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Archiv für das Thema: Gesellschaft & Politik

Ontario will Grundwasserschutz vor Konzerninteressen stellen 0

Trinkwasserkonzerne wie Nestlé & Co. sollen weniger Flaschen abfüllen dürfen

Ontario will Grundwasserschutz vor Konzerninteressen stellen

Foto: © Bottled Water von Daniel Orth/https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

Es klingt schon fast zynisch, dass Trinkwasserkonzerne in allen Regionen der Welt billigst Grundwasser abzapfen und in Flaschen abfüllen, die dann teuer zu bezahlen sind. Diese Situation hat in manchen Gegenden schon dazu geführt, dass Haushalte auf die Verwendung von Flaschenwasser angewiesen sind. Die kanadische Provinz Ontario will nun offenbar mit einem zweijährigen Moratorium gegensteuern.

Genau 3,71 unschlagbare Kanadische Dollar (circa 2,50 Euro) zahlen Trinkwasserkonzerne in der kanadischen Provinz für abgezapftes Grundwasser – pro eine Million Liter Wasser! Schaut man dann in das Regal eines Lebensmittelgeschäftes, bekommt man ungefähr 24 0,5 Liter Flaschen für denselben Preis zurück. Gegen dieses Vorgehen von Nestlé & Co. regt sich nun in den betroffenen Regionen Widerstand, zumal auch in Ontario Gegenden von zunehmender, auch den Grundwasserspiegel betreffenden Trockenphasen betroffen sind.

Die Provinzregierung Ontarios erwägt nun ein zweijähriges Moratorium für die Erschließung neuer Quellen und verschärfte Regeln für die Entnahme des Wassers. Das könnte für die Konzerne bedeuten, dass sie in Zukunft weniger Grundwasser in Flaschen abfüllen dürfen, oder in Trockenzeiten gar keines mehr.

Dieses Moratorium würde auch Bedenken der Bevölkerung betroffener Gebiete aufnehmen. So gab es in einer Kleinstadt im September Proteste, als Nestlé eine Grundwasserquelle kaufte, die eigentlich zur Sicherung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde dient. Tritt das Moratorium in Kraft, dürfte in den kommenden zwei Jahren kein Wasser abgefüllt werden.
„Angesichts eines sich wandelnden Klimas und insbesondere der Folgen von Dürre und Bevölkerungswachstum, möchten wir mit der Bevölkerung von Ontario zusammen arbeiten um sicherzustellen, dass wir diese lebenswichtigen Ressource richtig schützen“, sagte Glen Murray, Ontarios Umwelt- und Klimawandelminster, laut der Zeitung The Guardian. Mit dem Stopp der Abfüllpläne würde sich die Provinzregierung auch mehr Zeit geben, die Grundwasserbestände und den Zustand des Grundwassers eingehend und detailliert zu erforschen.

Ontario will Grundwasserschutz vor Konzerninteressen stellen

Label der Nestlé Trinkwassersparte. Foto: http://logos.wikia.com/wiki/Pure_Life

Auch sollen die Lizenzen für die Grundwasserentnahme reglementiert werden. So sollen die Fördergenehmigungen auf fünf statt bisher zehn Jahre befristet werden. Ob der Entnahmepreis als Regulator dienen soll, steht noch nicht fest, nach wie vor zahlen Konzerne 3, 71 can$ pro eine Million Liter entnommenem Wasser. Auch sollen Konzerne gesetzlich zur Reduktion der Entnahmemenge im Falle einer Dürrezeit gezwungen werden.

Noch bis zum 1. Dezember können sich Bürger Ontarios zum Vorschlag des Ministeriums für Umwelt und Klimawandel (Ministry of the Environment and Climate Change, MOECC), äußern, ihn kommentieren, bewerten oder hinterfragen. Alle Meinungsäußerungen werden laut Ministerium „als Teil des Entscheidungsfindungsprozesses berücksichtigt“.

