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Archiv für das Thema: Reisen

Sep 25
Themen
Reisen

Head-Smashed-In Buffalo Jump – historische Jagdstätte der Blackfeet 0

Der historische, traditionelle Jagdplatz ist einer der spannendsten 
UNESCO Weltkulturerbe-Stätten des amerikanischen Kontinents

Head-Smashed-In Buffalo Jump – Der Abgrund der Bisons
Der „Abgrund der zu Tode gestürzten Bisons“ erinnert an einen Ort, an dem sich vor vielen vielen Jahren Kanadas Ureinwohner und die Bisons das Land teilten. Lange bevor die First Nations rund um den Head-Smashed-In Buffalo Jump das Pferd, geschweige denn das Gewehr als Jagdbegleiter kannten, nutzten sie eine andere Jagdtechnik. Diese bestand darin, durch eine geschickte Führung der Herde, die Tiere über eine Klippe stürzen zu lassen.

Head-Smashed-In Buffalo Jump - historische Jagdstätte der Blackfeet

Ein Blick auf den Head-Smashed-In Buffalo Jump. Foto: Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site

„Head-Smashed- In Buffalo Jump“ zeigt als einer der ältesten und besterhaltenen Jagdplätze in Nordamerika in beeindruckender Weise, wie diese Jagdtechnik funktioniert hat. Noch heute forscht die Wissenschaft intensiv, um alle Rätsel dieser anspruchsvollen Jagdweise zu entschlüsseln. Die Provinz Alberta, fast 200 schnurgerade Kilometer südlich von Calgary liegt die Stätte, an der sich Kanadas Ureinwohner und die Bisons das Land teilten. Vor der Kulisse der Rocky Mountains dehnt sich die Hochebene der Great Plains. Weideland so weit das Auge reicht. Heute ist die Provinz Alberta  Heimat der Rancher und Farmer, früher der First Nation und Millionen von Bisons.

Durch diese Form der Jagd war das Überleben eines Stammes über Tage und Wochen gesichert

Bereits heute weiss man einiges über den Ablauf einer Jagd, die durchaus ritualisiert war. So begann die Jagd mit einer spirituellen Zeremonie, den Büffeltänzen. Männer und Frauen gingen durch detaillierte Rituale, um eine gute, sicher und erfolgreiche Jagd sicherzustellen. Während der Zeremonie schickte der Medizinmann „Büffel-Runners“ aus, die die Bisonherde ausfindig machten.Die Büffel-Runners waren die jungen Männer des Stammes, in der Lage ausdauernd zu laufen und der Herde zu folgen. Die Büffeltänze wurden solange durchgeführt, bis Späher das Nahen einer Herde meldeten.

Head-Smashed-In Buffalo Jump - historische Jagdstätte der Blackfeet

Real wirkende Szenen im Dokumentations-Center des UNESCO Weltkulturerbe Head-Smashed-In Buffalo Jump. Foto: Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site

In genauer Kenntnis der Verhaltensweise der Bisons versuchten die Büffelläufer unter Tierhäute versteckt, die Tiere in Richtung der Klippen zu locken. Dabei waren die Wege so raffiniert V-förmig ausgelegt, dass eine mögliche Flucht der Tiere nur über die Klippen gehen konnten. Waren die Tiere nahe genug an der Klippenkante, tauchten weitere Stammesmitglieder auf, die winkend und schreiend die Tiere weiter antrieben. Die ersten Bisons versuchten meist noch an der Klippen-Kante zu stoppen, es war jedoch vergebens, die nachfolgenden Tiere überrannten sie, so dass die Bisons wie Lemminge in den Tod stürzten.
Bei einem Besuch des sicherlich interessantesten First-Nation Museum in Kanada zeigte Native Stan Knowlton dem Team von Faszination Kanada die noch heute sichtbaren Spuren der frühen Jagd auf die damaligen, millionenfach umherwandernden Herrscher der Prärie, die Bisons. Es war ein besonderes Gefühl an dieser historischen Stätte zu sein, fast konnte man das Trampeln und Schnauben der vielköpfigen Bisonherden erahnen.

