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Archiv für das Thema: Reisen

Steile Felsen und blaues, kristallklares Wasser: Der Bruce Peninsula National Park 0

Steile Felsen und blaues, kristallklares Wasser: Im Süden Ontarios, nicht weit entfernt von der kleinen Gemeinde Tobermory, am nördlichen Ende der Bruce Peninsula, die in den Lake Huron hineinragt, befindet sich der gleichnamige 156 Quadratkilometer große Bruce Peninsula National Park.

Steile Felsen und blaues, kristallklares Wasser

Bruce Peninsula National Park. Foto: Wikimedia Commons

Hier schlägt jedes Wanderer- und Camperherz höher, denn die Waldgebiete, in denen Schwarzbären herumstreunen, die uralten Zedern, die dramatischen Klippen- und Felsenlandschaften aus Kalkstein, und der Blick auf das oft tiefblaue, kristallklare Wasser der Georgian Bay des Lake Huron sind atemberaubend schön.

Für jeden Naturbegeisterten ist hier etwas dabei. Im Park gibt es verschiedenste Trails in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Hier verläuft auch der berühmte, fast 900 Kilometer lange Bruce Trail – immer entlang der geologisch interessanten Niagara-Schichtstufe – und endet im nahegelegenen Tobermory.

Der Bruce Trail ist der älteste und längste durchgehende Hiking Trail Kanadas. Wer in den Bruce Peninsula National Park kommt, der sollte sich eine Wanderung zu „The Grotto“ nicht entgehen lassen, einer Höhle, die über die Jahrhunderte durch andauernde Erosion, durch das stetige Schlagen der Wellen gegen die Felsen, entstand.

Weitere Informationen unter: www.pc.gc.ca/eng/pn-np/on/bruce/index.aspx

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

La Ronde: Einmal das Monster und den Goliath besiegen 0

La Ronde: Einmal das Monster und den Goliath besiegen:
La Ronde, das ist ein fast 600.000 Quadratmeter großer Freizeitpark auf der Île Sainte-Hélène im Sankt-Lorenz Strom, mitten in Montréal gelegen. Und der bei vergnügungssüchtigen Achterbahn- und Karussellfahrern keine Wünsche offen lässt.

La Ronde: Einmal das Monster und den Goliath besiegen

Der Vampir im La Ronde Freizeitpark in Vancouver.
Foto: Christophe95/http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Die Anzahl an Fahrgeschäften ist mit mehr als 40 riesig. Da fällt die Auswahl schwer. Unter den Attraktionen befinden sich alleine elf Achter- und drei Wildwasserbahnen.
Wie wäre es also mit einer Fahrt auf dem Goliath, der dritthöchsten (53 Meter) und drittschnellsten (110 Kilometer pro Stunde) Achterbahn Kanadas oder auf dem Monster, der größten, hölzernen Achterbahn Kanadas, die zudem die höchste (39,9 Meter), zweispurige Holzachterbahn der Welt darstellt.

Ein Tagesticket kostet pro Person 65,99 CAD, Kinder unter 1,37 Meter und Senioren über 60 Jahren zahlen 48,99 CAD, Kinder unter zwei Jahren haben freien Eintritt. La Ronde ist von Mai bis Oktober geöffnet. Na dann, viel Spaß. So lange der Magen mitmacht!

Weitere Informationen unter: www.sixflags.com/larondeen

Von Dr. Kerstin Lötzerich-Bernhard, www.kopfwortewelt.de

Mrz 21
Themen
Reisen

Inuit Gallery of Vancouver – ein Besuch 0

Seit dem Jahr 1979 ist die Inuit Gallery of Vancouver ein Museum mit einer Sammlung von Kunstwerken, die Inuit-Künstler und First Nation Künstler der Nordwestküste sowie dem Binnenland Kanadas geschaffen haben. Viele der gezeigten Kunstwerke können auch käuflich erworben werden.

Inuit Gallery of Vancouver

Kunst in der Inuit Gallery of Vancouver. Foto: Tobias Barth

Gezeigt werden traditionelle Kunst der Ureinwohner, aber auch Werke der nachkommenden, jungen Generation, die sich von der Geschichte ihres Volkes inspirieren lässt und eigene Ideen umsetzt.

Inuit Gallery of Vancouver

Der Polar Bear, ein Bewohner der Arktischen Regionen. Foto: Tobias Barth

Zu finden ist die Inuit Gallery of Vancouver in Gastown an der Ecke Cambie- und Water Street, direkt gegenüber der berühmten Steamclock.
Die Kunstwerke der Northwest Coast First Nations stammen aus dem Bundesstaat Washington (USA), aus  British Columbia und aus Alaska. Die Werke werden überwiegend aus der Roten und Gelben Zeder (red and yellow cedar) hergestellt.
Die in der Inuit Gallery of Vancouver gezeigten Kunstwerke der Inuit stammen zu 90 Prozent aus Nunavut, werden aber auch von Künstlern in Artic Québec und den Northwest Territories hergestellt. Die meisten Werke werden aus Marmorstein hergestellt, der auf Baffin Island gewonnen wird. Aber auch Holz, Pferdehaare, Aluminium, Stahl und andere Werkstoffe finden Verwendung bei den wunderschönen Kunstwerken.

