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Archiv für das Schlagwort: Northwest Territories

Die Wappentiere und Pflanzen der Provinzen und Territorien – Teil 4 Northwest Territories 0

Im vierten Teil unserer kleinen Serie über die Tiere und Pflanzen in den Flaggen und Wappen der kanadischen Provinzen und Territorien stellen wir euch die Northwest Territories vor. Das Territorium hat keinen Wahlspruch. Die Nordwest Territorien erstrecken sich über die riesige Fläche von 1.346.106 Quadratkilometern.

Die Wappentiere und Pflanzen der Provinzen und Territorien – Teil 4 Northwest Territories

Die Flagge der Northwest Territories.

Die Wappentiere und Pflanzen der Provinzen und Territorien – Teil 4 Northwest Territories

Das Wappen (Coat of Arms) der Northwest Territories.

Das Wappen der Northwest Territories zeigt im Wappenschild einen schräg rechts geteilten Wellenschnitt. Das Rot im Wappenschild steht für die Tundra im Norden, das Grün für den bewaldeten Süden. Die Trennlinie zeigt symbolisch die Baumgrenze. Goldbarren und Kopf des Polarfuches repräsentieren Bodenschätze und Pelze.
Das Schildhaupt stellt die Nordwestpassage dar Das Helmkleinod besteht aus einer Windrose, die von zwei Narwalen flankiert wird.

Die Tiere im Wappen sind der Polarfuchs und der Narwal.

Der Polarfuchs

Der Polarfuchs oder Eisfuchs (Vulpes lagopus, Syn.: Alopex lagopus) ist eine Fuchsart, die in der nördlichen Polarregion beheimatet ist. Der an den Pfoten dicht bepelzte „hasenfüßige“ Fuchs, wie sein wissenschaftlicher Name lautet, ist ein Fuchs, der nicht nur seinen Pelz im Sommer und Winter wechselt, sondern auch die Farbe. Im Sommer braun und im Tundragebiet perfekt getarnt ist der Polarfuchs im Winter mit seinem makellos weißen Fell fast unsichtbar. Das Sommerfell ähnelt sich bei allen Polarfüchsen, im Winter kristallisieren sich zwei Farbversionen heraus, das weiße und das blaue Winterfell. Die Farbschläge variieren je nach Wurf und geografischem Vorkommen.

Die Wappentiere und Pflanzen der Provinzen und Territorien – Teil 4 Northwest Territories

Ein Polarfuchs im Winterkleid.

In den kanadischen Polarregionen Nunavuts und den Northwest Territories dominieren die weißen Füchse, im Inland kommen lediglich ein Prozent Blaufüchse vor, an der Küste bis zu fünf Prozent der Population.

Der Polarfuchs hält sich nördlich der Waldgrenze auf. Er bevölkert neben Nordkanada und Alaska auch Nordrussland, Nordeuropa und Grönland. Polarfüchse sind sehr beweglich und legen weite Strecken zurück.
Wie die meisten Füchse sind Polarfüchse Beutegreifer und Allesfresser. Seine Hauptmahlzeit sind Lemminge, im Sommer auch brütende Vögel, deren Eier und Küken. Aber auch vor Beeren, Kadavern und in Notzeiten vor dem Kot anderer Tier macht der Lebenskünstler nicht halt.

Die Wappentiere und Pflanzen der Provinzen und Territorien – Teil 4 Northwest Territories

Ein schlafender, junger Polarfuchs im Sommerkleid.

Neben dem Polarwolf und dem Eisbären ist der größte Feind des Polarfuchses der Mensch, der ihn auch heute noch wegen seines dichten Felles jagt. Aber auch Krankheiten wie Tollwut und Parasiten wie der Fuchsbandwurm dezimieren das wunderschöne Tier.

Der Narwal

Der Narwal ist eine Art der Zahnwale. Mit dem Weißwal bildet er die Familie der Gründelwale. Charakteristisch für den Narwal ist der Stoßzahn. Ohne ihn mißt der Narwal vier bis fünf Meter, das männliche Tier wiegt bis zu 1,5 Tonnen, das weiblichen Tier weniger als eine Tonne. Narwale haben keine Finne, die Brustflossen sind kurz und die Fluke ist konvex gebogen. Narwale haben einen nur sehr kleinen und schmalen Mund.