Alles vom Bison wurde verwertet, vom Fleisch über die Knochen bis zum Kot

Doch zurück zur Jagd an dem Platz, an dem die hier beheimateten Blackfeet bereits vor rund 6000 Jahren Bisons gejagt haben. Das Tier, um das sich das Denken der Blackfeet gedreht hat, denn es versorgte die Menschen mit Nahrung und Rohstoffen für Gegenstände des täglichen Lebens. Alles wurde von einem gejagten Bison, fast zwei Meter hoch, bis zu vier Meter lang und etwa eine Tonne schwer, verwertet. Es war eine mühsame und gefährliche Jagd, die in der Form des Klippensturzes bis nach 1750 praktiziert wurde. Dann wurde das Bison zu Pferd, mit Pfeil und Bogen und später mit Musketen und Gewehren gejagt.

Head-Smashed-In Buffalo Jump - historische Jagdstätte der Blackfeet

Head-Smashed-In Buffalo Jump, Jagdstätte und Lebensquell für viele Blackfeet. Foto: Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site

Nach dem Sturz über die Klippen waren viele Bisons nur betäubt oder verwundet. Am Fuß der Klippe warteten deshalb Jäger, die die Tiere töteten. Die Blackfeet glaubten, dass entweichende Tiere andere Herden vor der tödlichen Gefahr warnen könnten. War das Jagdglück hold, dann wurde ein Bison, der einen Stamm mit bis zu 300 Mitgliedern einen Tag ernährte komplett ausgebeutet. Das Fleisch wurde durch Trocknung und Räucherung haltbar gemacht. Das Leder wurde für Kleidung und Zelte verwendet, gegerbt wurde es mit Hilfe der Hirne der Bisons. Rippen wurden zu Griffen für Waffen, die Schulterblätter wurde als Hacken und Schaufeln verwendet. Aus den Hörnern fertigten die Stammesmitglieder Pfeilspitzen oder Gefäße für Kräuter. Tabaksbeutel wurden aus den Blasen der Tiere gefertigt. Der Darm wurde zur Bogensehne, die Hufe und das Fett zu Leim. Und zu guter letzt wurde der Kot der Bisons in der baumarmen Prärie als Brennmaterial eingesetzt. Wie die Jagd, war auch die Verteilung des Bisons genau geregelt. Vor der Verwertung wurden die Götter mit bestimmten Zeremonien besänftigt und es wurde ihnen gedankt.

Head-Smashed-In Buffalo Jump ist unter Hunderten die besterhaltene Jagdstätte an einer Klippe in Nordamerika

Seinen Namen verdankt „Head-Smashed-In“ einer Legende und nicht den getöteten Bisons, wie manche denken mögen. Ein junger Blackfeet-Krieger wollte die herabstürzenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Er stellte sich ganz eng an die Wand der Klippe, die Bisons stürzten vor ihm in die Tiefe. An diesem Tag freilich war die auf die Klippen getriebene Herde größer als sonst. Immer mehr stürzten herab und erdrückten den jungen Mann an dem steilen Fels. Die Blackfeet nannten die Stelle „Estipah-Sikikini-Kots“, übersetzt heißt dies, „where he got his head smashed in“, „wo sein Schädel zerschmettert wurde“.

Head-Smashed-In Buffalo Jump - historische Jagdstätte der Blackfeet

Am Dokumentations-Center werden die uralten Büffeltänze von den Blackfeet aufgeführt. Foto: Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site

Der Jagdplatz wurde von Archäologen über Jahre erforscht, vermessen und durch Grabungen ausgewertet. In den bis zu elf Meter hohen Aufschüttungen wurden zahlreiche Bisonknochen, Waffen, Steine, Werkzeuge und Keramik gefunden. Der Erforschung der Klippe hat ergeben, dass sie bis in die 1850er Jahre zur Jagd genutzt wurde. Die Ausgrabungen wurden zum Schutz und Erhalt wieder zugeschüttet, die Szenerie wurde im Dokumentationszentrum von „Head-Smashed-In“ nachgebaut. Im Jahr 1981 wurde „Head-Smashed-In“ von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt.

