, NWT

10 Meter in der Tiefe - Die Tiefkühltruhe der Einheimischen

10 Meter in der Tiefe – Die Tiefkühltruhe der Einheimischen – Community Deep Freezer

Nach Ende der Tour checken wir in unsere privaten Unterkünfte ein und treffen uns kurz darauf zum gemeinsamen Kochen. In der ruhigen Nacht gehen einige unserer Iceroad-Freunde wieder raus. Bei -30°C muss man die Aurora beobachten, die sich natürlich auch zeigt. Noch ein so besonderes Erlebnis, das einen bis auf die Knochen frieren lässt.

Mai 07
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Tag 5 – Eagle Plains – Inuvik – Dempster Highway Teil 2 0

Arctic Circle - Polarkreis

Arctic Circle – Polarkreis

Gestern Abend waren wir mit dem Wissen ins Bett gegangen, dass unsere Reise vorerst nicht weitergehen würde, da der Highway aufgrund Schneeverwehungen und starkem Wind gesperrt war. Dies war auch am Vormittag noch so.

Gegen 11 Uhr entschieden wir dann, noch eine weitere Nacht zu bleiben, da auch die Fahrtzeit von Eagle Plains nach Inuvik rund sechs Stunden beträgt.

Also mussten wir versuchen, mit dem angebrochenen Tag etwas anzufangen. Da es in und um Eagle Plains nichts gibt, was man hätte tun können, versuchten sich einige an einem Puzzle, manche lasen ein Buch und andere wiederum diskutierten über dies und das. Es kann ganz schnell langweilig werden, wenn man in Kanadas Norden nichts zu tun hat.

Gegen 15 Uhr wird es dann plötzlich hektisch. Einige Trucker springen auf, bezahlen ihren Kaffee und rennen zu ihrem Truck. Was war passiert? Wenige Sekunden zuvor wurde der Dempster Highway kurzfristig geöffnet, um all die Wartenden die Weiterfahrt nach Inuvik zu ermöglichen. Also packten wir schnell unsere Sachen, checkten aus und fuhren los. Nur wenige Minuten später war der Highway wieder geschlossen.

Das war auch nicht weiter verwunderlich, da es unterwegs zum Teil heftig windete und die freigeräumten Verwehungen schon wieder beachtliche Ausmaße erreicht hatten.
Der Schnee fegte über die Straße, die Trucks kämpften gegen den starken Seitenwind.

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Wir machten Halt am Arctic Circle, am Polarkreis, der mit einem Hinweisschild und einigen Informationen dazu, angezeigt wurde. Aufgrund der Kälte und des Windes verbrachten wir dort aber nur wenige Minuten, ehe wir dann wieder auf der Highway waren. Kurz danach erreichten wir auch die Grenze vom Yukon und den Northwest Territories. Auch dort konnten wir nur wenige Augenblicke nutzen, um einige Bilder zu schießen.

Wir machten Halt in Fort McPherson, einem kleinen Dorf mitten im Nichts, überquerten den Peel und Mackenzie River über die jeweiligen Eisbrücken und erfreuten uns einer „Nebensonne“, einem vertikalen Regenbogen.

Fort McPherson

Fort McPherson

Icebridge mit Truck

Icebridge mit Truck

Die Fahrt war nach dem windigen Gebiet sehr angenehm und gegen 22 Uhr erreichten wir Inuvik. Zum Abendessen gab es für einige noch einen Moschusochsen-Burger, dann legten wir uns schlafen.

Welcome to Inuvik, NWT

Welcome to Inuvik, NWT

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