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Archiv für das Thema: Essen & Trinken

Eisweinernte auf der Niagara-Halbinsel 4

Die Grundlage für einen der besten Eisweine der Welt

Die Grundlage für einen der besten Eisweine der Welt

Lange waren sie von Yannick und Gregory Wertsch von der „Between the Lines Winery“ erwartet worden, die notwendigen Minusgrade, die es erlauben, die gefrorenen Trauben von den Stöcken zu lesen, um eines der edelsten Getränke zu pressen und zu keltern, den Eiswein.

Yannick Wertsch, Winemaker bei "Between the Lines Winery"

Yannick Wertsch, Winemaker bei „Between the Lines Winery“

In der Nacht vom 20. auf den 21. Januar war es dann soweit. Das Thermometer zeigte minus zwölf Grad Celsius, das Startsignal für die Eisweinernte. Nachdem es auch in den nachfolgenden Tagen immer zweistellige Minusgrade gab, konnte die gesamte Ernte eingefahren werden. Früh am Morgen lesen und dann den eiskalten Tag über Pressen.

Anders als in früheren Jahren wollte es in diesem Winter nicht früher mit dem notwendigen Frostwetter klappen, das Resultat ist eine viel kleinere Ernte als sonst. „Aufgrund der Witterungsbedingungen konnten wir nur 30% der erwarteten Traubenmenge lesen, aber die Qualität ist super“, so die Mutter von Yannick und Gregory und gute Seele der Weinkellerei, Gabriele Wertsch.
So hat der Cabernet Franc Eiswein ein Mostgewicht im unvergorenen Traubenmost von 48 Brix, dies entspricht ca. 213 Öchsle!
So versprechen  der Cabernet Franc Eiswein des Jahrgangs 2013 und auch der Vidal-Eiswein sowohl von der zur Verfügung stehenden, geringen Menge als auch von der Qualität eine Rarität zu werden.

Winemaker Yannick Wertsch hat nunmehr die härtesten Tage des Winters überstanden. Acht Tage lang stand der junge  innovative, in Deutschland ausgebildete Weinexperte nun nahezu ununterbrochen im Wengert und in der Kellerei, die in unmittelbarer Nähe zu den Niagara-Fällen liegt.

Es wird sicherlich ein großer Genussmoment, wenn der erste ausgebaute und gereifte Eiswein verkostet werden kann.
Übrigens, einen Eiswein von der Niagara Halbinsel trinkt man nicht wie einen Dessertwein, man genießt ihn gemeinsam mit einem guten Blauschimmelkäse, einem feinen Dessert, mit einer edlen Schokolade oder den köstlichen Eiswein Trüffel von “Between the Lines Winery”.

Bei eisigen minus zwölf Grad Celsius ging es am frühen Morgen los

Bei eisigen minus zwölf Grad Celsius ging es am frühen Morgen los

Weniger Lesegut als in den Vorjahren, aber allerbeste Qualität

Weniger Lesegut als in den Vorjahren, aber allerbeste Qualität

Ein herrlicher Anblick, tiefgefrorene Trauben

Ein herrlicher Anblick, tiefgefrorene Trauben

Eine Köstlichkeit, Vidal-Eiswein von der Niagara Halbinsel

Eine Köstlichkeit, Vidal-Eiswein von der Niagara Halbinsel

Nach acht Tagen nonstop im Wengert und im Keller, schlafen, schlafen, schlafen

Nach acht Tagen nonstop im Wengert und im Keller, schlafen, schlafen, schlafen

 

Zergeht auf der Zunge, Eiswein-Trüffel in feinster Qualität

Zergeht auf der Zunge, Eiswein-Trüffel in feinster Qualität

Weitere Informationen zur Winery, zu den Winemakern und den Weinen unter:

http://www.betweenthelineswinery.com/ und http://www.faszination-kanada.com/essen-und-trinken/weine-aus-kanada/

 

Kulinarische Reise durch Prince Edward Island 1

Fangfrische Meeresfrüchte, am Strand zubereitet

Für Foodies gibt es auf Prince Edward Island viel zu entdecken und probieren

Hat Reisen und das Entdecken eines neuen Landes, einer neuen Region für Sie auch immer mit Essen zu tun? Mit den Gerichten und Produkten, die typisch für Ihr Urlaubsziel sind? Dann dürfte Ihnen der Culinary Trail auf Prince Edward Island gefallen: Entlang des Weges können Sie Spezialitäten probieren, die typisch für die Provinz sind, und auch selbst die Hände an Töpfe und Kochlöffel legen.

