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Archiv für das Schlagwort: Quebec

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe 0

Am morgigen Sonntag findet in Québec eine Konferenz mit dem Thema „Radikalisierung junger Menschen über das Internet statt. Zu diesem Thema hat die Generaldirektorin der UNESCO, Frau Irina Bokova gemeinsam mit der Québecer Ministerin für internationale Beziehungen und Francophonie, Frau Christine St-Pierre einen offenen Brief verfasst und unterzeichnet, dessen Wortlaut wir nachfolgend veröffentlichen.

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe 

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe

In einer sich verändernden Welt, in der sich nationale Grenzen auflösen, die Menschen zunehmend gleichberechtigten Zugang zu Wissen haben und ihre Meinungen untereinander einfach per Klick austauschen können, sich Ideen im Cyberspace schnell verbreiten und die ganze Welt nur eine Fingerbewegung entfernt ist, müssen wir uns auf das besinnen, was uns miteinander verbindet und was uns inspiriert, besser zu werden. Angesichts der grauenvollen Gewalt, die ganze Kontinente überzieht, sind Solidarität und Anteilnahme unabdingbar, um dieses sich ausbreitende Phänomen zu stoppen. Die Radikalisierung greift Raum in ganz unterschiedlichen Umfeldern und betrifft alle Gesellschaften, unabhängig von Geschlecht, Ethnizität oder Status. Um sie zu bekämpfen, brauchen wir vor allem Offenheit und Dialog.

Die Regierung von Québec und das Programm „Information für alle“ (Information for All Programme, IFAP) der UNESCO haben daher beschlossen, gemeinsam eine internationale Konferenz abzuhalten, um das Phänomen der Radikalisierung genauer zu verstehen und konkrete Maßnahmen gegen dessen weitere Ausbreitung zu entwickeln. Ziel der Konferenz wird es unter anderem sein, die Vorgehensweisen der Extremisten im Internet aufzudecken, mit denen sie neue Anhänger zu gewinnen versuchen, und zu bestimmen, mit welchen Mitteln gegen deren kriminelle Aktionen gezielt und wirksam vorgegangen werden kann. Die Konferenz mit dem Titel „Das Internet und die Radikalisierung der Jugend: vorbeugen, handeln und gemeinsam leben“ findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2016 in Québec (Stadt) − Weltkulturerbe der UNESCO – statt.

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe

Das Internet ist ein großartiges Medium des Dialogs zwischen den Kulturen und des Wissensaustauschs, ein Ort der Entdeckung und Offenlegung, wo Meinungsfreiheit gelebt werden und sich entwickeln kann. Aber das Internet hat zugleich eine dunklere Seite; auch Extremismus kann sich hier entfalten und gefährdete bzw. leicht beeinflussbare Personen erreichen. So sind Jugendliche aufgrund ihrer Risikofreudigkeit und ihrer Bereitschaft, sich zu engagieren, oft leichte Beute für bestimmte Bewegungen, denen es dann gelingt, sie für eine scheinbar ehrenhafte und aufregende Sache zu gewinnen.

Es sind aber auch die jungen Generationen, die der Radikalisierung dauerhaft ein Ende setzen können. Wir müssen sie daher einbeziehen, sie fragen und ihnen zuhören; vor allem aber müssen wir ihnen das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben, damit sie engagierte und wachsame Internetnutzer werden können. Wir müssen sie ermutigen, sich für eine Zukunft einzusetzen, in der Toleranz, universelle Menschenrechte und Menschenwürde maßgebend sind.

Der Kampf gegen die Radikalisierung ist eine globale Aufgabe, die nur mit offenem und engagiertem Dialog gelingen kann. In diesem Sinne bauen die Ziele der Konferenz auf dem Aktionsplan zur Prävention von gewalttätigem Extremismus auf, der am 15. Januar 2016 vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, vorgestellt wurde. Während die Experten und Forscher mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen auf diesem Gebiet dazu beitragen, den Kampf gegen die Radikalisierung noch effektiver zu führen, können wir selbst in unseren diversen Netzwerken jeden Tag auch einen Beitrag leisten: indem wir zuhören, Anteil nehmen und miteinander kommunizieren. Wir müssen über unsere Herausforderungen reden, unsere Erfahrungen entmystifizieren, unsere Erlebnisse miteinander teilen – kurz: Wir müssen mit dem Thema Radikalisierung offen umgehen.

Lasst uns eine klare und positive Botschaft in die Welt bringen. Lasst uns in dieser schwierigen Situation vereint bleiben, offen aufeinander zugehen und unsere Unterschiede als Reichtum verstehen, den es zu entdecken und wertzuschätzen gilt.

