Sie möchten an dieser Stelle Ihren Banner sehen? Werben Sie auf Faszination-Kanada.com

Archiv für das Schlagwort: Kelowna

Royale Visite in British Columbia und im Yukon 0

Prinz William und Herzogin Katherine besuchen zum zweiten Mal Kanada

Royale Visite in British Columbia und im Yukon

Auf der zweiten Reise nach Kanada werden der Herzog und die Herzogin von Cambridge von ihren Kindern George und Charlotte begleitet. Foto: Kensington Palace

Zwischen dem 24. September und dem 1. Oktober besuchen Prinz William und Herzogin Catherine, der Herzog und die Herzogin von Cambridge Kanada. Es ist ihre zweite Reise nach Kanada. 2011, kurz nach der Hochzeit führte sie die erste Reise nach Prince Edward Island und in die  Northwest Territories.

Mit ihrer royalen Visite im Jahr des 90. Geburtstags von Queen Elisabeth II. folgen sie einer Einladung von Premierminister Justin Trudeau. Die Tour durch British Columbia wird den Herzog und die Herzogin von Cambridge zunächst nach Victoria, der Hauptstadt der Pazifik-Provinz führen. Dort kommen die Beiden am Nachmittag des 24. Septembers an. 30 Termine werden die Royals in der Woche ihres Kanada-Aufenhaltes absolvieren. Eine arbeitsreiche Tour, auf der sie von ihren Kindern George und Charlotte begleitet werden, erwartet die Royals.

Offiziell eröffnet wird der Besuch nach der Begrüßung auf dem Flughafen Victorias im Parlamentsgebäude. Dabei wird eine neue Plakette zur Ehren der Aghanistan-Veteranen der kanadischen Armee vorgestellt. Die offizielle Begrüßung wird für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Am Abend finden noch Treffen und Gespräche mit hochrangigen kanadischen Persönlichkeiten statt.

Die Royals werden die Schönheiten der Pazifik-Provinz hautnah erleben

Am nächsten Morgen werden der Herzog und die Herzogin mit dem Wasserflugzeug von Victoria nach Vancouver reisen. Dort werden sie im Hafen im Herzen der Stadt landen. Ein Willkommens-Parcour der Bürger findet auf der Jack Poole Plaza am Vancouver Trade and Convention Centre statt. Von hier aus werden die Royal zu einer Tour mit vielen verschiedenen Terminen starten, werden soziale und kulturelle Projekte in der Stadt besuchen.
Zurück in Victoria wird das royale Paar am 26. September zu einem der schönsten Tage ihrer Tour aufbrechen, wenn es in den Great Bear Rainforest geht, dem größten Regenwald der Welt. Nach einem Rundflug im Wasserflugzeug über das riesige Regenwaldgebiet werden William und Kate feierlich von Mitgliedern der Heiltsuk First Nations Gemeinschaft begrüßt. Am Abend laden der Herzog und die Herzogin zu einem Empfang im Government House ein.

Im Okanagan Valley werden die königlichen Hoheiten mit den Produkten des wunderschönen Tales verwöhnt 

Am 27. September fliegen die königlichen Hoheiten nach Kelowna im wunderschönen Okanagan Valley. Dort besuchen sie den Okanagan Campus der University of British Columbia (UBC). Die UBC ist eine der besten Forschungsuniversitäten der Welt und feierte kürzlich ihr hundertjähriges Bestehen. Der Campus in Kelowna wurde vor einem Jahrzehnt eröffnet. Er beheimatet derzeit 600 aktuelle Forschungsprojekte und 8.000 Studenten. Ein Besuch des „Taste of British Columbia Festival“ in der Mission Hill Winery schließt sich an. Die Okanagan Region produziert Weltklasse-Wein, Käse und andere Leckereien, die das Paar probieren wird.

Im Yukon folgen William und Kate den Spuren von
Queen Elisabeth II. und Prinz Phillip 

Am Abend geht es für die Königlichen Hoheiten weiter nach Whitehorse im Yukon weiter. Am 28. September stehen Termine an und die Royals werden die Schönheiten des Yukon kennen lernen. Mit dem Besuch des MacBride Museum und dem darin enthaltenen Telegraphenamt folgt das junge Paar den Spuren von Königin Elisabeth II. und Prinz Phillip, die Whitehorse im Jahr 1959 besuchten.

Carcross am Klondike Highway ist eine weitere Station. Auch hier werden William und Kate den First Nations der Carcross / Tagish begegnen. Der Besuch eines Kinderfestes in Victoria und private Familienzeit entspannen die Reise etwas, bevor es am 30. September nach Haida Gwaii geht, in den Archipel an der Nordküste von British Columbia, der die Heimat der Haida-Nation ist. Mit einem traditionellen Haida Kanu wird das Paar zum Strand am Haida Heritage Centre und Museum zu paddeln, wo sie offiziell begrüßt werden. Der Herzog und die Herzogin werden dann die Ehre haben, offiziell das neue Haida Gwaii Krankenhaus und Pflegezentrum zu eröffnen.

