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Archiv für das Thema: Natur

Mrz 15
Themen
Natur

Bay of Fundy: Elephant Rock an den Hopewell Rocks kollabiert 0

Eine der bekanntesten Naturlandschaft in New Brunswick hat sich für immer verändert. Der Elephant Rock, einer der berühmten Felsen der Hopewell Rock ist am gestrigen Montag in zwei Hälften zerfallen.

Bay of Fundy: Elephant Rock an den Hopewell Rocks kollabiert

Die Erosionskräfte der Gezeiten, des Windes und des Regens haben gesiegt. Am Elephant Rock sind 100 bis 200 Tonnen Gestein abgestürzt. Foto: Hopewell Rocks Park

Der Elephant Rock ist eine der am meisten fotografierten Felsformationen am Ufer der Bay of Fundy. Beamte von Parks Canada sagten nach eine ersten Begutachtung, dass etwa 100 bis 200 Tonnen Gestein abgestürzt sind. „Irgendwann nach der Flut am Montagmorgen ging ein erheblicher Teil des Elephant Rock ab. Wir haben die Passage vorerst geschlossen“, sagte Kevin Snair vom Informationszentrum an den Hopewell Rocks. Die Felsformationen an der Bay of Fundy locken in jedem Jahr tausende von Besucher an.

Traurig, aber demütig

Die Blumentopf-Felsen, wie sie auch genannt werden, wurden von den Kräften der höchsten Gezeiten der Welt geschaffen. Die Zeit, die Gezeiten und der Wind haben die Hopewell Rocks aus den Klippen geschnitzt. Den Elementen der Natur ausgesetzt, wird die Formation irgendwann wieder vergehen. Insbesondere in der Frühjahrszeit, wenn Wasser in Ritzen eindringt, die Tage warm und die Nächte frostig sind, kann Gestein abgehen, verändern sich die Felsformationen.

Bay of Fundy: Elephant Rock an den Hopewell Rocks kollabiert

Dieses Foto zeigt, wie drastisch der Unterschied zwischen Ebbe und Flut der Bucht von Fundy an den Hopewell Rocks ist. (Kevin Snair)

„Es ist sicherlich traurig für uns, wenn wir eine der Formationen verlieren, aber es ist auch spannend, den Lauf der Zeit, die Kräfte der Natur zu beobachten, da sind wir demütig“, sagt Kevin Snair. „Der Park verändert sich durch Vorkommnisse wie am Elephant Rock, diese Entwicklung ist vorgegeben.“  Der Elephant Rock ist einer von 17 stehenden Formationen in der Bay of Fundy. Die Felsen gehören zum Rocks Provincial Park, der 1958 eröffnet wurde. Bei Niedrigwasser können die Felsen vom Meeresboden aus besichtigt werden.

Weitere Informationen hier.

Feb 24
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Natur

Narcisse, Manitoba – das geheimnisvolle Treffen der Strumpfbandnattern 0

Narcisse, Manitoba

Das Zentrum an den Höhlen der Strumpfbandnatter Höhlen. Foto: Wikipedia – https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Narcisse, Manitoba: Jedes Jahr im Frühling ist es soweit. In der Nähe des Ortes verlassen zehntausende von rotseitigen Strumpfbandnattern die als Winterquartier genutzten Höhlen. Aufgewärmt von den Sonnenstrahlen überkommen dann die Kaltblüter schnell die Frühlingsgefühle, sie sind bereit zur Paarung. Dieses spektakuläre Ritual
dauert in der Regel zwischen einer und drei Wochen. Es ist zwischen Ende April und Anfang Mai, je nach Wetterlage sehr gut zu beobachten. Zunächst kommen die männlichen Schlangen, ihnen folgen die größeren Weibchen.

