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Archiv für das Thema: Essen & Trinken

Rezept aus Québec: Apfelkuchen mit Ahornsirup 2

Zwei Dinge sind untrennbar mit Québec verbunden: Ahornsirup (rund 90 Prozent der Produktion des ganzen Landes stammen aus der Provinz und rund 71 Prozent weltweit) sowie eine durch ihre französischen Wurzeln inspirierte Küche. Probieren Sie doch mal folgendes Rezept, wenn Sie Appetit auf Québec bekommen:

Zutaten:
Für den Boden 175g Mehl, 55g Butter, 3 EL Wasser und eine Prise Salz.
Für den Belag 250 ml Ahornsirup, 1 EL Butter, 125 ml hochendes Wasser, 4 EL Maisstärke, 60 ml kaltes Wasser und 6 geschälte Äpfel.

Zubereitung:
1. Die Zutaten für den Boden vermengen und in einer gefetteten Kuchenform verteilen.
2. In einem Topf das Wasser, die Butter und den Ahornsirup zum Kochen bringen. 2 Minuten kochen lassen.
3. Die Maisstärke im kalten Wasser lösen und zur Butter-Ahornsirup-Mischung hinzufügen.
4. Die Apfelspalten auf dem Kuchenboden verteilen und mit der flüssigen Mischung übergießen.
5. Den Kuchen bei 180°C für 30-45 Minuten backen.

Ahornsirup-Festival in Ontario 1

Kinder zapfen Ahornsirup von einem Baum

Ahornsirup: Erst wird er dem Baum abgezapft, dann eingekocht und dann mmmmmmmh! (c) Ontario Tourism

Seit 1965 feiert die kleine Gemeinde Elmira (120 Kilometer westlich von Toronto gelegen) das weltweit größte Ein-Tages-Ahornsirup-Festival. Über 2000 ehrenamtliche Helfer tragen zum Gelingen des Festes bei und sämtliche Erlöse kommen wohltätigen Zwecken vor Ort zugute.

Das Festival beginnt mit einem Pfannkuchen-mit-Ahornsirup-Frühstück, zum Programm gehören aber auch Planwagenfahrten und verschiedene Shows und Wettbewerbe – vom schönsten Quilt über Antiquitäten, Spielzeuge und Hunde bis zum Pancake-Flipping-Wettkampf, bei dem sich die Teilnehmer mit Pfannen bewaffnet Pannkuchen zuwerfen müssen.

Das ganze Programm findet sich unter www.elmiramaplesyrup.com/attractions, in diesem Jahr findet die süße Feier für die ganze Familie am 31. März statt.

Aber bitte mit Zeh! 3

Wer in den Yukon fährt, kann die Robustheit seines Magens mit einer Trink-Tradition der besonderen Art auf die Probe stellen: Wer einen Sourtoe Cocktail bestellt, wird darin schwimmend nämlich eine Zehe vorfinden. Und dabei handelt es sich nicht um einen Scherzartikel.

Alles begann im Jahr 1973. Damals erwarb Captain Stevenson eine Blockhütte am 60-Mile-River, in der er eine in Alkohol konserviertes Fußglied fand: es handelte sich um den in den 1920er Jahren amputierten großen Zeh des Rum-Schmugglers Louie Liken. Als er seinen Fund im Dawsoner Eldorado Hotel präsentierte, kam eins zum anderen und Alkohol spielte dabei sicherlich auch eine Rolle.

Heute ist der Cocktail, der aus 4cl Whiskey oder Wodka und einem echten Zeh besteht, legendär und ihn zu trinken eine Mutprobe, für die man ein lustiges Zertifikat erhält und in den „Sourtoe-Club“ aufgenommen wird. Allerdings nur, wenn die unappetitliche Drink-Einlage mindestens einmal die Lippen berührt. Und tatsächlich hat der Club schon mehrere tausend Mitglieder!

Manchmal bildet sich am Tresen des „Downtown Hotel & Saloon“  in Dawson eine regelrechte Schlange – obwohl dort inzwischen mehrere gespendete Zehen zur Verfügung stehen… Übrigens: Wer im Eifer des Gefechts versehentlich das ganze Glas leert, verpflichtet sich dazu, nach seinem Tod einen seiner Zehen abzutreten.

Wer sich schonmal Appetit holen möchte (und einen starken Magen hat) klicke hier….

Die Ahornsirup-Ernte hat begonnen 4

Im Frühling, wenn die oft meterhohen Schneedecken tauen und die Pflanzen aus dem Winterschlaf erwachen, beginnt die Ahornsirup-Saison. Ab etwa Mitte März, wenn die Tage schon wärmer werden, aber die Nächte noch kalt sind, steigt der Saft in den Bäumen. Der anfangs noch klare Saft wird abgezapft, in großen Eimern aufgefangen und anschließend zu Sirup eingekocht (hier gibt’s ein kleines Video dazu).

In Québec, der Provinz, aus der der Sirup traditionell stammt, kennt fast jeder jemanden, der einige Ahornbäume besitzt oder hat selbst welche in seinem Garten stehen. Und so ist das gemeinsame Sirup-Kochen im Frühling eine beliebte Wochenendbeschäftigung.

Wer als Tourist nun keine Einheimischen kennt, kann trotzdem zuschauen: In Quebec gibt es einige sogenannte „Sugar Shacks“, auf Französisch „Cabane à Sucre“ oder „Sucrerie“ genannt, die die Sirupernte zum Event gemacht haben.

Familie Leclerc aus Neuville bei Québec City beispielsweise lädt bereits seit 1951 vom 1. März bis 1. Mai auf ihren Hof, die Cabane Leclerc, ein, wo die Gäste auch Pferdekutsche fahren und quebecoise Küche probieren können.

Im „Le Chemin du Roy“ (ebenfalls nahe Québec City) kann sogar das ganze Jahr über eine Führung durch den „sugar shack“ bekommen, allerdings ist auch dieser natürlich nur während der Saison in Betrieb. Auch hier gibt es zusätzliches Programm: Schlittenfahrten, Live-Musik und Québecoise Küche.

Weitere Adressen finden Sie auf den Tourismusseiten von Québec City und der Provinz Québec.

Gesund und fair Fisch essen mit „Ocean Wise“ 0

Einige der führenden Köche Vancouvers gründeten 2005 mit Unterstützung durch das Vancouver Aquarium die Initiative „Ocean Wise“. Das Programm hilft Gastronomie-Profis wie auch Verbrauchern dabei, auf Fische und Meerestiere zu verzichten, die zu gefährdeten Arten gehören oder die mit unethischen Fangmethoden aus dem Meer geholt wurden. Darüber hinaus bietet „Ocean Wise“ Informationen über Bio-Zuchtfarmen und vertrauenswürdige Händler. Inzwischen hat das Programm Schule gemacht: In seinem siebten Jahr freut sich „Ocean Wise“ über mehr als 500 Mitglieder in ganz Kanada.

Praktische Einkaufshilfen für Verbraucher:

  • Infos für Kanada: Die kostenlose Ocean Wise iPhone App zeigt Restaurants und Märkte in der Nähe an, die nachhaltig gefangenen oder gezüchteten Fisch verkaufen (Download hier).
  • Infos für Deutschland: der Greenpeace Fisch-Führer (Download hier).
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