Nach einer von vielen Termine begleitenden Woche endet der zweite Besuch in Kanada mit einer Zeremonie 

Am 1. Oktober haben die königlichen Hoheiten einen vielbeschäftigten letzten Tag erleben. Viele Terminen an verschiedenen Orten sind zu absolvieren, bevor das Paar nach einer offiziellen Abschiedszeremonie mit einer Maschine der Royal Canadian Air Force Kanada verlassen wird.

Kelowna und der Ogopogo 0

Kelowna ©Accuruss via Wikipedia

Kelowna ©Accuruss via Wikipedia

Kelowna, BC, ist mit über 117 000 Einwohnern die größte Stadt am gut 135 Kilometer und doch nur vier bis fünf Kilometer schmalen Lake Okanagan, sie erstreckt sich an dessen östlichem Ufer. Kelowna genießt zudem ein sehr mildes, eher trockenes Klima. Im Winter fallen die Temperaturen nur sehr selten unter null Grad Celsius, im Sommer klettert das Thermometer häufig und gerne mal auf um oder über 30 Grad Celsius – besonders günstige Bedingungen für den Weinanbau. Südlich und westlich der Stadt, befindet sich daher eines der größten und auch bekanntesten Weinanbaugebiete Kanadas. (mehr …)

Jun 19
Themen
Reisen

Okanagan Valley: „Die schönste Ecke der Welt“ 1

Weinprobe mit anschließendem Picknick: St. Hubertus Weingut (c) Julia Schoon

Weinprobe mit anschließendem Picknick: St. Hubertus Weingut (c) Julia Schoon

Weinberge und Wüste würden Sie jetzt nicht unbedingt in Kanada vermuten? Dann waren Sie noch nicht im Okanagan Valley! Das Tal mit dem langgestreckten See kuschelt sich in die Westausläufer der Rocky Mountains und ist ein Geheimtipp für Freunde der entspannten Lebensart. Wir haben uns das Okanagan gleich drei Mal angeschaut:

Die Urlauber-Perspektive

Was für Kanadier völlig normal ist, erscheint uns nach zwei Monaten in unserer Wahlheimat Calgary zumindest machbar: Wir fahren übers Wochenende nach Kelowna. Das sind 600 Kilometer Fahrt in eine Richtung, quer über die Rocky Mountains. Klingt stressig, ist es aber überraschenderweise gar nicht – und das liegt am Okanagan Valley.

Zugegeben: Wenn man stundenlang an einem imposanten Berg nach dem anderen vorbeigefahren ist, auf deren Gipfeln selbst jetzt, im August, Gletscher thronen, und dann ins Okanagan Valley rollt, überrumpeln einen die Backofen-Temperaturen erst mal. Der Fahrtwind, der durchs offene Fenster kommt, fühlt sich plötzlich an als würde man sich mit einem Fön ins Gesicht blasen. Wieso hat dieses Auto keine Klimaanlage? Eine endlose Stunde müssen wir durchhalten, dann erreichen wir endlich den Okanagan Lake, der sich wie ein langgezogenes Doppel-S durchs Tal schlängelt und an dessen Ufer an einigen Stellen kleine Sandstrände liegen. Das Wasser ist herrlich und deutlich wärmer als der See mitten in den Rockies, in den wir unterwegs gehüpft sind.

Nachdem wir uns abgekühlt haben, nehmen wir die Landschaft um uns herum zum ersten Mal richtig wahr. Sanfte Hügel umrahmen den See, an deren Hängen Weinberge angelegt sind, manche Rebenreihen reichen bis fast ans Ufer. Zwischen den Weingütern liegen immer wieder kleine Städte und auch einzelne Häuser sitzen am Berg und bescheren ihren Bewohnern sicher einen Million-Dollar-Ausblick. Lieblich ist das Wort, das einem hier sofort in den Kopf kommt. Ein Ort, an dem man nach einem langen Tag am Lenkrad auch innerlich sofort den Fuß vom Gas nimmt.

Unser Hostel liegt mitten in Kelowna, mit rund 100.000 Einwohnern die größte Stadt im Tal, und nur ein paar Minuten zu Fuß vom Strand entfernt. Als wir einchecken, ist es beinahe ausgestorben, nur auf der Veranda hängen ein paar braungebrannte Typen mit nacktem Oberkörper und weiten Hosen ab. Wir lassen uns in die Hängematten fallen, die ein kluger Mensch unter die Bäume gebunden hat, und den Rest des heißen Nachmittags an uns vorüber ziehen.