Narcisse, Manitoba

Von April bis Mai und dann wieder im September wimmelt es an den Höhlen der Strumpfbandnattern von Narcisse. Foto: gov.mb.ca

Bald ist jedes Weibchen von vielen, oftmals hundert Schlangenmännchen umgeben, es gibt einen sprichtwörtlichen kanadischen Schlangen-Salat. Jeder will seine Gene an die nächste Generation der rotseitigen Strumpfbandnattern weitergeben.
Es gibt vier Höhlen in der Nähe von Narcisse, Manitoba, die die Tiere verlassen und in die sie im Herbst wieder zurückkehren. Zur Beobachtung sind die Höhlen mit einem drei Kilometer langen, selbstführenden Lehrpfad verbunden. Obwohl die Strumpfbandnatter harmlose Schlangen sind, wird auch zum Schutz der Tiere empfohlen, sie von den Beobachtungsplattformen aus zu beobachten und zu fotografieren.
Um zu den Höhlen zu gelangen, muss man dem Highway #17 sechs Kilometer nördlich von Narcisse folgen.

Narcisse, Manitoba

Die Höhlen sind gut zu finden. Karte: gov.mb.ca

Am Parkplatz bei den Höhlen findet man Informationstafeln und Waschräume, allerdings gibt es keine Servicestelle für Essen und Trinken. Dies und andere Erfrischungen muss der Besucher des schlängelnden Spektakels selbst mitbringen.

Weitere Informationen:

Auf der Internetseite zu den Schlangenhöhlen wird die Aktivität der Schlangen, die je nach Wetterlage in Zeit und Dauer variieren kann, angezeigt. Es empfiehlt sich ein Blick, bevor man zu den Höhlen aufbricht.
Im Frühling sind die letzten April- und die ersten Maiwochen die beste Zeit, die Strumpfbandnattern zu beobachten da sie in dieser Zeit mit sich selbst und der Paarung beschäftigt sind. Die größte Aktivität ist meistens am Muttertagswochenende zu beobachten.
Im Herbst kehren die rotseitigen Strumpfbandnattern an die Höhlen zurück um die Winteruhe anzutreten. Dies ist meist Anfang September der Fall. Vor den Höhlen bleiben sie im warmen Herbstsonnenwetter aktiv und für die Besucher sichtbar, bis kühles,nasses Herbstwetter sie in den Untergrund zwingt.

Für alle, die die Höhlen einmal besuchen wollen hier ein Video zur Einstimmung.

Informationen der Provinz Manitoba zu den Schlangenhöhlen in Narcisse:

http://www.gov.mb.ca/conservation/wildlife/spmon/narsnakes/snakes_status.html

 

Im Bann des Meteoritenkraters: Der Parc national des Pingualuit 0

Der Pingualuit Krater aus der Luft gesehen. Foto: Lkovac - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Der Pingualuit Krater aus der Luft gesehen. Foto: Lkovac – http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Ganz weit im hohen Norden der Provinz Québec, auf der Ungava Peninsula der Region Nunavik liegt jenseits des 55. Breitengrades ein faszinierender Nationalpark, der erst seit 2007 Besuchern zugänglich ist: der Parc national des Pingualuit. Der Provincial Park schützt den namensgebenden Pingualuit Crater. Einen nach geologischen Maßstäben mit etwa 1,4 Millionen Jahren recht jungen Meteoriteneinschlagskrater, der 3,44 Kilometer im Durchmesser misst. Fast perfekt kreisrund erhebt sich der Wall des Kraters aus der ansonsten flachen Tundra-Landschaft und streckt sich dem arktischen Himmel entgegen, während sich die Wolken im klaren, tiefblauen Wasser des Kratersees spiegeln. Wer den einzigartigen und faszinierenden Park erkunden möchte, dem stehen Flüge von Montréal, Québec City und Ottawa mit First Air oder Air Inuit bis nach Kuujuuaq zur Verfügung. Von hier aus geht es mit Air Inuit weiter bis zur kleinen Inuit-Siedlung Kangiqsujuaq, knapp 100 Kilometer nord-östlich des Kraters gelegen. Den Parc national des Pingualuit und seinen beeindruckenden Pingualuit Crater erreicht man anschließend per Charterflug an Bord einer Twin Otter oder eines Helikopters. Gelandet wird weniger als drei Kilometer vom Krater entfernt. Also, nichts wie hin! Wer ein außergewöhnliches Erlebnis sucht, ist hier richtig!
Weitere Informationen unter: www.nunavikparks.ca/en/parks/pingualuit/index.htm

