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Archiv für das Schlagwort: Nunavut

Top of the World: Der Quttinirpaaq National Park 0

Wandern entlang des Air Force Gletschers im Quttinirpaaq National Park Foto: Paul Gierszewski - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Wandern entlang des Air Force Gletschers im Quttinirpaaq National Park
Foto: Paul Gierszewski – http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Der nördlichste und zweitgrößte aller kanadischen Nationalparks liegt in Nunavut (auf Ellesmere Island) –und zwar nur 720 Kilometer südlich des Nordpols, inmitten der Hocharktis. Zudem bildet er die nördlichste Landmasse des nordamerikanischen Kontinents.
Da erstaunt es nicht, dass der Inuktitut-Name übersetzt „Gipfel der Welt“ bedeutet. Da wundert es auch nicht, dass der Quttinirpaaq National Park zu den am wenigsten besuchten des Landes zählt. Und doch gehen erste Besiedlungsspuren 4000 Jahre zurück. Wer hierher kommt, der findet überwältigende Landschaften aus Fjorden, Gletschern, von Eismassen abgeschliffene Berge aber auch den Lake Hazen, der von einem einzigartigen Ökosystem umgeben ist – hier leben Polarhasen, Moschusochsen und Karibus – sowie den Barbeau Peak, die mit 2616 Metern höchste Erhebung des östlichen Nordamerikas.
Die beliebtesten Aktivitäten des Parks sind Wandern und Kayaking. First Air bietet regelmäßige Flüge von Iqaluit und wöchentliche Flüge von Yellowknife nach Resolute Bay – dem Ausgangspunkt zum Quttinirpaaq National Park – an. Von Resolute Bay bringen gecharterte Twin Otter die Besucher in einem etwa vierstündigen Flug direkt in den Park, nach Tanquary Fiord, Lake Hazen, Fort Conger oder Ward Hunt Island. Das Abenteuer kann beginnen!

Weitere Informationen unter: www.pc.gc.ca/eng/pn-np/nu/quttinirpaaq/index.aspx und http://nunavuttourism.com/parks-special-places/national-parks/quttinirpaaq

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Ein Besuch in Kugluktuk, Nunavut 0

Die Stromschnellen und der Campingplatz an den Bloody Falls, Kupluk Territorial Park, Nunavut, Kanada Foto: D. Gordon E. Robertson - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Die Stromschnellen und der Campingplatz an den Bloody Falls, Kupluk Territorial Park, Nunavut, Kanada
Foto: D. Gordon E. Robertson – http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

An den Uferns des arktischen Ozeans, nördlich des Polarkreises, an der Mündung des Coppermine River liegt die kleine Siedlung Kugluktuk, die bis 1. Januar 1996 Coppermine hieß, mit ihren gut 1400 Einwohnern.
Kugluktuk ist die westlichste Gemeinde Nunavuts, 90 Prozent der Menschen sind Inuit. Der Name Kugluktuk bedeutet übersetzt „Ort mit Stromschnellen“, der Namensteil „kugluk“ hat die Bedeutung „Wasserfall“. Hier fließt der Coppermine River in den Coronation Gulf, der zur berühmten Northwest Passage gehört.
Wie der Name bereits andeutet, war das Tal des Coppermine River eine uralte Kupferquelle. Lange wurde das metallische Kupfererz von Inuit abgebaut. Heute besticht das Tal durch sein einzigartiges Mikroklima. Erstreckt sich doch, ungewöhnlich so hoch im arktischen Norden, entlang des Ufers an manchen Ecken ein schmaler Streifen aus verkrüppelten, borealen Waldbäumen.
Von Kugluktuk stromaufwärts liegen die Bloody Falls im Kugluktuk/Bloody Falls Territorial Park – eine uralte Angel- und Jagdregion der Inuit mit kultureller und historischer Bedeutung. Wer diesen einzigartigen Ort besuchen möchte: Es gibt regelmäßige Linienflugverbindungen mit First Air zwischen Yellowknife und Kugluktuk.
Weitere Informationen unter:
http://nunavuttourism.com/regions-communities/kugluktuk und http://nunavuttourism.com/parks-special-places/territorial-parks/kugluk-bloody-falls

