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Archiv für das Schlagwort: Manitoba

Mrz 18
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Reisen

International Peace Garden, Manitoba 0

Auf der Grenze zwischen Manitoba und North Dakota: der International Peace Garden

Auf der Grenze zwischen Manitoba und North Dakota: der International Peace Garden (c) Walter Kreuzer

von Walter Kreuzer

Baseballmütze, Windjacke über dem weißen T-Shirt und ein Lächeln im Gesicht. Dough Hevenor ist gut drauf, und für jeden Spaß zu haben. Er steht breitbeinig da und schaut in die Kameras. Unter dem hemdsärmeligen Manager fließt Wasser in einem künstlich angelegten Bachbett. Der Ort ist bei Paaren ein beliebtes Motiv. Als er vor einer Ewigkeit zum ersten Mal hier war, der Bart war noch nicht grau meliert, ließ er sich zusammen mit seiner Frau Brenda knipsen. Schon seine fast 90-jährige Mutter war in jungen Jahren hier und hat sich zusammen mit seinem Vater ablichten lassen – ein Foto für die Ewigkeit, das sie nach kurzer Suche dem Sohn unter die Nase hält.

Was nicht auf den ersten Blick zu sehen ist: Hevenor steht auf dem 49. Breitengrad. Sein linkes Bein befindet sich in den Vereinigten Staaten, während das rechte kanadischen Boden berührt. Nur der Hintergrund lässt erahnen, dass wir uns an keinem gewöhnlichen Ort befinden. Dort sind Fahnen zu sehen. Genauer: Die Flaggen der beiden Länder, daneben jene der kanadischen Provinz Manitoba und die des amerikanischen Bundesstaates North Dakota. Der International Peace Garden liegt je zur Hälfte auf dem Gebiet beider Staaten. Die Einrichtung wird von den Regierungen in Winnipeg, Manitoba, und Bismarck, North Dakota, gemeinsam betrieben, und ist voller Symbolik und Pathos. „Wir zelebrieren hier die längste unbewachte Grenze der Welt“, sagt Doug Hevenor nicht ohne Stolz.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „360° Kanada“. Das Heft ist ab 8. März im Zeitschriftenhandel erhältlich oder direkt bestellen unter E-Mail Adresse versteckt zum Spamschutz.

Feb 20
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Reisen

Geister-Touren durch Winnipeg 3

In der Hauptstadt Manitobas spukt es! Davon überzeugt sind zumindest einige Einheimische – und nehmen mutige Besucher mit zu den Geisterorten. Auf der „Historical Haunted“-Tour werden historische Orte wie das Fortune Building, das Gefängnis in der Vaughan Street und ein altes Hotel besucht. Auf einer anderen Tour werden die Teilnehmer selbst zu Ghostbusters, auf der Spur von mysteriösen Lichtern und Orbs. Und völlig Unerschrockene können sogar einen Nacht samt Séance im St. Boniface Museum verbringen.

Weitere Grusel-Touren, beispielsweise ein Dinner in einem „Haus mit Geschichte“ oder ein Special zu Halloween finden Sie unter www.heartlandtravel.ca/ghosttours.htm

Feb 13
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Urlaub in subpolarer Forschungsstation 2

Eisbaer in Blumen Churchill

Zum Sommerprogramm der Forschungsstation gehört auch Eisbärenbeobachtung (c) Canadian Tourism Commission

Nahe Churchill, Manitoba, liegt die unabhängige, nicht kommerziell arbeitende Forschungsstation Northern Studies Centre, in der 150 Wissenschaftler Eisbären, die subarktische Vogel- und Pflanzenwelt, Nordlichter und Belugawale erforschen. Im Rahmen von mehrtägigen Abenteuer-Studien-Touren können Gäste hier in die Welt der Wissenschaftler eintauchen, ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen und manchmal sogar assistieren dürfen!

Das Sommerprogramm der „Learning Vacations“ 2012 steht jetzt fest: In fünf- bis siebentägigen Kursen beschäftigt man sich beispielsweise unter Anleitung von Rudolf Kies, einem der führenden Ornithologen Kanadas, mit der Migration von Schneegänsen und beobachtet seltene Arten wie Rosenmöve, Seidenschwanz oder Harrisammer. Im Programm „Winter Skies“ geht es um Aurora Borealis und Astronomie, „Lords of the Arctic“ beschäftigt sich mit der Ökologie der Eisbären in der Hudson Bay. Abgerundet wird das Forschungsprogramm jeweils durch Freizeitangebote wie Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittenfahrten oder ein Besuch des Eskimo-Museums.

Gerade hat das Centre ein neues Gebäude eröffnet, das den Gästen mehr Komfort bietet: schöne Schlafbereiche, Labore und Klassenzimmer sowie Beobachtungsposten im Freien zum Fotografieren von Wildtieren und eine durchsichtige Kuppel in der Observatorium-Lounge zur Beobachtung der Nordlichter. Hinzu kommt, dass der zweistöckige Bau nach ökologischen Gesichtspunkten (LEED Gold Zertifizierungs-Standards) erbaut wurde: So erreicht natürliches Licht 90 Prozent des Innenraums und eine Solarwand erwärmt einströmende Luft.

Feb 12
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Kunst auf der Eisbahn: Warming Huts Wettbewerb 1

Warming Huts Winnipeg

Warming Huts Wettbewerb: Kokonartige Hütte aus Seilen (c) The Forks North Portage Partnership

Im Winter wird es kalt in Winnipeg, der Hauptstadt von Manitoba. Dann verwandelt sich The Forks, der zentrale Marktplatz am Flussufer, zu dem auch schwimmende Bühnen gehören und wo im Sommer jede Menge Veranstaltungen stattfinden, in eine open air Eislaufbahn. Einheimische vergleichen sie manchmal mit der berühmten Eisbahn am New Yorker Rockefeller Centre. Mit dem Unterschied, dass man hier kostenlos zu Musik übers Eis gleiten kann.

Im Winter wird es leider auch oft windig in Winnipeg, was dazu führt, dass selbst den eifrigsten Eisläufern irgendwann frisch wird. Was hilft dagegen? Richtig: Ein windgeschützter Unterstand! Weil irgendeine Schutzhütte aber nicht dem Flair des Platzes gerecht würde, schreibt die Stadt den Architektur-Wettbewerb „Warming Huts“ aus – und zwar seit 2010 jedes Jahr aufs Neue.

Fünf Entwürfe (die die Jury aus 40 „spektakulären und phantastischen Einsendungen“ ausgewählt hat) wurden in diesem Winter  auf The Forks errichtet. Die drei Siegerhütten kommen aus Norwegen, der Tschechei und New York City, darunter ein Pavillon, dessen kokonartig geformten Wände aus Seilen bestehen, und ein Iglu aus hauchfeinem Eis, das von einer Maschine geblasen wurde. Ein Sonderpreis ging an ein Team von Architekturstudenten der University of Manitoba.

Am meisten Aufmerksamkeit aber erregte die Teilnahme des Stararchitekten Frank Gehry (von ihm stammt das Guggenheimmuseum in Bilbao oder das „tanzende Haus“ in Prag): Sein Entwurf einer Schutzhütte ist vielmehr ein Eispalast, erreichtet aus überdimensionalen, wild übereinander getürmten Eiswürfeln.

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