Die Wappentiere und Pflanzen der Provinzen und Territorien – Teil 4 Northwest Territories

Eine Narwal-Schule aus der Luft gesehen.

Herausragendes Merkmal bei den Männchen ist der Stoßzahn, der sich aus einem oberen Eckzahn bildet und gegen den Uhrzeigersinn wachsend aus der Oberlippe herausbricht. Der Stoßzahn eines Narwales kann bis zu drei Meter lang und zehn Kilo schwer werden.

Narwale sind Säugetiere und damit Warmblüter. Gegen die Kälte der arktischen See, der Heimat der Tiere, schützt eine bis zu zehn Zentimeter dicke Speckschicht. Wie Belugas und andere Wale verständigen sich Narwale durch ihren Gesang. Ein Narwal kann bis zu 15 Minuten tauchen. Narwale halten sich stets in der Nähe von Packeis auf und ernähren sich dort von Fischarten, Tintenfische und Krebstiere, die sie mit Lippen und Zunge einsaugen.

Neben dem Mensch sind die Großen Schwertwale, die Orcas die größten Feinde der Narwal. Bis heute werden Narwale von den Inuit Grönlands und Kanadas, allerdings unter strengen Auflagen erlegt. Neben dem Fleisch werden auch die Stoßzähne verwertet.

Sep 21
Themen
Natur

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden 0

Ein gewaltiger Wegbegleiter vom Great Slave Lake bis zur Beaufort See

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden

Die Karte zeigt das gewaltige Einzugsgebiet des Mackenzie Rivers. Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2

Flüsse in Deutschland und auch in den meisten Gebieten Europas sind Zwerge gegen die Seen- und Flusslandschaft Kanadas. Einer der eindrucksvollsten unter ihnen ist der Mackenzie River, der längste und größte Fluss Kanadas. Überhaupt gibt es nur einen einzigen größeren Fluss in Nordamerika, den Mississippi.

Das Einzugsgebiet des 1903 Kilometer langen Stromes beträgt 1.805.200 km²

Der Mackenzie River beginnt an der westlichen Spitze des Großen Sklavensees. Er hat etliche Nebenflüsse und viele große Seen in seinem riesigen Einzugsgebiet. Sein Ende ist erst der arktische Ozean (Beaufort See) im Norden. Ortschaften am Mackenzie River sind zwar rar und eher klein, reichen aber dem Kanada-Touristen, denn in dieser rauen Gegend geht es in der Regel nicht um Städteurlaub, sondern um Erlebnisse und Begegnungen mit der weiten Natur.
Tsiigehtchic („Öffnung des Eisenflusses“) und Tulita sind die einzigen Gemeinden, die heute, durch die Anbindung von Straßen, wachsen. Andere Siedlungen wie das Fort Good Hope oder Wrigley wachsen nicht. Die Natur ist hier in all ihrer Ursprünglichkeit nahezu unberührt und gerade Good Hope erfreut sich an (verhältnismäßig) regem Tourismus. Die größte Siedlung, Fort Simpson, hat 1200 Einwohner und eignet sich gut für Übernachtungen und um Vorräte aufzufüllen.

Viele Ortschaften entlang des Mackenzie Rivers sind im Winter über die berühmten Iceroads erreichbar

Viele dieser Ortschaften sind im Winter über Eisbrücken oder sogenannte „Iceroads“ zu erreichen, über die vorher unbedingt Erkundungen eingeholt werden sollten. Leichter ist die Anreise in der Regel mit dem Flugzeug. Dies ist schneller und tendenziell bequemer, dazu kommt die Aussicht über das Land. Die Perspektive aus dem Auto ist eine ganz andere und zuweilen schönere: Die Fahrt an den Flussufern und entlang der Szenerie dieser mal weißen, oft grünen Landschaften ist ein weltweit einzigartiges Erlebnis. Er durchquert im Norden die Küstenebene und das Delta, genannt „Beaufortsee“, und schlängelt sich Richtung Süden durch einen Teil der Rocky Mountains, sowie durch die Franklin Mountains und teilt sich in den Athabasca River und den Finlay River, die, je nach Interpretation, zur Gesamtlänge des Mackenzie gezählt werden. Dann ist der Strom stolze 4241 km lang.