Head-Smashed-In Buffalo Jump - historische Jagdstätte der Blackfeet

Ein Tipi, früher standen hunderte in den Plains Albertas. Foto: Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site

Beiden Hauptdarstellern in diesem Bericht erging es ab der Mitte des 19. Jahrhunderts schlecht. Die „First Nation People“ wurden 1877 in Reservate umgesiedelt. Etwa 12.000 Blackfeet von einstmals 350.000 leben heute im Süden der Provinz Alberta. Viele von ihnen besannen sich in den letzten Jahren auf ihre kulturellen Traditionen und manche leben auch wieder von den Bisons.

Fast ausgerottet ist der Bison heute ein gefragtes Zuchttier

Lebten in der Mitte des 19. Jahrhunderts noch 50 Millionen Bisons in den Plains, waren sie Anfang des 20. Jahrhunderts fast völlig ausgerottet. Die weißen Eroberer organisierten das Töten um den Eingeborenen die Wirtschaftsgrundlage zu entziehen, ihren Widerstand zu brechen und sie zu kontrollieren. Für das Abschießen eines Tieres wurde eine Prämie von 50 Cent bezahlt. Nachgewiesen wurde der Abschuss mit einem abgeschnittenen Ohr des Tieres. Heute zahlen Rancher wieder hohe Preise für ein Kalb, seit einigen Jahren werden wieder vermehrt Bisons sowohl in Kanada als auch den USA gezüchtet. Stammlinien kanadischer Bisons finden sich auch auf Farmen in Deutschland, da das Fleisch der Tiere mittlerweile auch hier sehr begehrt ist.

Head-Smashed-In Buffalo Jump - historische Jagdstätte der Blackfeet

Geschichte hautnah erleben, das Dokumentations-Center hat für Kinder eine lebendige Erlebniswelt erschaffen. Foto: Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site

Zahlen, Daten & Fakten zum Head-Smashed-In Buffalo Jump

Kulturdenkmal: Buffalo Jump Complex, ein Steilhang der zur Treibjagd genutzt wurde
UNESCO-Ernennung:
1981
vermutlich um 8000 v. Chr. erste Siedlung
vermutlich bereits um 5400 v. Chr. sicherlich aber um 3500 v. Chr.
erste gemeinschaftliche Treibjagden und Nutzung des Steilhanges durch Prärieindianer, Funde von Fossilien und Artefakten aus dieser Zeit vorhanden
1797 – 
sechswöchiger Besuch von Peter Fidler, einem Händler der Hudsons’s Bay Company, der Zeuge eines Bisonsturzes von 250 Bisons wurde
1850 – 
vermutlich Ende der traditionellen Bisonjagd
1874 – 
Beginn europäischer Besiedlung
1881 – 
Präriebisonherden auf ungefähr 1000 Tiere reduziert
1938 – 
erste archäologische Untersuchungen
1968 – 
Head-Smashed-In Buffalo Jump Complex durch die kanadische Regierung zur                  National Historic Site erklärt
1981 – Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe

Copyrightvermerk für Zahlen, Daten & Fakten
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 – 2010

Head-Smashed-In Buffalo Jump - historische Jagdstätte der Blackfeet

Vielfältiges Leben auf den Klippen. Foto: Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site

Informationen zur National Historic Site – http://history.alberta.ca/headsmashedin/

Informationen im Video

Sep 19
Themen
Reisen

Abgelegene Wildnis – ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss 0

Cabin Abenteuer im Yukon Territory bei Timberlane Wilderness Adventures

Wer einmal ein besonderes Abenteuer erleben will, dem kann man nur eine geraume Zeit im Yukon Territory empfehlen. Der Urlauber findet eine absolut abgelegene Wildnis, die keine Kompromisse zulässt und doch eine familiäre Umgebung vor. Wo man dies alles findet? Bei Kelly und Heather Hougen und ihren Cabins der Timberlane Wilderness Adventures. Beide sind im Yukon geboren und aufgewachsen, kennen und lieben die Umgebung, in denen ein urbaner Mensch zurück zur Natur kehren kann.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Winterlicher Blick auf die Lodge von Kelly und Heather Hougen. Foto: T.Barth

