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Archiv für das Schlagwort: Manitoba

Feb 28
Themen
Natur

Manitoba – Zwischen Bären und Belugas 0

Hudson Bay © Wolter

Hudson Bay © Wolter

Von Cornelia Wolter
Kein Zaun und keine Barriere trennt uns von dem Eisbären nur 20 Meter entfernt. Sein Fell ist nicht etwa weiß, sondern grün vom Herumliegen im Gras. Und als er uns kommen hört, hebt das angeblich gefährlichste Landraubtier der Welt nur träge den Kopf, blinzelt kurz und döst dann weiter. Es sind die letzten Sommertage an der kanadischen Hudson Bay in Manitoba. Über 25 Grad Celsius zeigt das Thermometer an, das ist ungewöhnlich heiß und auch der Grund, warum der Eisbär so lethargisch herumliegt: „Unter dieser Hitze leiden die Tiere. Guckt nur, wie er das Maul öffnet, um Wärme loszuwerden“, sagt Terry Elliott, der aus Toronto kommt, aber mit seinem zauseligen Bart, der fast sein gesamtes Gesicht bedeckt und den langen zu einem Zopf gebundenen, roten Haaren aussieht, als habe er schon immer in der Wildnis gelebt.

Wir sind für einige Tage Gäste der Seal River Lodge, dem einzigen Ort der Welt, an dem man „Walking Safaris“ mit Eisbären unternehmen kann. Als Betreiber Mike Reimer vor 20 Jahren die Idee hatte, mitten in der Wildnis außerhalb der Stadt Churchill solche Touren anzubieten, lachten ihn die Leute aus: viel zu gefährlich. Nur eine Frage der Zeit, bis der erste Tourist verspeist wird. Im gesamten ersten Jahr kam gerade einmal ein Gast. Heute sind es in der Saison bis zu 15 pro Woche, die Touren sind schon frühzeitig ausgebucht. Die Sehnsucht nach dieser Art von Urlaub, bei der man wilde Tiere wie Eisbären oder auch Wale beobachtet – sie rührt wohl auch von dem Wissen her, dass diese Tiere womöglich bald verschwunden sein könnten.

Mehr lest ihr in der Ausgabe 1/2015 von 360° Kanada, die ihr hier bestellen könnt: http://360grad-medienshop.de/360-Kanada-1_2015

Das Kanadische Museum für Menschenrechte wird im September eröffnet 0

Das erste Nationalmuseum außerhalb Ottawas entsteht in Winnipeg

(apr/travelmanitoba). Am 20. September 2014 eröffnet in Winnipeg, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba das Kanadische Museum für Menschenrechte (Canadian Museum for Human Rights). Das einzige Nationalmuseum außerhalb der Bundeshauptstadt Ottawa ist ein nationales und internationales Symbol der Hoffnung. Allerdings hatten sich im Vorfeld mehrere kontroverse Diskussionen über die Ausrichtung und die Form der Präsentation entzündet. So sahen die Kritiker verschiedene Gruppen, die Verfolgung ausgesetzt waren, nicht ausreichend gewürdigt. Die galt insbesondere für verfolgte Minderheiten wie Ukrainer, Japaner, Italiener und Deutsche. Überdies verzögerten steigende Baukosten die eigentlich 2012 geplante Eröffnung des Kanadischen Museum für Menschenrechte.

Das Kanadische Museum für Menschenrechte im Bau. (Credit: Wikipedia)

Das Kanadische Museum für Menschenrechte im Bau. (Credit: Wikipedia)

Unstrittig ist, dass das eindrucksvolle und futuristische Design der Skyline von Winnipeg einen besonderen Stempel aufgedrückt hat. Das Gebäude soll die Kernbotschaft, die Wahrung der unantastbaren Menschenrechte widerspiegeln und weithin dokumentieren. Auch sollen das Museum und die Gestaltung im Innenraum sowie die Ausstellungen zur Diskussion anregen und dabei helfen, gegen Hass und Unterdrückung vorzugehen.

Das Kanadische Museum für Menschenrechte, das sich als Zentrum des Lernens, der Aktion und der Hoffnung definiert, befindet sich im Stadtteil The Forks. Mit interaktiven Ausstellungen werden Geschichte und Geschichten der Menschenrechte, die Verletzung der Menschenrechte und der Widerstand dagegen dokumentiert. Auch sollen Menschen vorgestellt werden, die sich mit Ausdauer, Beharrlichkeit und Mut für die Menschenrechten eingesetzt haben und sich dafür einsetzen.

Das Kanadische Museum für Menschenrechte im Innenausbau. (Credit: CMHR)

Das Kanadische Museum für Menschenrechte im Innenausbau. (Credit: CMHR)

Das monumentale Gebäude soll auch architektonisch einen Weg „aus der Dunkelheit zum Licht“ aufzeigen. Eine Brückenkonstruktion von fast einem Kilometer Länge führt zum 23-stöckigen Turm der Hoffnung, der eine einzigartige Aussicht auf die Stadt und die Prärie eröffnet.

Von der ersten Idee, über Planung und Finanzierung bis zur Fertigstellung des Museums hat es 13 Jahre gedauert. Die Gesamtkosten betrugen 351 Millionen Kanadische Dollar, das sind etwa 231 Millionen Euro. Private Spenden brachten 92 Millionen Euro zusammen. Die kanadische Regierung finanzierte das Projekt mit 100 Millionen kanadische Dollar, die Provinz Manitoba und die Stadt Winnipeg unterstützen es mit 63,6 Millionen kanadische Dollar (42 Millionen Euro).