„Vor dreißig Jahren hätten wir uns eine Branche, die Wasser nimmt und es in Plastikflaschen füllt, damit die Leute es herumtragen können, nicht vorstellen können“

Auch in Ontarios Provinzregierung scheint es ein Umdenken in der Grundwasserfrage gegenüber den Trinkwasserkonzernen zu geben. „Vor dreißig Jahren hätten wir uns eine Branche, die Wasser nimmt und es in Plastikflaschen füllt, damit die Leute es herumtragen können, nicht vorstellen können“, sagte Ontarios Premier Kathleen Wynne (Liberale) dem Guardian zufolge.

Wir werden die Entwicklung in dieser wichtigen Frage weiter verfolgen.

Der kanadische Dichter, Sänger und Songwriter Leonard Cohen ist tot 0

Einer der verehrtesten und produktivsten Visionäre starb mit 82 Jahren in
Los Angeles – Ein Nachruf

Eine besondere Stimme des 20. und 21. Jahrhunderts ist verstummt. Leonard Cohen, kanadischer Dichter, Sänger und Songwriter ist im Alter von 82 Jahren Los Angeles Verstorben. Sony Music Canada teilte mit: „Mit tiefem Schmerz teilen wir mit, dass der legendäre Dichter, Songschreiber und Künstler Leonard Cohen gestorben ist. Wir haben einen der verehrtesten und produktivsten Visionär verloren.“

Der kanadische Dichter, Sänger und Songwriter Leonard Cohen ist tot

Leonard Cohen. Foto: Rama/http://www.cecill.info/licences/Licence_CeCILL_V2-en.html

Leonard Cohen ist am 21. September 1934 in Montreal als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie geboren. Schon bald wurde seine lyrische und musikalische Ader sichtbar, Cohen lernte Gitarre spielen und trat in Cafés und Clubs auf. Aber die erste Passion gehörte zunächst dem Schreiben von Gedichten und Romanen. So wurde er 2011 mit dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur.
Leonard Cohen war Träger des „Order of Canada“, der höchsten an Zivilpersonen verliehenen Auszeichnung an Menschen, die sich dem Motto „Desiderantes meliorem patriam“ („die ein besseres Vaterland begehren“) verschrieben haben. Québec zeichnete Cohen mit dem „Ordre national du Québec“, dem höchsten Zivilorden der Provinz aus.

1967 begann die Karriere Leonard Cohens als Folksänger und Songwriter. Es entstanden Lieder wie „Suzanne“ und „Chelsea Hotel No. 2“, ein Lied über seine Beziehung mit Janis Joplin. Weitere Lieder, die ihn weltberühmt machten, wie „Hallelujah und „So long Marianne“, folgten.

Viele seiner Lieder gelten als moderne Klassiker.

Cohen hat zuletzt in Los Angeles in der Nähe seiner Kinder gelebt. Der Kanadier hatte erst im letzten Monat sein nunmehr letztes Album „You Want It Darker“ herausgebracht. In seinen letzten Songs hatte sich der Sänger mit seiner eigenen Sterblichkeit auseinander gesetzt. In einem Interview im Magazin New Yorker hatte er jüngst angedeutet, dass er sich dem Sterben nah fühle.

„Ich bin bereit, zu sterben. Ich hoffe nur, es wird nicht zu ungemütlich. Das ist es dann auch schon für mich.“

Der kanadische Dichter, Sänger und Songwriter Leonard Cohen ist tot

Leonard Cohen. Foto: Rama/http://www.cecill.info/licences/Licence_CeCILL_V2-en.html

„Nur Bob Dylan hat einen tief greifenderen Einfluss auf seine Generation gehabt und vielleicht nur Paul Simon und seine Landsfrau Joni Mitchell waren auf einer Stufe mit ihm als Songpoet“, urteilte das Musikmagazin Rolling Stone. Die New York Times würdigte Cohen als „einen der bedeutendsten Songschreiber unserer Zeit“.