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Inuvik Tuktoyaktuk Highway 3

Der Bau des Mackenzie Valley Highway

Seit den 1960er Jahren ist er in Planung, im Jahr 2013 begannen die ersten Bauarbeiten. Der Allwetter-Highway zwischen Inuvik und Tuktoyaktuk (ITH) wurde fast fünf Jahrzehnte in alle Richtungen geplant und abgewogen, nun soll die befestigte, ganzjährig befahrbare Straßenverbindung die nur im Winter hergestellte und befahrbare Iceroad ersetzen.

ITH

Die Arbeiten am ITH gehen voran. Foto: © James MacKenzie

(360fk). Auch in der sogenannten Wildnis ist es nicht einfach, einmal so eine Straße zu bauen. Dies lässt sich an der Zeit ablesen, die seit der Planung der Allwetterstraße von Inuvik nach Tuktoyaktuk bis zu den ersten Baumaßnahmen vergangen ist, fast fünf Jahrzehnte. Technische Studien, Profile, Verlauf der Fahrbahn, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Wirtschaftlichkeitsprüfungen, die Prüfung und Genehmigung für Gesteinsabbaurechte für Schotter, Kies und andere Baumaterialien und vieles mehr gingen dem ersten Bauabschnitt voraus.
Auch der Aufbau der Straße, die allen Wetterverhältnissen trotzen und eine ganzjährige Befahrung ermöglichen soll, erforderte eine jahrelange Planung. Vorallem sorgte der vorherrschende Permafrost für reichliche Diskussionen.
Im Winter/Frühjahr 2012/2013 und im Herbst 2013 wurden erste Zufahrten von der Navy Road in Inuvik als südliche Verbindung zum Highway und die ersten 19 Kilometer der Straße ausgebaut. Derzeit warten die Straßenbauarbeiter auf kaltes Wetter, denn an der Straße kann nur vom späten Herbst bis ins kommende Frühjahr gebaut werden. (mehr …)

Im hohen Norden: Der Sylvia Grinnell Territorial Park, Nunavut 0

Sylvia Grinnell Territorial Park ©Sebastian Kasten

Sylvia Grinnell Territorial Park ©Sebastian Kasten

Die Hauptstadt von Nunavut ist Iqaluit (früherer Name bis 1987 Frobisher Bay), und sie ist mit knapp 7000 Einwohnern auch der größte Ort des Territoriums. Gegründet wurde Iqaluit, was in Inuktitut so viel bedeutet wie „Ort mit viel Fisch“, im Jahre 1942. Doch bereits seit rund 4000 Jahren sind hier die Vorfahren der heutigen Inuit ansässig. Wer tiefer in die historische und archäologische Geschichte eintauchen möchte, der kann dies im Nunatta Sunakkutanngit Museum tun. Das Unikkaarvik-Besucherzentrum bietet zudem Sammlungen ausgesuchter Inuit-Kunst. Und auch die anglikanische Kirche in Form eines Iglus gehört zu den Sehenswürdigkeiten. Nur einen Kilometer vom Stadtzentrum Iqaluits entfernt und leicht zu erreichen befindet sich der Sylvia Grinnell Territorial Park, der älteste Park des Territoriums, der sich entlang des mäandernden Sylvia Grinnell Rivers erstreckt. Und schon ist der Reisende wieder in der großartigen Weite der faszinierenden Tundra-Landschaft des kanadischen Nordens. Trails laden zum Wandern und Entdecken ein. Der Fluss bietet gute Gelegenheiten, Arktischen Saibling zu fangen, an den Wasserfällen lässt sich hervorragend picknicken, und der Park bietet Möglichkeiten zur Wildtierbeobachtung.

Weitere Informationen unter: www.nunavuttourism.com/parks-special-places/territorial-parks/sylvia-grinnell

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Jun 20
Themen
Natur
Reisen

Trekking auf den Pfaden der Inuit … und 007 lässt grüßen 1

Was haben moderne Tourengeher mit den Ureinwohnern Nunavuts, Led Zeppelin und James Bond gemeinsam?