Irina Bokova, Generaldirektorin der UNESCO

Christine St-Pierre, Ministerin für internationale Beziehungen und Frankophonie von Québec

http://en.unesco.org/ConfQcUNESCO/home

http://www.mrif.gouv.qc.ca/fr/radicalisation

 

Kanadischer Theaterabend im Ratatouille 0

Am Dienstag, den 3. Mai 2016, um 19 Uhr lädt das „Ratatouille“ in Berlin herzlich zu einem Theaterabend mit dem aus Montreal stammenden Autor David Paquet und dem Berliner Übersetzer Frank Weigand in die Ackerstraße 2 ein.

Kanadischer Theaterabend im Ratatouille

David Paquet. Foto: Yanick Corriveau

In Deutschland ist der Dramatiker David Paquet kein unbeschriebenes Blatt mehr, denn seine Stücke Stachelschweine, Open House und 2 Uhr 14 sind hier längst auf den Bühnenbrettern zu sehen. Am 5. April lief die Premiere von 2 Uhr 14 am Deutschen Theater in Berlin, ein Text, der die Lust am Leben trotz aller Kompliziertheit zeigt und die eine Minute, in der alles vorbei ist. Ins Deutsche übertragen hat dieses Tragikomödie der gefragte Übersetzer Frank Weigand, der auch Mitherausgeber der Theateranthologie Scène ist.
Am 3. Mai 2016 gewähren beide Einblicke in die Kunst des Schreibens und des Übersetzens von Theaterstücken. Das Team des „Ratatouille“ freut sich auf einen Abend mit mehrsprachigen Performances aus Paquets Repertoire und über eine Live-Übersetzung mit Frank Weigand. Also seid dabei, wenn „Book and you“ in die nächste Runde geht und findet heraus, ob nicht vielleicht auch ein Übersetzer in euch schlummert.
Die Veranstaltung findet auf Französisch und Deutsch statt. Für die Performances werden die beiden von den Schauspielerinnen France Perras (Vancouver) und Sylvianne Rivest-Beauséjour (Montréal) unterstützt.

Kanadischer Theaterabend im Ratatouille

Frank Weigand. Foto: privat

Der Eintritt ist frei. Das „Ratatouille-Team“ freut sich über eure Spende.

Über das „Ratatouille“:

Kanadischer Theaterabend im Ratatouille

Blick ins Ratatouille. Foto: Janine Escher

Das Kochatelier Ratatouille liegt in einem Berliner Hinterhof in Berlin Mitte, in einem ausgebauten Kellergewölbe. Draußen gibt es einen netten, grünen Garten.
Die Inhaberin Moïra Seba verbindet in ihrem Kochatelier das Kochen mit der Kultur. Neben Tipps und Tricks beim Kochen vermittelt sie auch kulturelle Hintergründe. Sie ist Französin, mit deutschen Wurzeln und hat ihre Kindheit in Québec verbracht. Das Kochatelier in Berlin betreibt sie seit 2013.

Kanadischer Theaterabend im Ratatouille

Leckereien aus dem Kochatelier. Foto: Janine Escher

Weitere Informationen zum Ratatouille findet ihr auf der Website des Kochateliers: http://www.ratatouille-berlin.de

La Ronde: Einmal das Monster und den Goliath besiegen 0

La Ronde: Einmal das Monster und den Goliath besiegen:
La Ronde, das ist ein fast 600.000 Quadratmeter großer Freizeitpark auf der Île Sainte-Hélène im Sankt-Lorenz Strom, mitten in Montréal gelegen. Und der bei vergnügungssüchtigen Achterbahn- und Karussellfahrern keine Wünsche offen lässt.

La Ronde: Einmal das Monster und den Goliath besiegen

Der Vampir im La Ronde Freizeitpark in Vancouver.
Foto: Christophe95/http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Die Anzahl an Fahrgeschäften ist mit mehr als 40 riesig. Da fällt die Auswahl schwer. Unter den Attraktionen befinden sich alleine elf Achter- und drei Wildwasserbahnen.
Wie wäre es also mit einer Fahrt auf dem Goliath, der dritthöchsten (53 Meter) und drittschnellsten (110 Kilometer pro Stunde) Achterbahn Kanadas oder auf dem Monster, der größten, hölzernen Achterbahn Kanadas, die zudem die höchste (39,9 Meter), zweispurige Holzachterbahn der Welt darstellt.

Ein Tagesticket kostet pro Person 65,99 CAD, Kinder unter 1,37 Meter und Senioren über 60 Jahren zahlen 48,99 CAD, Kinder unter zwei Jahren haben freien Eintritt. La Ronde ist von Mai bis Oktober geöffnet. Na dann, viel Spaß. So lange der Magen mitmacht!

Weitere Informationen unter: www.sixflags.com/larondeen

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Mrz 11
Themen
Reisen

Percé – Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet 0

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Das Stadtwappen von Percé

Percé – Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Es ist ein besonderer Ort, Percé in der kanadischen Provinz Québec im Osten der Halbinsel Gaspésie gelegen. Die Nachbarprovinz Neufundland vor Augen mündet hier der mächtige St. Lorenz-Strom in den St. Lorenz-Golf und somit in den Atlantik.