Inuit Gallery of Vancouver

Maske aus Holz und Pferdehaar. Foto: Tobias Barth

Die Galerie stellt nur indigene Kunst von First Nations oder Inuit aus Nordamerika aus.  Die zum Teil hochpreisigen Kunstwerke der teilweise weltbekannten Künstler sind auf der ganzen Welt gefragt.
Zunehmend wird die Inuit- und First Nation Kunst zu einer „Public Art“, zu einer öffentlichen Kunst, die auf Polizeiautos, an Fassaden oder an anderen öffentlich zugänglichen Stellen sichtbar wird.

Inuit Gallery of Vancouver

Ausdrucksstarke Maske in der Inuit Gallery of Vancouver. Foto: Tobias Barth

Inuit Gallery of Vancouver

Ein Adler-Herz des bekannten Künstlers Trevor Angus. Foto: inuit.com

Mehr Informationen zur Inuit Gallery of Vancouver Ltd. hier.

Inuit Gallery of Vancouver

Ein Blick in die Inuit Gallery of Vancouver. Foto: Tobias Barth

Mrz 11
Themen
Reisen

Percé – Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet 0

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Das Stadtwappen von Percé

Percé – Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Es ist ein besonderer Ort, Percé in der kanadischen Provinz Québec im Osten der Halbinsel Gaspésie gelegen. Die Nachbarprovinz Neufundland vor Augen mündet hier der mächtige St. Lorenz-Strom in den St. Lorenz-Golf und somit in den Atlantik.

Wahrzeichen des Ortes ist der bei Ebbe zu Fuß erreichbare 88 m hohe und 438 m lange Kalksteinfelsen Rocher Percé.

Der Felsen ist jedoch derzeit aufgrund massiver Felsabbrüche nahezu vollständig gesperrt. Der Zugang auf die Besucherplattform ist jedoch möglich.
Percé ist als Tourismusort Ausgangspunkt für viele Unternehmungen, seien es Walbeobachtungsfahrten oder eine Exkursion zur nahegelegenen Vogelinsel Bonaventure. Die dort heimische Basstölpelkolonie umfasst ungefähr 50.000 Tiere und ist damit die größte Basstölpelkolonie Amerikas.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Die größte Basstölpel-Population Amerikas findet sich auf der Insel Bonaventure. Foto: bodoklecksel/GFDL

Aber ein Urlaub in Percé bietet noch viel mehr. Fahrten mit dem Seekajak, eine Hummerfangexkursion mit einem phantastischen Seafood-Essen, wer möchte sich das entgehen lassen? Sporttauchen im Meer vor der Hafenstadt? Kein Problem, ob allein oder mit einem Tauchguide, es wird spannend. Im Sommer Baden, oder am Strand nach Achat und Jaspis suchen. Vielfältige Aktivitäten sind im Osten Québecs möglich.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Natur pur in Percé auf der Gaspesie-Halbinsel.

Für Freunde historischer Gebäude bietet Percé einen Rundgang zu architektonischen Gebäudeschönheiten des 19. und 20. Jahrhunderts an. Es kann gewandert werden, Radfahrer kommen auf ihre Kosten. Wie wäre es mit einem Hubschrauberrundflug?
Im Winter warten Motorschlitten und Hundeschlitten auf den Urlauber. Abenteuer pur.
Aber auch die Höhepunkte für Seele, Geist und Magen fehlen nicht. Nach einem ausgiebigen Wellness-Erlebnis laden Restaurants zum kulinarischen Verwöhnen ein.

Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Der Rocher-Percé ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar.

Weitere Informationen:

Die Internetseite der Stadt: http://www.rocherperce.com/

Die Karte von Percé:

PERCE_geographie

Percé und die Halbinsel Gaspesie sind auch ein Paradies für Wanderer:

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Eine Rundwanderung zu den historischen, architektonischen Sehenswürdigkeiten:

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Percé - Wo der St. Lorenz-Strom im Atlantik verschwindet

Perce, aus der Luft gesehen.

Mrz 09
Themen
Reisen

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada 0

Die Ursprünge der Schneeschuhe liegen im Dunkeln der Geschichte. Viele Historiker glauben jedoch, dass sie vor 4000 bis 6000 Jahren im Kaukasus und in Zentralasien zum ersten Mal genutzt wurden. Sicherlich haben die Jäger, die die ersten Schneeschuhe gebaut haben, Beispiele in der Natur beobachtet. 