Na, die Begeisterung für das Trekking-Eldorado Auyuittuq National Park auf Baffin Island – ist doch klar! Und die Götter der Wikinger sind irgendwie auch noch mit im Spiel…

Trekking in Nunavut. Hoch oben im Norden Nunavuts auf Baffin Island liegt der Auyuittuq National Park, wo gigantische Gletscher und polares Eis auf zerklüftete Granitfelswände treffen und die schroffe Landschaft der Arktis in ihrer schönsten Form zu bewundern ist. Der Park beheimatet die höchsten Gipfel des Kanadischen Schildes, die zum Teil mehr als 2.000 m senkrecht in die Höhe aufsteigen.

Für Outdoor-Fans eröffnet sich hier ein wahres Trekking-Eldorado. Allen voran begeistert der Akshayuk-Pass, ein traditioneller Reisekorridor, der seit Jahrtausenden von den Inuit zur Durchquerung des Gebietes genutzt wird. Der Pass liegt in einem ehemaligen Flussbett und erstreckt sich im Südosten der Penny-Eiskappe unterhalb der Gletscherzone über fast 100 Kilometer und verbindet den Cumberland Sound mit der Davis Strait. Erfahrene Wanderer bezeichnen ihn als einen der spektakulärsten Trekking-Pfade unseres Planeten.

In nördlicher Richtung starten die Touren zum Akshayuk-Pass in der gemütlichen Inuit-Siedlung Pangnirtung im Südosten Baffin Islands. Die Teilnehmer reisen per Flugzeug an und treffen sich hier mit ihren erfahrenen Trekking-Führern, um Ausrüstung und Material vorzubereiten. Mit dem Boot geht es dann durch den Pangnirtung Fjord zum 30 km entfernten Eingang der Schlucht. Allein die Bootsfahrt verspricht viel Abwechslung – stehen doch die Chancen nicht schlecht, schwimmende Eisberge, arktische Meeresbewohner, oder sogar einen Eisbären zu entdecken.

Trekking auf den Pfaden der Inuit

Trekking auf den Pfaden der Inuit. (Credit: Parks Canada)

Mit der Begehung des Akshayuk-Passes zeigt sich den Wanderern eine arktische Landschaft, die spektakulärer nicht sein könnte. Riesige, steile und vielfältig gefärbte Felswände markieren die Strecke, die entlang verschneiter Gebirgskämme und senkrecht zum Himmel zeigender Berggipfel führt. Die Route wird gesäumt von zahlreichen mit Geröll übersäten Gletscherzungen und aufgeworfenen Endmoränen, Wasserfällen und kristallklaren Seen, darunter der Summit Lake – höchster Punkt des Passes und Auffangbecken von Gletscherwasser, das im Sommer blaugrün leuchtet und oft noch von schwimmendem Eis bedeckt ist. Von weitem ist die beeindruckende „Penny Ice Cap“ zu erblicken, die größte Eiskappe Baffin Islands.

Unter der „Beobachtung“ der Wikingergötter windet sich der Pass durch die Landschaft, denn viele der beeindruckenden Berggipfel haben ihre Namen aus der nordischen Mythologie erhalten. Der Mount Thor wurde nach dem „Gott des Donners“ benannt und begeistert mit der höchsten mindestens senkrechten Steilwand der Welt. Sie misst 1.250 Meter und weist einen Durchschnittswinkel von 105 Grad auf. Inspiration pur, nicht nur für Sportler. Die britische Band Led Zeppelin zeigt den Berg in ihrem Konzert-Film The Song Remains the Same aus dem Jahr 1973 in einer Traumsequenz, während das Lied No Quarter spielt, das vom nordischen Gott Thor handelt.

Auch der Mount Asgard, nach dem Wohnort der nordgermanischen Götter benannt, hat die Medienszene inspiriert: Im Juli 1976 diente er als Drehort für die Eröffnungsszene des James Bond-Films Der Spion, der mich liebte. Rick Sylvester, das Stuntdouble von Hauptdarsteller Roger Moore, springt in dieser Szene mit Skiern von einer Bergklippe in die Tiefe, um im freien Fall einen Fallschirm zu öffnen. Ein spektakulär gut gewählter Drehort!