Wer dem Culinary Trail über die Insel folgt, kann Fischer und Farmer besuchen und entdeckt Wochenmärkte, kleine Geschäfte und sogenannte „Farm to Fork“-Restaurants, die lokale Produkte anbieten – von Cranberries und Blaubeeren über Honig, Pralinen, Cider bis hin zu allen erdenklichen Arten von Fisch und Meeresfrüchten. Diese hübsche Karte macht es leicht, links und rechts des Wegesrands zu schnabulieren, während man die Insel erkundet. Und wer vorher schon mal schauen will, was in dem Monat, in dem der Urlaub stattfindet, gerade Saison hat, wird hier fündig.

Ein paar Anregungen gefällig? Wie wäre es mit einem Besuch bei Pamela Good, die aus Schokolade und lokalen Zutaten feinste Pralinen herstellt? Oder eine Führung durch Cow’s Creamery, die aus Milch feinen Käse und köstliches Eis herstellen. Vielleicht haben Sie auch Lust, am Strand bei Ebbe nach Muscheln zu graben – die richtige Stelle zeigen ihnen die Locals, die dann auch vor Ort Ihren Fang zubereiten. Dazu gibts frisch gebackenes Brot, Käse und Wein. Mmmmmh! Es gibt Bootstouren mit Musik & Verköstigung, Wine Tasting und einen Heritage Lunch, der die Traditionen der frühen Siedler aufleben lässt. Und beim Culinary Boot Camp sind Gäste sogar dazu eingeladen, gemeinsam mit Profi-Köchen am Herd zu stehen. Das Programm reicht vom kulinarischen Nationalsport der Kanadier – Grillen! – über die Zubereitung von frisch gefangenem Meeresgetier (haben Sie schon mal Hummer direkt aus der Falle geholt?) bis zum Kochkurs für Kids.

Und selbst all Jenen, für die Reisen und Essen bisher noch nicht unbedingt zusammengehört hat, läuft wahrscheinlich spätestens beim Besuch der „PEI Flavours“-Website das Wasser im Mund zusammen: http://peiflavours.ca . Eine praktische Broschüre über das kulinarische Prince Edward Island kann als PDF hier heruntergeladen werden.

Zum Kreischen: der neufundländische Lieblingsdrink 2

(c) fb-page Screech Rum

 

Es war einmal ein florierender Handel zwischen Neufundland und Jamaika: Die Insel im Nordatlantik produzierte gesalzenen Fisch (der auf diese Weise haltbar wurde – und Karriere als jamaikanisches Nationalgericht machte) und ihr karibisches Pendant feinsten hochprozentigen Rum, der es wiederum zum traditionellen Getränk der „Newfs“ brachte. Und weil die Fischer im Nordatlantik hart im Nehmen waren (und so ein alkoholisches Getränk bei rauher See auch schön warm hält), dachten sie nicht daran, ihr Lieblingsgetränk zu verdünnen, sondern tranken ihn so wie er war.

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein hatte der Rum keinen Namen. Das sollte sich jedoch ändern, als während des Zweiten Weltkriegs Amerikaner in Neufundland stationiert wurden.

Der Legende zufolge wurde ein Offizier von einem Newf zu einem After-Dinner-Drink eingeladen. Dem Beispiel des Gastgebers folgend, kippte der Amerikaner den Rum sorglos auf ex. Als er wieder Luft bekam, soll er einen so markerschütternden Schrei ausgestoßen haben, dass die Nachbarn alarmiert herbeigelaufen kamen und fragten, was um Himmels Willen denn dieses Kreischen verursacht habe. „“The screech?”, soll der Gastgeber geantwortet haben, „‘Tis the rum, me son.” (Das Kreischen? Das ist der Rum, mein Sohn).

Seitdem heißt der neufundländische Rum „Screech“ – und hat mittlerweile auch Fans außerhalb Kanadas. Ein Glück, dass Jedermann offizieller „Newfoundland Screecher“ werden darf: Die ziemlich lustige Anleitung, wie diese Zeremonie abzulaufen hat, finden Sie hier: www.screechrum.com/screechin

Um an eine Flasche des legendären Rums zu kommen, bleibt allerdings nur eines: Nach Neufundland reisen. Einen kleinen Vorgeschmack bietet der mit Screech aromatisierte Kaffee von Jumping Bean, der online auch von Deutschland aus bestellt werden kann.