Hier die zehn Lieder Leonard Cohens für die Ewigkeit:

  • „Suzanne“ (1967)
  • „Bird On The Wire“ (1969)
  • „Famous Blue Raincoat“ (1971)
  • „Lover Lover Lover“ (1974)
  • „Hallelujah“ (1984)
  • „I’m Your Man“ (1988)
  • „You Want It Darker“ (2016)
  • „First We Take Manhattan“ (1988)
  • „So Long, Marianne“ (1967)
  • „Chelsea Hotel No. 2“ (1974)

Hier zwei seiner berühmten Songs auf Video:

Kanada – ein wohlhabendes und rohstoffreiches Land 0

Kanada gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt, Kanadas Städte sind regelmäßig ganz oben in Lebensstandard-Rankings zu finden. Das Land ist Mitglied in der WTO, der OECD, im IWF, der Weltbank und in der G7.

Kanada - ein wohlhabendes und rohstoffreiches Land

PUBLIC DOMAIN Datei/www.weltkarte.com

Kanada setzt seine Marktwirtschaft sozial und mit großem Handlungsspielraum nacu außen für die Akteure um, lediglich Schlüsselbereiche sind staatlich geschützt. Größter Wirtschaftsbereich ist der Dienstleistungssektor, allerdings gründet sich ein hoher Prozentsatz des Reichtums auf den Reichtum an natürlichen Ressourcen und deren Ausbeutung.

Der Außenhandel macht den größten Teil der kanadischen Wirtschaft aus, wichtigster Handelspartner sind die USA. Durch das Inkrafttreten des Freihandelsabkommens CETA sollen 99% der Zollschranken fallen und damit der Waren- und Dienstleistungsaustausch mit der EU vereinfacht und gesteigert werden.

Die heutige Betrachtung gilt den Rohstoffen

Der Bergbau spielt in Kanada aufgrund des Rohstoffreichtums eine große und bedeutende wirtschaftliche Rolle. Kanada ist bei der Produktion von Zink, Uran, Kaliumcarbonat, Kadmium, Schwefel und Nickel weltweit führend. Weltweit an dritter Stelle liegt das Land beim Abbau von Aluminium, Titan, Kobalt, Molybdän, Gold und Blei. Die gewonnenen Rohstoffe werden hauptsächlich unverarbeitet exportiert, auch hier sind die USA größter Abnehmer.

Insbesondere im Energiesektor ist es schwierig, dass die Rohstoffe im zweitgrößten Land der Erde höchst unterschiedlich verteilt sind. So ist es für die Ölregion Alberta günstiger, seinen Rohstoff in die USA zu exportieren, als es in die wirtschaftlich starken östlich gelegen Industrie-Provinzen Onatrio und Québec zu transportieren, so dass diese Regionen Öl aus dem Ausland einführen müssen. Allerdings ist die Gewinnung von Öl aus den Athabasca-Ölsanden stark umstritten, weil die Umwelt nachhaltig gestört und zerstört wird. Derzeit bremst der stark gefallene Ölpreis die Ölgewinnung in Alberta stark aus und hat die dortige Wirtschaft ziemlich getroffen.

Kanada - ein wohlhabendes und rohstoffreiches Land

Das Gebiet des Ölsandabbaus in der kanadischen Provinz Aberta. Foto: Gretarsson/https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

Auch die mineralischen Vorkommen sind über’s Land verteilt. Das gesamte, geförderte kanadische Eisenerz stammt zum Beispiel aus Neufundland und Labrador sowie aus dem Nordwesten der Provinz Québec. Gold und Kupfer werden überwiegend im Norden Onatrios abgebaut und gefördert. Kohlebergbau wird in Alberta, British Columbia und im Osten in Nova Scotia betrieben. Die wertvollen Diamanten kommen aus den Northwest Territories. Uran wird in Saskatchewan ans Tageslicht geholt und das immer noch verarbeitete Asbest liefert zu einem Fünftel Québec. Die weltweit größte Lagerstätte an Nickel findet man in Labrador.