Der Mackenzie River-Ein machtvoller Strom in Kanadas Norden

Die gewaltigen Uferböschungen des Mackenzie Rivers beeindrucken den Besucher des Stromes. Foto: Adam Jones, Ph.D./https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Am Ufer des Stroms zieht der majestätische Weißkopf-Seeadler seine Kreise, Elche, Bärenmarder und Wölfe können  hier angetroffen und beobachtet werden. Das Gebiet um dem Mackenzie River ist daher bei Hobbyfotografen, Naturfilmern und Wandertouristen sehr beliebt. Ansonsten ist die Befahrung des Mackenzie River vor allem für geübten Kanu- und Kajaksportlern ein besonderes Abenteuer.

 

Auf dem Cameron Falls Trail im Hidden Lake Territorial Park, Northwest Territories 0

Auf dem Cameron Falls Trail im Hidden Lake Territorial Park, Northwest Territories:
Knapp 50 Kilometer östlich von Yellowknife liegt direkt am Ingraham Trail, dem Highway #4, ein kleiner Parkplatz im Hidden Lake Territorial Park, der gleichzeitig auch den Ausgangspunkt des Cameron Falls Trail markiert (Hinweisschild an der Nordseite der Straße beachten).

Auf dem Cameron Falls Trail im Hidden Lake Territorial Park

Foto: Screenshot aus der Broschüre/Teildeckblatt Cameron Falls Trail – Geological Guide © http://visityellowknife.com

Von hier aus startet der gut beschilderte und einfach bis moderat zu bewältigende Weg zu den namensgebenden Wasserfällen. Die zwei Kilometer lange, etwa 25 minütige Wanderung (einfache Strecke!) führt über erdige Pfade, Plankenwege und Treppen durch die Taiga-Landschaft und sub-arktische Umgebung bis hin zu den Cameron Falls. Ein Abstecher zu den Wasserfällen lohnt sich das ganze Jahr über: Im Winter bieten die gefrorenen Fälle ein herrliches Motiv, im Frühjahr tost das Schmelzwasser unter dem Eis, im Sommer sind die Wassermengen manchmal so reduziert, dass man auf einem Überhang über den Wasserfällen stehen kann – und im Herbst bieten die bunten, leuchtenden Farben des Laubes einen zusätzlichen Anreiz.
Eine Tour, die zu jeder Zeit empfohlen werden kann!

Weitere Informationen im Web unter https://www.ehcanadatravel.com/northwest-territories/yellowknife/parks/cameronfalls.htm und in der Cameron-Falls-Trail-Broschüre mit Karte und Hinweisen auf geologische Besonderheiten http://visityellowknife.com/sites/default/files/Cameron%20Falls%20Map.pdf.

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Mai 07
Themen
Reisen

Tag 5 – Eagle Plains – Inuvik – Dempster Highway Teil 2 0

Arctic Circle - Polarkreis

Arctic Circle – Polarkreis

Gestern Abend waren wir mit dem Wissen ins Bett gegangen, dass unsere Reise vorerst nicht weitergehen würde, da der Highway aufgrund Schneeverwehungen und starkem Wind gesperrt war. Dies war auch am Vormittag noch so.

Gegen 11 Uhr entschieden wir dann, noch eine weitere Nacht zu bleiben, da auch die Fahrtzeit von Eagle Plains nach Inuvik rund sechs Stunden beträgt.

Also mussten wir versuchen, mit dem angebrochenen Tag etwas anzufangen. Da es in und um Eagle Plains nichts gibt, was man hätte tun können, versuchten sich einige an einem Puzzle, manche lasen ein Buch und andere wiederum diskutierten über dies und das. Es kann ganz schnell langweilig werden, wenn man in Kanadas Norden nichts zu tun hat.