Wahrzeichen des Ortes ist der bei Ebbe zu Fuß erreichbare 88 m hohe und 438 m lange Kalksteinfelsen Rocher Percé.

Der Felsen ist jedoch derzeit aufgrund massiver Felsabbrüche nahezu vollständig gesperrt. Der Zugang auf die Besucherplattform ist jedoch möglich.
Percé ist als Tourismusort Ausgangspunkt für viele Unternehmungen, seien es Walbeobachtungsfahrten oder eine Exkursion zur nahegelegenen Vogelinsel Bonaventure. Die dort heimische Basstölpelkolonie umfasst ungefähr 50.000 Tiere und ist damit die größte Basstölpelkolonie Amerikas.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Die größte Basstölpel-Population Amerikas findet sich auf der Insel Bonaventure. Foto: bodoklecksel/GFDL

Aber ein Urlaub in Percé bietet noch viel mehr. Fahrten mit dem Seekajak, eine Hummerfangexkursion mit einem phantastischen Seafood-Essen, wer möchte sich das entgehen lassen? Sporttauchen im Meer vor der Hafenstadt? Kein Problem, ob allein oder mit einem Tauchguide, es wird spannend. Im Sommer Baden, oder am Strand nach Achat und Jaspis suchen. Vielfältige Aktivitäten sind im Osten Québecs möglich.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Natur pur in Percé auf der Gaspesie-Halbinsel.

Für Freunde historischer Gebäude bietet Percé einen Rundgang zu architektonischen Gebäudeschönheiten des 19. und 20. Jahrhunderts an. Es kann gewandert werden, Radfahrer kommen auf ihre Kosten. Wie wäre es mit einem Hubschrauberrundflug?
Im Winter warten Motorschlitten und Hundeschlitten auf den Urlauber. Abenteuer pur.
Aber auch die Höhepunkte für Seele, Geist und Magen fehlen nicht. Nach einem ausgiebigen Wellness-Erlebnis laden Restaurants zum kulinarischen Verwöhnen ein.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Der Rocher-Percé ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar.

Weitere Informationen:

Die Internetseite der Stadt: http://www.rocherperce.com/

Die Karte von Percé:

PERCE_geographie

Percé und die Halbinsel Gaspesie sind auch ein Paradies für Wanderer:

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Eine Rundwanderung zu den historischen, architektonischen Sehenswürdigkeiten:

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Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Perce, aus der Luft gesehen.

Canada: Happy National Maple Syrup Day 17.12.2015 0

Canada: Happy National Maple Syrup Day, heute ist der Nationale Ahornsirup Tag in Kanada, hätten sie es gewusst?

Genie­ßen sie nicht nur zum Natio­na­len Ahorn-Sirup Tag in Kanada einen lecke­ren Roso­lio. Foto: © Parks Canada

Genie­ßen sie nicht nur zum Natio­na­len Ahorn-Sirup Tag in Kanada einen lecke­ren Roso­lio. Foto: © Parks Canada

Im 18. Jahrhundert wurde Ahornsirup mit kaltem Wasser und Frauenhaar-Farn Sirup, einem anderen lokalen Produkt vermischt, um einen Durstlöscher herzustellen. Mit seinem Hauch von Ahorn wurde dieser Durstlöscher von den Siedlern Neufrankreichs sehr geschätzt.

In Kanada war es selbstverständlich, dass Rosolio mit Ahorn-Zucker hergestellt wurde. Im Jahr 1691 stellte Chrestine Leclerc den Rosolio mit Weinbrand, Ahorn-Zucker,
Nelken und Zimt her, eine angenehm zu trinkende Mischung.

Das nachfolgende Rezept wurde von Yvon Desloges und Marc Lafrance, Historiker bei Parks Canada getestet. Sie haben das Originalrezept aus dem Buch „A taste of History“ angepasst.

Natives stellen Ahornsirup her. Ausschnitt eines Stiches der Lafitau Moeurs des sauvages amériquains, 1724 © Parks Canada

Natives stellen Ahornsirup her. Ausschnitt eines Stiches der Lafitau Moeurs des sauvages amériquains, 1724
© Parks Canada

Beeindrucken Sie Ihre Gäste in der Weihnachtszeit mit einem leckeren Rosolio.
Hier das Rezept.

Rosolio

Zutaten:

2 Tassen | 500 ml Eau-de-vie (Weinbrand)
3 Knoblauch
5 schwarze Pfefferkörner
1 Zimtstange
12 Koriandersamen
1 TL | 5 ml Anis
4 Unzen | 125 g Ahornzucker, geriebene

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und für vier Stunden stehen lassen. Absieben und in eine Flasche abfüllen. Zum Genießen mit Mineralwasser verdünnen.

Genießen sie weitere Leckereien aus Kanada. Rezepte und viele weitere Informationen zu Parks Canada finden sie hier:

http://www.pc.gc.ca/

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