Kanada - ein wohlhabendes und rohstoffreiches Land

Diamantenabbau in Kanada. Die De Beers‘ Snap Lake Diamond Mine, Northwest Territories, Canada. Foto: YK Times/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Einen weiteren, riesigen Rohstoffvorrat bilden die Waldflächen Kanadas. Holzwirtschaft, mittlerweile auch nachhaltig, ohne riesige Flächen einfach abzuholzen, wird in Britisch Columbia, Ontario und Québec betrieben. Kanada ist der größte Produzent für Holzschliff, Zellstoff, Papier und Pappe.

Kanada - ein wohlhabendes und rohstoffreiches Land

Große Waldflächen prägen weite Teile Kanadas.

Ein weiterer, süßer und leckerer Rohstoff vor allen Dingen aus den Wälder der östlichen Provinzen ist der im Frühjahr aus den Zuckerahorn-Bäumen gewonnene Ahornsirup, der ein typischer Bestandteil der nordamerikanischen Küche ist, aber auch zunehmend in Europa Beliebtheit genießt.

Kanada - ein wohlhabendes und rohstoffreiches Land

Althergebrachte Gewinnung eines süßen Stoffes. Ahornsirupgewinnung in Québec.

Da viele der natürlichen Ressourcen in dünn besiedelten Gegenden Kanadas ausgebeutet werden, hängt die Existenz vieler Siedlungen in diesen Gebiete direkt von den Rohstoffen ab.

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe 0

Am morgigen Sonntag findet in Québec eine Konferenz mit dem Thema „Radikalisierung junger Menschen über das Internet statt. Zu diesem Thema hat die Generaldirektorin der UNESCO, Frau Irina Bokova gemeinsam mit der Québecer Ministerin für internationale Beziehungen und Francophonie, Frau Christine St-Pierre einen offenen Brief verfasst und unterzeichnet, dessen Wortlaut wir nachfolgend veröffentlichen.

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe 

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe

In einer sich verändernden Welt, in der sich nationale Grenzen auflösen, die Menschen zunehmend gleichberechtigten Zugang zu Wissen haben und ihre Meinungen untereinander einfach per Klick austauschen können, sich Ideen im Cyberspace schnell verbreiten und die ganze Welt nur eine Fingerbewegung entfernt ist, müssen wir uns auf das besinnen, was uns miteinander verbindet und was uns inspiriert, besser zu werden. Angesichts der grauenvollen Gewalt, die ganze Kontinente überzieht, sind Solidarität und Anteilnahme unabdingbar, um dieses sich ausbreitende Phänomen zu stoppen. Die Radikalisierung greift Raum in ganz unterschiedlichen Umfeldern und betrifft alle Gesellschaften, unabhängig von Geschlecht, Ethnizität oder Status. Um sie zu bekämpfen, brauchen wir vor allem Offenheit und Dialog.

Die Regierung von Québec und das Programm „Information für alle“ (Information for All Programme, IFAP) der UNESCO haben daher beschlossen, gemeinsam eine internationale Konferenz abzuhalten, um das Phänomen der Radikalisierung genauer zu verstehen und konkrete Maßnahmen gegen dessen weitere Ausbreitung zu entwickeln. Ziel der Konferenz wird es unter anderem sein, die Vorgehensweisen der Extremisten im Internet aufzudecken, mit denen sie neue Anhänger zu gewinnen versuchen, und zu bestimmen, mit welchen Mitteln gegen deren kriminelle Aktionen gezielt und wirksam vorgegangen werden kann. Die Konferenz mit dem Titel „Das Internet und die Radikalisierung der Jugend: vorbeugen, handeln und gemeinsam leben“ findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2016 in Québec (Stadt) − Weltkulturerbe der UNESCO – statt.