Mit 2.147 Metern ist der Mount Odin der höchste Berg auf Baffin Island. Benannt ist er nach dem Vater aller Wikingergötter Odin.

Rund 8 Tage lang sind die Tourengeher auf dem Akshayuk-Pass unterwegs. Übernachtet wird in Zelten unter freiem Himmel. Krönendes I-Tüpfelchen für erschöpfte, aber glückliche Wanderer sind die Polarlichter, Aurora Borealis, die sich in klaren Nächten am Himmel zeigen – eine imposante und ganz kostenlose Lichtershow der Natur.

Die beste Zeit für eine Tour über den Akshayuk-Pass ist Mitte Juli bis Ende August. Wanderer sollten jedoch auch in dieser sommerlichen Jahreszeit auf ungemütliche Wetterbedingungen vorbereitet sein. Plötzlicher Temperaturabfall, starke Winde, Regen oder sogar Schneefall sind durchaus möglich. Ein Zeitpuffer bei der Routenplanung ist also unbedingt erforderlich.

Wem der Akshayuk-Pass zu extrem erscheint, für den hat Nunavut auch Sanfteres zu bieten. Ob anstrengende Bergtouren, Querfeldein-Wanderungen durch die Wildnis oder gemütliche Spaziergänge auf gut ausgeschilderten Wanderwegen in den National und Territorial Parks – durch die vielfältige Geographie des Territoriums ist für jeden Geschmack das Richtige dabei.

Touren in und um Cambridge Bay auf Victoria Island führt die Wanderer beispielsweise zu riesigen Vogelbiotopen, wunderschönen arktischen Küstenabschnitten, tollen Fischgründen und bedeutungsvollen archäologischen Stätten. Wer auf den Spuren der Polarforscher Amundsen und Franklin wandeln bzw. wandern möchte, der kommt im Northwest Passage Historical Park nahe der Gemeinde Goja Haven auf seine Kosten. Auch der Quttinirpaaq National Park auf Ellesmere Island oder der Katannilik Territorial Park sind äußerst beliebte Destinationen für Wandertouren. Von Tagesausflügen bis zu zweiwöchigen Expeditionen mit landeskundigen Führern ist alles möglich. Die Parks bieten ausgezeichnete Wandermöglichkeiten auf markierten Pfaden, die das Ökosystem schützen. Auch auf diesen „öffentlichen“ Wegen ist die Sichtung arktischer Wildfauna wie Karibus und Polarwölfe wahrscheinlicher als das Zusammentreffen mit anderen Wanderern. Nunavut ist also genau das Richtige für all jene, die die Einsamkeit der arktischen Natur zu schätzen wissen. Oftmals zeugen nur Inuksuks – von den Inuits als Wegweiser in der Landschaft aufgestellte Steinmännchen – davon, dass hier bereits Menschen unterwegs waren.

Zu einer echten Wandertour – zumal wenn sie mehrtägig ist – gehört natürlich auch die Übernachtung im Zelt. Ausgewiesene Campingplätze sind selten in Nunavut. Camper sind gewöhnlich sich selbst überlassen, so dass Campingtouren am besten mit einem landeskundigen Führer unternommen werden. Diese kennen die günstigsten Plätze zum Campen, die sich bereits in der Vergangenheit bewährt haben, da sie z.B. besonders geschützt liegen, über ausreichendes Frischwasser verfügen oder exzellenter Aussichtspunkt für Tierbeobachtungen sind. In Nationalparks müssen stets die ausgewiesenen Campingplätze aufgesucht werden. Etwas knifflig ist die Tatsache, dass normale Heringe aufgrund des steinigen Untergrunds oftmals nicht genutzt werden können. Spezielle Stahlheringe oder Halteseile, mit denen das Zelt festgebunden wird, sind unumgänglich, um gegen den starken arktischen Wind standzuhalten.

Alle startklar?!? Dann kann das Nunavut-Abenteuer beginnen!

Credit: Nunavut Tourism

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