Die besten Hamburger Kanadas 2

Ein Gedicht zwischen zwei Brötchenhälften: gegrillter Schinken, Rindssalami, Gurke, geschmelzte Zwiebeln und AAA Rind (c) m:brgr

Ein Gedicht zwischen zwei Brötchenhälften: gegrillter Schinken, Rindssalami, Gurke, frittierte Zwiebeln und AAA Rind (c) m:brgr

Mit Ranglisten ist das immer so eine Sache: Wer kann schon wirklich von sich behaupten, alle Burgerbratereien Kanadas durchprobiert zu haben? Reader’s Digest hat es trotzdem gewagt und in einem Artikel „Canada’s 8 Greatest Burger Restaurants“ vorgestellt. Hier sind sie:

1. Splitz Grill, Whistler, BC
Hungrige Boarder und Skihasen lieben die üppigen Burger – und dass sie zwischen den Brötchenhälften auch Ausgefallenes wie Büffel, Lachs, gereiften Cheddar oder Baba Ghanoush (Auberginenpaste) bestellen können. Und natürlich die köstliche hauseigene „Splitz“-Sauce.

2. Webers, Orillia, Ontario
1963 eröffnete Burger-Institution: Obwohl es in the middle of nowhere liegt (am Lake Simcoe, 140 Kilometer nördlich von Toronto), stehen die Leute hier regelmäßig Schlange für einen der auf Holzkohle gegrillten Burger.

3. M:brgr, Montréal, Québec
Die Provinz ist nicht nur sprachlich, sondern auch kulinarisch eng mit Frankreich verbandelt. Und so ist der kanadische Gourmet nicht überrascht, auf seinem Burger Kobe-Rind, Spargel, Trüffel-Carpacchio oder Foie Gras serviert zu bekommen. Und dazu Fritten aus Süßkartoffeln.

4. Mrs. Mikes, Winnipeg, Manitoba
Macht von außen nicht viel her, brät aber bereits seit 1969 Burger in gleichbleibend hervorragender Qualität. Dazu gibt’s dickflüssige Milchshakes die so gut schmecken wie früher.

5. Peter’s Drive In, Calgary, Alberta
Das Geheimnis liegt in der Frische: Bestes, direkt verarbeitetes Fleisch aus Alberta, frisch gebackene Hamburgerbrötchen und BBQ-Sauce nach hauseigenem Geheimrezept.

6. The Works, Ottawa, Ontario
Sowohl die Burger als auch das Restaurant selbst sind mehrfach ausgezeichnet, inzwischen gibt es sieben Ableger alleine in der Hauptstadt. Das Geheimnis: Rund 70 verschiedene Toppings. Für Vegetarier gibt’s sogar Bratlinge aus Portobello-Pilz.

7. Darrell’s Restaurant, Halifax, Nova Scotia
Der vegetarische Burger gewinnt regelmäßig den „Best-of-Food“-Award, noch beliebter ist nur noch der „Peanut Butter Burger“: er macht offenbar so süchtig, dass es Leute geben soll, die ihn als Geburtstagstorte bestellen…

8. The Burger’s Priest, Toronto, Ontario
Burger-Bräterei für Puristen: Frische Zutaten (die Bratlinge werden täglich vor Ort zubereitet), aber reduziert auf die Klassiker, inklusive dem weichen Burgerbrötchen. Einzige Ausnahme: das Geheimmenü – ein Burger zwischen zwei überbackenen Käsesandwiches.

Aber wie das so ist mit Hitlisten: Sie können nur subjektiv und unvollständig sein. Wenn ich da an den riesigen, saftigen Burger vom freilaufenden Büffel denke, den ich in einem unscheinbaren Restaurant in den Badlands von Alberta gegessen habe…

Spring Wine Festival 0

Ein Weinfest im Frühling? Das ist ungewöhnlich, zugegeben. Aber eine schöne Idee, die die Winzer des Okanagan Valley hatten, um das Wiedererwachen ihrer Pflanzen nach dem Winterschlaf zu feiern. Mittlerweile gibt es während des Festivals mehr als 100 Veranstaltungen, darunter Kochwettbewerbe in edlen Restaurants, Weinproben jeglicher Art sowie die „Tour de Vine“ – eine Radtour für Jedermann. Zu den teilnehmenden Städten und Gemeinden im Okanagan Valley zählen u.a. Vernon, Kelowna, Summerland, Penticton, Naramata, Okanagan Falls, Oliver und Osoyoos.

Das Festival findet noch bis 13. Mai statt, Details unter www.thewinefestivals.com.

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