Der Kampf gegen die Radikalisierung: eine globale Aufgabe

Das Internet ist ein großartiges Medium des Dialogs zwischen den Kulturen und des Wissensaustauschs, ein Ort der Entdeckung und Offenlegung, wo Meinungsfreiheit gelebt werden und sich entwickeln kann. Aber das Internet hat zugleich eine dunklere Seite; auch Extremismus kann sich hier entfalten und gefährdete bzw. leicht beeinflussbare Personen erreichen. So sind Jugendliche aufgrund ihrer Risikofreudigkeit und ihrer Bereitschaft, sich zu engagieren, oft leichte Beute für bestimmte Bewegungen, denen es dann gelingt, sie für eine scheinbar ehrenhafte und aufregende Sache zu gewinnen.

Es sind aber auch die jungen Generationen, die der Radikalisierung dauerhaft ein Ende setzen können. Wir müssen sie daher einbeziehen, sie fragen und ihnen zuhören; vor allem aber müssen wir ihnen das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben, damit sie engagierte und wachsame Internetnutzer werden können. Wir müssen sie ermutigen, sich für eine Zukunft einzusetzen, in der Toleranz, universelle Menschenrechte und Menschenwürde maßgebend sind.

Der Kampf gegen die Radikalisierung ist eine globale Aufgabe, die nur mit offenem und engagiertem Dialog gelingen kann. In diesem Sinne bauen die Ziele der Konferenz auf dem Aktionsplan zur Prävention von gewalttätigem Extremismus auf, der am 15. Januar 2016 vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, vorgestellt wurde. Während die Experten und Forscher mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen auf diesem Gebiet dazu beitragen, den Kampf gegen die Radikalisierung noch effektiver zu führen, können wir selbst in unseren diversen Netzwerken jeden Tag auch einen Beitrag leisten: indem wir zuhören, Anteil nehmen und miteinander kommunizieren. Wir müssen über unsere Herausforderungen reden, unsere Erfahrungen entmystifizieren, unsere Erlebnisse miteinander teilen – kurz: Wir müssen mit dem Thema Radikalisierung offen umgehen.

Lasst uns eine klare und positive Botschaft in die Welt bringen. Lasst uns in dieser schwierigen Situation vereint bleiben, offen aufeinander zugehen und unsere Unterschiede als Reichtum verstehen, den es zu entdecken und wertzuschätzen gilt.

Irina Bokova, Generaldirektorin der UNESCO

Christine St-Pierre, Ministerin für internationale Beziehungen und Frankophonie von Québec

http://en.unesco.org/ConfQcUNESCO/home

http://www.mrif.gouv.qc.ca/fr/radicalisation

 

Finanzen während Reisen nach Kanada 0

Kanada – Sicher und sorglos reisen

Endlose Wälder, klare Seen, schneebedeckte Berge und authentische Metropolen – ohne Zweifel gehört Kanada zu den schönsten Reisezielen der Erde. Nicht nur Individualreisende, die mit dem Mietwagen oder Wohnmobile das riesige Land erkunden, sind auf sichere Zahlungsmittel angewiesen. Auch für die Fahrt mit der Bahn, einem Schiff, für die Unterkunft oder einfach nur zum Shopping sollte man immer über die nötigen Zahlungsmittel verfügen. Das ist nicht besonders schwierig, denn es gibt zahlreiche individuelle und flexible Möglichkeiten.