Am Abend reiben wir uns überrascht die Augen: Das Hostel ist schlagartig zum Leben erwacht. Jede Menge Backpacker drängen sich in der Küche um den Kühlschrank und die wenigen Herdplatten. Feierabend auf den Obstplantagen, verrät uns ein Franzose namens Olivier. Er ist, wie offensichtlich viele hier, Dauergast im Hostel. Mit seinem Working-Holiday-Visum jobbt er schon seit ein paar Wochen in Kelowna. „Die Bezahlung ist nicht schlecht“, sagt er, „und die Leute sind total entspannt.“ Später sitzen alle auf der Veranda, die Fruit-Picker und die Mädels, die den Tag am See verbracht und ihre Bräune gepflegt haben, trinken Bier und Jägermeister und die laue Abendluft ist süß vom Rauch und schwer vom Testosteron.

Am Morgen ist es noch angenehm kühl. Wir gehen mit dem Flow von Kelowna, frühstücken ausgedehnt und überlegen, was wir mit dem heißen Urlaubstag, der vor uns liegt, anstellen. Schwimmen und Wein trinken klingt nach einem guten Plan. Unsere erste Station sind die Tantalus Vineyards – ein Tipp von Freunden aus Calgary. Erst 2010 haben sie ihr neues Haus eröffnet, das ein klein wenig versteckt in den Hügeln liegt und in dem sie jetzt täglich Weinproben anbieten. „Davor konnten wir nur mit Voranmeldung Besucher empfangen“, erzählt uns Jane, während sie uns einen 2009er Dry Riesling einschenkt. „In diesem Jahr haben sich die Besucherzahlen schon verdoppelt.“ Die Kanadierin ist mit einem Neuseeländer verheiratet, der, natürlich, Weinmacher ist. „In diesem Jahr geht bei uns der Rosé wie verrückt“, sagt sie und lässt ihn uns auch gleich probieren: ein überraschend trockener Tropfen. Wir probieren noch einen 2008er Pinot Noir Juveniles und einen 2008er Pinot Noir, kaufen zwei Flaschen für später, dann tauschen wir widerstrebend den Tresen in diesem angenehm klimatisierten Haus gegen unser Backofen-Auto ein. Nichts wie runter zum See und abkühlen.

Die Straße schlängelt sich oberhalb des Ufers entlang und während wir nach einer Badebucht Ausschau halten, kommen wir an drei weiteren Weingütern vorbei. Einige Stunden später, die wir entspannt unter Bäumen am und im Wasser verbracht haben, fühlen wir uns bereit für mehr Alkohol.

Die Weingüter unterscheiden sich sehr: Während Tantalus sehr künstlerisch, fast wie ein modernes Museum daher kam, verströmt St. Hubertus einen wunderbar altmodischen Charme, der noch unterstrichen wird durch einen Pick-Up aus den 40er Jahren, der am Hang pittoresk vor sich hin rostet. Ein hübscher Picknickplatz hinter dem Haus lädt die Besucher ein, nach der Weinprobe noch den Ausblick über Weinberge und See zu genießen.

Auf dem Cedar Creek Estate wiederum fühlt man sich wie in einer Hollywood-Filmkulisse: Zum Anwesen gehört ein großes Restaurant, das mit seiner säulenumstandenen Veranda an eine Hacienda erinnert, und ein Rosengarten mit Wandelgang und Panoramablick über den Okanagan. Hier wurde sicher schon so manches Hochzeitsfoto geschossen. Die Weine – Pinot Noir, Pinot Blanc, Riesling und immer wieder Rosé – werden von Gut zu Gut besser. Oder kommt mir das in der Hochsommerhitze nur so vor?

Ich bin wohlig zufrieden, als wir am Abend wieder im Hostel ankommen und unsere Lieblingsplätze in den Hängematten einnehmen. Genau wie mein Freund, der als Fahrer am Wein nur nippen konnte und sich jetzt ein eisgekühltes Bier öffnet. „Must Dos“, lese ich ihm aus der Kelowna-Broschüre vor, die wir in der Touristeninformation mitgenommen haben. „Wakeboard-Stunde an der Core Marina. Herzförmige Nüsse wachsen sehen und probieren. Besuch der Lavendel-Farm. Gratis open air Konzerte.“ – „Wir sollten noch einen Tag dranhängen“, brummt er mit geschlossenen Augen, während er träge hin und her schaukelt. „Und auf jeden Fall wiederkommen.“

Wie eine Schweizer Auswanderin auf Zeit Kelowna erlebt hat und welchen Einfluss deutsche Winzer auf die Entwicklung des Okanagan Valley hatten, lesen Sie in der neuen Ausgabe von 360° Kanada (Nr. 3/2012); außerdem darin: viele weitere Beiträge aus den Ressorts Travel & Outdoors, Emigration & Working Holidays, Culture & Lifestyle. Das Heft ist ab dem 14. Juni im Zeitschriftenhandel erhältlich oder unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz (als Printmagazin oder PDF).

QR Code Business Card