Das Kanadische Museum für Menschenrechte wird am 20. September 2014 eröffnet. (Credit: http://commons.wikimedia.org/)

Das Kanadische Museum für Menschenrechte wird am 20. September 2014 eröffnet. (Credit: http://commons.wikimedia.org/)

Weitere Informationen unter http://humanrightsmuseum.ca und www.travelmanitoba.com

 

Nov 14
Themen
Natur

Vögel, Bären und Belugas beobachten in Churchill 0

Vögel, Bären und Belugas beobachten in Churchill

Vögel, Bären und Belugas beobachten in Churchill
© Ansgar Walk

 

Von Josephine Matyas
Churchill rockt. Im wahrsten Sinn des Wortes: In diesem Teil von Kanada ist der Bedrock, der Felsboden, zwischen einer und vier Milliarden Jahren alt. Churchill wird auch liebevoll „Eisbären-Hauptstadt der Welt“ genannt, denn die kleine Hafenstadt an der Hudson Bay ist der beste Ort im Land, um Eisbären, Belugawale oder arktische Vögel in der freien Natur zu beobachten. Wenn Sie alle drei sehen möchten, können Sie auf die Birds, Bears and Belugas Safari des Veranstalters Churchill Wild gehen. Ein Muss auf der Liste von jedem Wildtier-Beobachter.

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Von Winnipeg aus ins Weltall 1

Aurora im Nachthimmel

Aurora-on-Blue-Sky-Dome (c) Manitoba Museum

In Kanada lässt es sich wunderbar in die Sterne schauen, denn es gibt viele Orte ohne Lichtverschmutzung, die den Blick ins All trüben würde. Das Planetarium in Winnipeg geht jedoch noch einen Schritt weiter: Dank einer neuen Technologie, die für $380.000 aufgerüstet wurde, werden die Besucher dort auf eine Reise ins Weltall mitgenommen, die sich beeindruckend real anfühlt. Winnipeg ist einer von bislang nur zwei Orten auf der Welt, an denen diese Technologie zum Einsatz kommt.

Der Unterschied zwischen herkömmlichen Planetarien und dem neuen Projektionssystem namens Digistar 5 sei vergleichbar mit dem Entwicklungssprung zwischen Fax und iPhone, sagt Scott Young, Astronom und Wissenschaftskommunikationsmanager der Einrichtung. Statt eines Flickenteppichs verschiedener Dias wird hier eine Illusion erzeugt, die sehr nahe an die aus dem Kino bekannte 3D-Technologie herankommt: Der Besucher scheint ein Bad in der Milchstraße zu nehmen oder tatsächlich durch die Ringe Saturns zu fliegen. Der Ausflug ins All hat etwas von einer Achterbahnfahrt.

„Es ist eine aufregende neue Perspektive unserer Welt“, sagt Claudette Leclerc, Vorstandsvorsitzende von Manitoba Museum and Planetarium. Und die Entwicklung geht weiter: Wann immer Wissenschaftler einen neuen Stern, Kometen, Mond, Planeten oder anderen Himmelskörper entdecken, kann Astronom Young die neue Information in das System laden und mit seinen Gästen beim nächsten Weltraumtrip daran vorbei fliegen.

Öffnungszeiten und Programm des Planetariums finden Sie hier:
www.manitobamuseum.ca/main/planetarium-intro/planetarium-shows

Sep 22
Themen
Reisen

Kanadas bestes Stadtviertel: Osborne Village, Winnipeg 3

Vergesst Vancouver’s Gastown, Old Montreal und Toronto’s Kensignton Market! Seit diesem Sommer steht fest: Kanadas „Best Neighbourhood“ ist das Osborne Village in Winnipeg, Manitoba. Das hat eine Umfrage des „Canadian Institute of Planners“ ergeben, an der 200.000 Kanadier teilnahmen.

Das Osborne Village liegt südlich von Downtown Winnipeg, jenseits des Assiniboine River. Das Viertel entstand bereits Ende des 19. Jahrhunderts, viele der Häuser stammen noch aus dieser Ära. Damals fuhr hier eine der ersten Straßenbahnen Winnipegs und bis heute hat sich „the village“ seinen fußgängerfreundlichen Charakter bewahrt.

Heute ist das dicht bebaute Viertel – nicht nur bei seinen Bewohnern – aufgrund seiner bunten Vielfalt beliebt: kleine Cafés, Restaurants aus aller Welt, Boutiquen und Designerstudios, Galerien, Theater, Straßenkünstler, Architekturbüros und Softwarefirmen. Im Herzen des Osborne Village ist immer etwas los. Doch nur ein paar Straßen weiter kann man durch ruhige Alleen flanieren, vorbei an viktorianischen Häusern aber auch an modernen Condos.

Übernachten
Das Fort Garry Hotel residiert in einem 99-Jahre-alten ehemaligen Bahnhofshotelgebäude.
Auf Airbnb.com kann man Privatwohnungen im Village finden, die an Feriengäste vermietet werden. Einfach nach „Osborne Village, Winnipeg“ suchen: https://www.airbnb.de/s/osborne-village–winnipeg

Essen
Baked Expectations – das Café ist für seine süßen Köstlichkeiten (z.B. Kirschkäsekuchen) berühmt. Osborne St. 161.
Regionale Küche wird im Restaurant Fude seviert, einem Bistro & Weinbar. Osborne St. 99.

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