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Die klassische Form der Schneeschuhe. Foto: Anagoria/https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:GNU_Free_Documentation_License,_version_1.2

So den Schneehasen, der im Laufe der Zeit viel Fell um die Pfoten entwickelt hat, so dass seine Füße wie mit Schneeschuhen besetzt nicht im tiefen Schnee einsanken und so die Flucht vor Feinden verbesserte.
Auch bei der Gletschermumie Ötzi sind einige Forscher der Meinung, dass ein bei ihr gefundener Rahmen Teil eines Schneeschuhes ist. Die ersten Schneeschuhmodelle waren große Fellflecken oder Holzblöcke, die mit Fell bespannt waren. Die heutige bekannte Form des Rahmens mit eingeflochtenem Fell oder Leder hat seine Ursprünge bei den nordamerikanischen Ureinwohner, etwa der Huron oder den Cree.
So beschrieb Samuel de Champlain, dass die Huron und Algonquin First Nations im Winter mit großen Schneeschuhen, mit denen sie nicht im Schnee einsinken, auf die Jagd gehen.

Es gibt zwei Gruppen von Schneeschuhen, diejenige Form, die wir heute noch kennen und die Form aus massivem Holz, aus dem sich in Skandinavien die Ski entwickelt haben.

Nordamerikanische indigene Völker

Die Ureinwohner Nordamerikas entwickelten im Laufe der Zeit fortschrittliche Schneeschuh-Modelle, fast jeder Stamm eine eigene Form. Die Inuit verwenden zwei Formen der Schneeschuhe, eine mit einer dreieckigen Form, eine fast kreisrund, die ein rasches Fortbewegen im tiefen, lockeren und pulvrigen Schnee ermöglicht. Da sich die Inuit meist über Eis oder der Tundra fortbewegten, war die Nutzung der Schneeschuhe eher selten.

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Die Herstellung von Schneeschuhe zwischen 1905 und 1930. Foto: commons.wikimedia.org

Je weiter man sich auf dem Kontinent nach Süden bewegt, um so schmäler und länger werden die Schneeschuhe. Der größte Jagdschneeschuh der Cree ist fast 1,8 Meter lang. Die Irokesen entwickelten kleinere Modelle, die ihnen die Gewandheit der Bewegung in Waldgebieten beließen.

Bevor sie in den Besitz von Pferden kamen, verwendeten die Prärieindianer Schneeschuhe bei der Winterjagd auf Bisons.

Nutzung der Schneeschuhe durch Europäer

Im 16. und 17. Jahrhundert nutzten insbesondere Reisende in nördliche Regionen und in Gebiete des heutigen Kanada sowie den späteren Vereinigten Staaten Schneeschuhe, zunächst die Franzosen, die damit bei den Schlachten Vorteile erzielen konnten. Aber die Briten lernten schnell, ab 1674 waren auch dort Schneeschuhe ein Begriff. 1690 griff eine französisch-indianische Truppe eine Siedlung in der Nähe des heutigen New York an. Die Briten verfolgten auf Schneeschuhen die Angreifer 80 Kilometer und holten sich die entführten Menschen und Waren zurück.
Die heute bekannten „Teardrop-Schneeschuhe“ wurden vor allen Dingen von Holzfällern getragen, sie sind zwischen einem und eineinhalb Meter lang und ähneln einem Tennisschläger. Diese Form wurde zunächst von der Armee kopiert, im späten 18. Jahrhundert auch von den kanadischen Schneeschuh-Clubs. Somit kann das Schneeschuh-Laufen als eine der ältesten kanadischen Sportarten angesehen werden.

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Schneeschuhtanz der Ojibwe. Bild von George Catlin 1835. – commons.wikimedia.org

Heute sind die klassischen Schneeschuhe, die sich immer noch Beliebtheit erfreuen, kleiner und leichter. Die Spitze ist leicht nach oben gebogen, so dass das Gehen leichter fällt. Es werden meistens zwei Formen verwandt, die Teardrop (Tränen) oder die Bearpaw (Bärenpfoten) Form. Traditionelle Schneeschuhe sind aus einem einzigen Streifen zähen Holz, meist weiße Esche, gebogen  und an den Enden zusammen gebunden. In der Mitte werden sie durch einen leichte Querbalken stabilisiert. Der Raum innerhalb des Rahmens ist mit einem engen Gurtband aus Karibu- oder Rindleder-Streifen gefüllt.

Moderne Schneeschuhe

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Schneeschuhe der Marke Atlas.

Die modernen Schneeschuhe bestehen meist aus Aluminium, sind leicht zu tragen und man lernt schnell, mit ihnen umzugehen. Das Wandern mit Schneeschuhen macht Spaß und viele Wintersportgebiete in Europa, aber auch in Kanada und den USA bieten Touren mit den Schneeschuhen an. Egal ob klassisch oder modern. Mit Schneeschuhen lassen sich die traumhaften Landschaften von Kanada im Winter entdecken.

Die Geschichte der Schneeschuhe in Kanada

Bergauf mit Schneeschuhen, bergab mit Ski. Foto: Chrismurf/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.en

Weitere interessante Informationen zur Geschichte der Schneeschuhe in Kanada hier

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