Einen Tag bevor das Cabin Abenteuer begann, kamen wir in Whitehorse an. Nach einer Nacht im Hotel vor Ort holte uns Kelly persönlich ab. Auf ging’s, rund eine Stunde Fahrzeit in Richtung Haines Junction am Alaska Highway. Aber, dann waren wir immer noch nicht da. Es geht noch ungefähr 16 Kilometer weit in die Wildnis zu den Cabins. Im Winter kommt man mit dem Skidoo bei Kelly und Heather an, im Sommer mit dem Quad. Noch besser, aber kostspieliger geht’s direkt mit dem Wasserflugzeug von Whitehorse an den See. Das kostet dann 500 Can$ pro Person. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, einmal die Umgebung aus der Luft zu erkunden.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Herzlich Willkommen bei Timberlane Wilderness Adventures. Foto: T.Barth

Bei uns ist es Winter, zu 95 Prozent fuhren wir mit dem Skidoo durch traumhafte Wälder. Es ging auf und ab, alle Konzentration war auf das Fahrzeug fokusiert. Aber es war spannend und machte Spaß auf mehr. Angekommen bei den Cabins, erkundeten wir das erste Mal die Umgebung. Wir entdeckten das Private Cabin, das von Kelly und Heather und ihrer Familie bewohnt wird. Hier gab es für die Gäste Leckeres zu Essen, auf Wunsch gibt es bei den Beiden Vollverpflegung. Im Sommer kann man sich selbst verpflegen, zum Beispiel mit leckerem Fisch aus dem See. Ein Kühlschrank sowie eine kleine Küche mit Gasherd sind vorhanden.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Die Cabins sind gemütlich eingerichtet und ausgestattet. Foto: T.Barth

Auch das Cabin selbst verspricht für einen verwöhnten Menschen Abenteuer, es wird mit Holz beheizt, fließend kaltes Wasser gibt’s im Sommer, sonst holt man sich sein Wasser aus dem See. Im Winter gibt es das Naß erst, nachdem man ein Loch in’s Eis gebohrt hat. Will heißen, wir haben uns ein Loch gebohrt und
schön freigehalten.
Zwei Queensize-Betten und zwei Einzelbetten laden im Cabin bis zu sechs Personen ein. Wir waren angekommen in einer wunderschönen Umgebung, wir genossen die Stille und die Ruhe auf der Cabin-Lodge, die im Jahr 2012 gestartet ist. Kelly und Heather haben aber schon vorher über Jahre hinweg Gäste bei sich privat aufgenommen.

Bei unserem Wintertrip sind wir am zweiten Tag zu einem Skidoo-Trip aufgebrochen, der uns zu einem schönen Aussichtspunkt gebracht hat. Von hier aus konnten wir Bisons, Elche und Dallschafe beobachten und fotografieren. Mittags und Abends verbrachten wir gemeinsam am Lagerfeuer. Heather, eine First Nation kann wunderbare Geschichten aus und über den Yukon erzählen, dazu genossen wir einen kleinen Snack. Die erlebten Eindrücke gingen so tief, dass wir gerne die Ruhezeit am Mittag annahmen. Es musste erst alles verarbeitet werden, was wir fernab der Zivilisation erleben. Abends genossen wir ein leckeres Dinner, auch hier ging der Gesprächsstoff nie aus.