Gegen 15 Uhr wird es dann plötzlich hektisch. Einige Trucker springen auf, bezahlen ihren Kaffee und rennen zu ihrem Truck. Was war passiert? Wenige Sekunden zuvor wurde der Dempster Highway kurzfristig geöffnet, um all die Wartenden die Weiterfahrt nach Inuvik zu ermöglichen. Also packten wir schnell unsere Sachen, checkten aus und fuhren los. Nur wenige Minuten später war der Highway wieder geschlossen.

Das war auch nicht weiter verwunderlich, da es unterwegs zum Teil heftig windete und die freigeräumten Verwehungen schon wieder beachtliche Ausmaße erreicht hatten.
Der Schnee fegte über die Straße, die Trucks kämpften gegen den starken Seitenwind.

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Dem Sturm zum Opfer gefallener Truck

Wir machten Halt am Arctic Circle, am Polarkreis, der mit einem Hinweisschild und einigen Informationen dazu, angezeigt wurde. Aufgrund der Kälte und des Windes verbrachten wir dort aber nur wenige Minuten, ehe wir dann wieder auf der Highway waren. Kurz danach erreichten wir auch die Grenze vom Yukon und den Northwest Territories. Auch dort konnten wir nur wenige Augenblicke nutzen, um einige Bilder zu schießen.

Wir machten Halt in Fort McPherson, einem kleinen Dorf mitten im Nichts, überquerten den Peel und Mackenzie River über die jeweiligen Eisbrücken und erfreuten uns einer „Nebensonne“, einem vertikalen Regenbogen.

Fort McPherson

Fort McPherson

Icebridge mit Truck

Icebridge mit Truck

Die Fahrt war nach dem windigen Gebiet sehr angenehm und gegen 22 Uhr erreichten wir Inuvik. Zum Abendessen gab es für einige noch einen Moschusochsen-Burger, dann legten wir uns schlafen.

Welcome to Inuvik, NWT

Welcome to Inuvik, NWT

Jun 20
Themen
Natur
Reisen

Parks Canada bietet Campingtouren ab Inuvik in den Northwest Territories 0

Fly-In Campintour als besonderes Erlebnis im Norden Kanadas

Parks Canada bietet Campingtouren, sogenannte Fly-In Campingtour im Ivvakik National Park an. Die Tour ist laut The Globe and Mail „die beste Campingerfahrung” nördlich des Polarkreises. Der Park im Norden des Yukon Territories zählt zu den kaum besuchten Geheimtipps im arktischen Kanada. Durch seine abgelegene Lage fernab jeglicher Straßen, war er bislang nur zu hohen Kosten mit einem gecharterten Flugzeug ab dem 200 km östlich gelegenen Inuvik in den Northwest Territories zu erreichen. Als größte Gemeinde der Region liegt Inuvik am Ende des Dempster Highways und bietet neben seiner berühmten Iglo-Kirche Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel.

Park Canada bietet Campingtouren in die NWT an. Das Mackenzie-Delta in der Nähe von Inuvik aus der Luft betrachtet. (Credit: NWT Tourism & Terry Parker)

Das Mackenzie-Delta in der Nähe von Inuvik aus der Luft betrachtet. (Credit: NWT Tourism & Terry Parker)

Mackenzie Delta in der Nähe von Inuvik. Mit geführten Campingtouren inklusive Flug ab Inuvik macht Parks Canada das Wandererlebnis im Ivvakik National Park nun für jedermann möglich. Nach einem rund 75-minütigen Flug mit Blick auf die arktische Landschaft, wird gleich nach der Landung ein Basislager in der Nähe der Sheep Creek Station errichtet. Von hier aus starten die täglichen Tagestouren. Zelte, Isomatten, Campingkocher sowie ein Kühlschrank und Stromanschluss zum Aufladen der Kamerabatterien werden zur Verfügung gestellt. Buchungen können über das Parks Canada Büro in Inuvik vorgenommen werden.

Der Ivvakik National Park ist der erste Nationalpark Kanadas, der aus einem Landnutzungsabkommen mit den First Nations entstanden ist. Er umfasst den natürlichen Raum des nördlichen Yukon und des Mackenzie Deltas und schützt ein Teilgebiet der Kalbgründe der Porcupine Karibus. Weitere Infos unter http://www.pc.gc.ca/eng/pn-np/yt/ivvavik/index.aspx

Credit: NWT Tourism

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