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Top of the World: Der Quttinirpaaq National Park 0

Wandern entlang des Air Force Gletschers im Quttinirpaaq National Park Foto: Paul Gierszewski - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Wandern entlang des Air Force Gletschers im Quttinirpaaq National Park
Foto: Paul Gierszewski – http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Der nördlichste und zweitgrößte aller kanadischen Nationalparks liegt in Nunavut (auf Ellesmere Island) –und zwar nur 720 Kilometer südlich des Nordpols, inmitten der Hocharktis. Zudem bildet er die nördlichste Landmasse des nordamerikanischen Kontinents.
Da erstaunt es nicht, dass der Inuktitut-Name übersetzt „Gipfel der Welt“ bedeutet. Da wundert es auch nicht, dass der Quttinirpaaq National Park zu den am wenigsten besuchten des Landes zählt. Und doch gehen erste Besiedlungsspuren 4000 Jahre zurück. Wer hierher kommt, der findet überwältigende Landschaften aus Fjorden, Gletschern, von Eismassen abgeschliffene Berge aber auch den Lake Hazen, der von einem einzigartigen Ökosystem umgeben ist – hier leben Polarhasen, Moschusochsen und Karibus – sowie den Barbeau Peak, die mit 2616 Metern höchste Erhebung des östlichen Nordamerikas.
Die beliebtesten Aktivitäten des Parks sind Wandern und Kayaking. First Air bietet regelmäßige Flüge von Iqaluit und wöchentliche Flüge von Yellowknife nach Resolute Bay – dem Ausgangspunkt zum Quttinirpaaq National Park – an. Von Resolute Bay bringen gecharterte Twin Otter die Besucher in einem etwa vierstündigen Flug direkt in den Park, nach Tanquary Fiord, Lake Hazen, Fort Conger oder Ward Hunt Island. Das Abenteuer kann beginnen!

Weitere Informationen unter: www.pc.gc.ca/eng/pn-np/nu/quttinirpaaq/index.aspx und http://nunavuttourism.com/parks-special-places/national-parks/quttinirpaaq

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Ein Besuch in Kugluktuk, Nunavut 0

Die Stromschnellen und der Campingplatz an den Bloody Falls, Kupluk Territorial Park, Nunavut, Kanada Foto: D. Gordon E. Robertson - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Die Stromschnellen und der Campingplatz an den Bloody Falls, Kupluk Territorial Park, Nunavut, Kanada
Foto: D. Gordon E. Robertson – http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

An den Uferns des arktischen Ozeans, nördlich des Polarkreises, an der Mündung des Coppermine River liegt die kleine Siedlung Kugluktuk, die bis 1. Januar 1996 Coppermine hieß, mit ihren gut 1400 Einwohnern.
Kugluktuk ist die westlichste Gemeinde Nunavuts, 90 Prozent der Menschen sind Inuit. Der Name Kugluktuk bedeutet übersetzt „Ort mit Stromschnellen“, der Namensteil „kugluk“ hat die Bedeutung „Wasserfall“. Hier fließt der Coppermine River in den Coronation Gulf, der zur berühmten Northwest Passage gehört.
Wie der Name bereits andeutet, war das Tal des Coppermine River eine uralte Kupferquelle. Lange wurde das metallische Kupfererz von Inuit abgebaut. Heute besticht das Tal durch sein einzigartiges Mikroklima. Erstreckt sich doch, ungewöhnlich so hoch im arktischen Norden, entlang des Ufers an manchen Ecken ein schmaler Streifen aus verkrüppelten, borealen Waldbäumen.
Von Kugluktuk stromaufwärts liegen die Bloody Falls im Kugluktuk/Bloody Falls Territorial Park – eine uralte Angel- und Jagdregion der Inuit mit kultureller und historischer Bedeutung. Wer diesen einzigartigen Ort besuchen möchte: Es gibt regelmäßige Linienflugverbindungen mit First Air zwischen Yellowknife und Kugluktuk.
Weitere Informationen unter:
http://nunavuttourism.com/regions-communities/kugluktuk und http://nunavuttourism.com/parks-special-places/territorial-parks/kugluk-bloody-falls

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

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