Abgelegene Wildnis - ohne Kompromisse, aber mit Familienanschluss

Abenteuer ist im Sommer und im Winter garantiert. Foto: T.Barth

Kelly und Heather freuen sich, dass immer mehr junge Menschen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren das Cabin Abenteuer erleben wollen. Sie suchen eine persönliche Herausforderung, sind aber mit einem Boot, mit Angeln und Handtüchern sowie anderen Annehmlichkeiten bestens versorgt. Aber, was wollen die Besucher den in der Wildnis erleben? „Im Winter natürlich zuerst die fasziniernden Nordlichter, dann das Abenteuer Skidoo“, erzählt Kelly, „und wer still sitzen kann, und das gegebenenfalls sehr lange, der geht auch mal zum Eisfischen auf den See.“
Im Sommmer lädt ebenfalls der herrliche See ein, zum Angeln, Boot oder Kanu fahren. Auch gilt es die umliegenden Wälder und die Umgebung zu erkunden, Pilze und Beeren zu sammeln. Es ist ein besonderes Abenteuer, dass man bei Kelly und Heather erleben kann. Und man kann deren Motto bei Timberline Wilderness Adventures Ltd. in sich aufnehmen und verinnerlichen, „comfortable wilderness living at its finest.“

Mehr Informationen gibt’s unter:

www.timberlineyukon.com

Jul 25
Themen
Reisen

Preise und Trinkgelder in Kanada und den USA 0

Preise und Trinkgelder in Kanada und den USA

Preise und Trinkgelder in Kanada und den USA. Für viele Europäer reisen jedes Jahr nach Nordamerika in den Urlaub. Als Reiseziele sind Kanada und die USA schon seit vielen Jahren beliebt.
Viele Urlauber denken jedoch nicht daran, dass die Preise für Nahrungsmittel und in Restaurants als auch die Trinkgelder für die Servicekräfte anders als in Europa berechnet werden. Hier ein paar Tipps:

Preise und Trinkgelder in Kanada und den USA

Preise in Supermärkten und Restaurants

Grundsätzlich gilt folgendes: sämtliche Preise in Supermärkten und Restaurants in Kanada und den USA sind immer OHNE Steuer. Die hinzu zu rechnenden Steuern sind von Provinz zu Provinz unterschiedlich. In British Columbia zum Beispiel kommen auf die Nettopreise noch 12% Steuern drauf. Im Yukon dagegen nur 5%. Alaska, der 49. Bundesstaat der USA, hat teilweise gar keine Steuern.

Trinkgeld im Restaurant

In Europa ist es fast überall üblich, dass die Preise in Restaurants immer inklusive Bedienung und Service sind und man zusätzlich noch ein kleines Trinkgeld gibt. In Kanada und den USA hingegen verhält es sich anders. Hier sind Trinkgelder für Bedienung und Service bei Einzelpersonen oder kleinen Gruppen nicht im Preis enthalten.

In Restaurants in Kanada zahlt man üblicherweise 15% Trinkgeld an die Servicekraft. In Ausnahmefällen, wenn der Service außergewöhnlich gut war, auch 20%.
Bei Gruppen ab 6 Personen wird das Trinkgeld meist schon auf der Rechnung mit aufgeschlagen und ausgewiesen. In den USA gelten 18% als normal, bei Gruppen verhält es sich gleich.

Trinkgeld für Reiseleiter und Tour Guides

Oftmals werden Trinkgelder für Reiseleiter oder Tour Guides, die einen teilweise mehrere Tage und Wochen begleiten, vergessen oder stark unterschätzt.
Hier gilt folgende Faustregel: 10 kanadische Dollar / 5-8 US-Dollar pro Tag und Person sind üblich und bei entsprechender Reiseleitung auch angebracht. Hier darf man keinesfalls unterschätzen, wie viel Aufwand ein Reiseleiter betreibt, um einer Gruppe einen unvergesslichen Urlaub zu gestalten und zu bieten.