Zahlungsmittel in Kanada

Vor einer Reise nach Kanada stellt sich natürlich die Frage, welche Zahlungsmittel im Land eingesetzt werden können. Und das möglichst kostensparend und geringen Kursverlusten. Gängiges Zahlungsmittel ist, wie auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent, die Kreditkarte. Natürlich wird überall Bargeld angenommen, dennoch ist es ohne Kreditkarte so gut wie unmöglich ein Hotelzimmer zu buchen oder einen Mietwagen zu leihen. Die Landeswährung ist der kanadische Dollar (CAD).
So gut wie alle Kreditkarten werden akzeptiert. Mit der Kombination Kreditkarte plus Geheimzahl kann man an jedem kanadischen Geldautomaten kanadische Dollar abheben. Dafür berechnen die Kreditkarten-Unternehmen eine Gebühr. Für Reisende ist es empfehlenswert sich vor Reiseantritt nach der Höhe der Gebühren zu erkundigen und ggf. eine Geheimzahl zu beantragen. Problematisch kann es bei alten Kreditkarten mit einem Magnetstreifen werden. Es kann sein, dass diese Karten nicht mehr funktionieren, weil die neuen Karten mit einem Mikrochip ausgestattet sind. Wichtig ist, dass V-Plus Logo auf der Karte. Ob Ihre Karte in Kanada zu verwenden ist, erfahren Sie bei ihrer Kreditkartengesellschaft. Die entsprechenden Logos sind an den Geldautomaten angebracht.
Mit der deutschen ec-Karte kommt man in der Regel nicht weit. Nur an wenigen Automaten bekommt man mit dieser Karte an Bargeld, wenn es gelingt, ist es außerdem sehr teuer. Wenig willkommen sind auch Reiseschecks, die in Kanada kaum noch angenommen werden. Preisgünstiger ist es, vor der Abreise einige kanadische Dollar von der heimischen Bank mitzunehmen und vor Ort mit der Kreditkarte zu bezahlen oder Geld aus dem Automaten zu ziehen. Kanadische Dollar gibt es in Stückelungen von 5, 10, 20, 50 und 100er Scheinen. An Geldautomaten werden Banknoten meistens nur als 20-Dollar Noten ausgegeben. An Münzen sind im Umlauf: 1, 5 (genannt: Nickel), 10 (Dime), 25 (Quarter) und 50 Cent sowie 1 (Loonie) und 2 (Toonie) Dollar. Beim Barkauf wird auf volle fünf Cent auf- oder abgerundet so dass die 1-Cent Münze praktisch überflüssig ist.
Euro in kanadische Dollar zu wechseln ist schon am Flughafen möglich, bessere Kurse bekommt man bei Banken oder Wechselstuben in den meisten Städten.

Was tun bei Diebstahl oder Verlust?

Verglichen mit den USA gilt Kanada als recht sicheres Reiseland. Trotzdem gelten auch hier die üblichen Sicherheitsmerkmale, wie zum Beispiel die getrennte Aufbewahrung von Karte und PIN. Bargeld sollte man tagsüber an belebten Orten abheben. Wird eine Kreditkarte gestohlen oder geht verloren, haben die Kartengesellschaften spezielle Rufnummern bereitgestellt, um die Karte unverzüglich sperren zu lassen. Natürlich sollte diese Notrufnummer immer mitgeführt werden.
Um die Zeit bis zur Ausstellung einer neuen Karte und damit einen finanziellen Engpass zu überbrücken, kann man sich zum Beispiel Finanztransferdienste wie Western Union oder Azimo in Anspruch nehmen. Mit Azimo kann man Geld an private Personen, Unternehmen schicken. Das funktioniert einfach, schnell und komfortabel. Für die Bezahlung der Dienstleistung können verschiedene Bankkarten benutzt werden. Reguliert wird Azimo von der britischen Finanzaufsichtsbehörde.
Eine Anweisung kann auf verschiedenen Wegen den Empfänger erreichen und kann beispielsweise an einer der mehr als 200000 Zahlstellen in Empfang genommen werden. Sobald der Transfer in die Wege geleitet wurde, ist die Transaktion auf einem Dashboard zu verfolgen. Normalerweise dauert es nicht mehr als einen Tag, bis das Geld beim Empfänger ist. Das ist in jedem Fall besser, als tagelang auf eine neue Kreditkarte zu warten.

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