Wichtig für alle Trinkgelder ist folgendes: In Kanada und den USA sind die Trinkgelder ein Bestandteil des Gehalts der Servicekräfte und Reiseführer. Daher ist es umso wichtiger, sich entsprechend zu „bedanken.“

Hier findet ihr weitere Informationen und die aktuellen Steuersätze in den einzelnen Provinzen: http://www.canadabusiness.ca/eng/page/2651/

Jun 05
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Reisen

Wein und Bier an historischer Stätte in Winnipeg 0

Stilvolles Ambiente im frisch renovierten The Forks Market

Rund 2,8 Millionen kanadische Dollar wurden in den letzten Monaten in die Renovierung der Food Hall des beliebten The Forks Market investiert. Die durch einen Innenhof und Brücken verbundenen ehemaligen Pferdeställe aus dem frühen 20. Jahrhundert liefern seit langem ein unverwechselbares Einkaufserlebnis an Winnipegs National Historic Site The Forks. In den Geschäften und Boutiquen des The Forks Market werden neben Waren des täglichen Bedarfs auch Souvenirs und lokale Handwerkskunst angeboten, darunter eine Fülle indigener Artefakte.

Wein und Bier an historischer Stätte in Winnipeg

Die neue Food Hall im The Forks Market. Foto: John Medina c/o The Forks Market

Auch das kulinarische Sortiment im The Forks Market steht seit jeher für echtes Gaumenerlebnis aus frischen Zutaten. Vom Gourmet-Käse über Bio-Backwaren und Wein ist für jeden das Richtige dabei. Die kürzlich renovierte Food Hall verstärkt mit ihrem stilvollen Look aus viel Holz und extravaganten Lampenkonstruktionen das Wohlfühl-Ambiente. Eine perfekte Ergänzung ist auch der neue „Craft Beer and Wine Kiosk“ an dem zukünftig eine sorgfältig zusammengestellte und saisonal variierende Auswahl an Weinen und frisch gezapftem Bier angeboten wird. Neben lokalen Produkten – Manitobas Bierbrauereien wachsen stetig – stehen auch internationale Getränke auf der Karte, darunter Erdinger Weißbier und ein Grüner Veltliner aus dem österreichischen Kremstal.

Weitere Infos unter The Forks.

Mai 04
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Reisen

Eisbären-Abenteuer auf historischen Pfaden 0

Parks Canada nimmt Gäste erstmals mit zur York Factory

Eisbären-Abenteuer auf historischen Pfaden

York-Factory-National-Historic-Site. Foto: Parks Canada

Bei der Reise „Adventure at the Edge of the Arctic: A Northern Iconic Experience“ nimmt Parks Canada seine Gäste mit auf Spurensuche entlang der Hudson Bay. Die Kleingruppe von maximal 8 Teilnehmern trifft im Juli 2016 in Churchill zusammen, um unter der Leitung fachkundiger Guides fünf Tage lang Flora und Fauna sowie historische Stätten der Region zu erkunden. Neben einem Besuch des historischen Prince of Wales Forts in der Nähe von Churchill und der Beobachtung von Belugawalen in der Mündung des Churchill River steht auch ein Exkurs zum Wapusk Nationalpark auf dem Programm. Bei Wanderungen durch die weite Tundralandschaft und die durch Eiszeit und Permafrost spektakulär geformte Küstenszenerie bleibt reichlich Zeit, um nach heimischen Pflanzen und Tieren Ausschau zu halten. Neben Schwarzbären, Wölfen oder Karibus sind im Wapusk Nationalpark auch Eisbären zu Hause. Vermutlich befinden sich im Gebiet des Parks die meisten Eisbären-Geburtshöhlen weltweit. Die ortskundigen Guides sorgen bei den Wanderungen für die notwendige Bären-Sicherheit.

Eisbären-Abenteuer auf historischen Pfaden

Begegnungen mit den Weißen Bären.

Erstmals beinhaltet die Reise von Parks Canada in diesem Jahr auch einen Abstecher zur rund 220 km südöstlich von Churchill gelegenen York Factory. Das ehemalige Hauptquartier der Hudson’s Bay Company war einst die Basis des Fellhandels zwischen den europäischen Einwanderern und den First Nations Kanadas. Heute befindet sich York Factory im Besitz der kanadischen Regierung und wird von Parks Canada als National Historic Site verwaltet. Die Holzbauten stammen aus dem Jahr 1831 und sind die ältesten und größten hölzernen Bauten Kanadas auf Permafrost-Boden. Sie stehen mitten im Lebensraum der Eisbären.

Weitere Informationen gibt es bei Parks Canada.

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